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Wettbewerb „Giftpillen“ sollen französische Unternehmen schützen

17.03.2006 ·  Die französische Nationalversammlung hat ein Gesetz beschlossen, das einheimische Firmen vor feindlichen Übernahmen schützen soll. Sie können zusätzliche Aktien zu günstigeren Konditionen ausgeben, um Übernahmen zu verteuern.

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Das französische Parlament hat ein Gesetz verabschiedet, mit dem einheimische Firmen besser vor feindlichen Übernahmen geschützt werden sollen. Bei solchen Offerten soll es nach dem Willen der Nationalversammlung künftig möglich sein, mit dem Mechanismus der so genannten „Giftpille“ (poison pill) zu antworten.

Damit bekommen Unternehmen die Möglichkeit, an die Aktionäre zusätzliche Aktien auszugeben, aber zu günstigeren Konditionen. In diesem Fall würde die Übernahme für den Interessenten teurer. Das Gesetz muß noch vom Senat angenommen werden.

Frankreichs Nachbarstaaten werfen der Regierung in Paris derzeit im Streit um die geplante Fusion der beiden einheimischen Energieversorger Suez und Gaz de France Protektionismus vor. Der Zusammenschluß war angekündigt worden, nachdem der italienische Versorger Enel Interesse an Suez bekundet hatte. Gaz de France ist staatlich kontrolliert. Die Gesetzesinitiative kommt aber auch zu einem Zeitpunkt, zu dem sich in Europa Entrüstung breit macht über das Übernahmeangebot des weltgrößten Stahlkonzerns Mittal Steel für den in Luxemburg ansässigen Konzern Arcelor. Arcelor hat Beschäftigte in mehreren europäischen Staaten, davon rund 29.000 allein in Frankreich.

Frankreich wies die Vorwürfe des Protektionismus indes zurück. Die „Pillen-Taktik“ sei von den Vereinigten Staaten nach Europa transportiert worden, hieß es zur Begründung des jüngsten Vorstoßes. Mit dem Übernahmegesetz will das Land seine Rechtslage an die der Europäischen Union (EU) anpassen.

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Von Heike Göbel

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