24.01.2013 · Wenn der Wohlstand in Europa erhalten werden soll, müssen die Länder ihre Wettbewerbsfähigkeit verbessern, mahnte die Kanzlerin. Zugleich brachte sie weitere Überbrückungsmaßnahmen ins Gespräch, sollte die Arbeitslosigkeit hoch bleiben.
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Da klingt deutlich noch das Empire durch
Es ist erschreckend wie sehr UK im Denken immer noch bestimmt ist von seiner Historie. Diese zieht es einer europäischen Philosophie immer noch vor.
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 24.01.2013 16:05 Uhr@Marx
Ich will keinen König. Und wo Sie gerade von Träumereien und
Realitäten sprechen: Die größten Träumer und
Realitätsverweigerer sind wohl eher die EU-Hasser, die hier im
Forum immer wieder ihresgleichen befeuern. Die EU IST die Realität,
zugegebenermaßen nicht allzu rosig, aber das sind Realitäten
meist nicht.
Die Träumer fabulieren dann meist was vom
"zurück-zur-DM" oder
"wer-braucht-schon-Brüssel" (kann man allein in den
Kommentaren zu diesem Artikel vielfach nachlesen) und phantasieren sich
so etwas wie eine "schweigende Mehrheit" zusammen, die ja
angeblich längst etwas ganz anderes wolle als die doofen Politiker.
Anstatt konstruktiv an der Gestaltung der Gegenwart mitzuwirken, fliehen
Menschen, die zur Zukunft nichts zu sagen haben, in eine
Pseudo-Vergangenheit, in der ja sowieso alles besser war.
Empire
Wenn das das Empire ist, will ich persönlich sofort einen König.
Es geht hier nicht um eine europäische Philosophie, sondern um eine
europäische Politik.
Es geht darum endlich mit dem Träumen aufzuhören und den
Realitäten ins Auge zu blicken.
Es ist nur zu verständlich, daß die klaren Aussagen eines David
Cameron den verkrachten ''EU''-Existenzen ziemlich ungelegen
kommen, denen es weniger um ein prosperierendes Europa geht,
wie man an dem Niedergang der PIIGS+F+Z Staaten sehen kann,
sondern nur allein um den Erhalt ihrer Plätze an den EU-Futter-
krippen!
Grossbritannien ist einfach überfordert mit dem Euro-Dilletantismus
Die Position David Camerons zur EU ist sehr verständlich. Wer dies ignoriert versteht nichts von der Sache. Den Briten geht das alles zu schnell und zu pathetisch mit diesem Europa. Das Herumdoktern an der europäischen Krise ist für Cameron einfach zu amateurhaft angepackt und glatte Flickschusterei. Das sollten die anderen Staatsführer ganz einfach sich eingestehen und der etwas professionelleren Haltung der Briten Gehör schenken. Deshalb wäre es am besten in allen einzelnen EU-Staaten die Bürger zu befragen und demokratisch darüber abstimmen zu lassen, ob sie in der heutigen EU bleiben wollen oder nicht. Dem Diktat nicht legitimierter EU-Beamte, ersetzt durch Demokratie (Herrschaft des Volkes), könnte das die Chance sein für einen Neubeginn. Um das geht es Cameron. Wir sollten auf die Briten hören, zum eigenen Vorteil. Wer dem widerspricht rennt mit offenen Augen ins Unglück.
grossbritanien gibt der fetten aufgeblähten verwaltungsunion mit
verteilungshoheit und irrsinnigem verwaltungsapparat und transferunion
neue impulse. wir feigen deutschen lassen alles in der eu devot laufen.
hut ab vor ihnen, herr cameron
Referendum in Festlandeuropa? Die Pfeifen in Brüssel bekämen das Zähneklappern...
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 24.01.2013 15:28 UhrJa, Herr Prengel
...und genau deshalb gibt es auch kein Referendum. Demokratische Gepflogenheiten stören nur. Am besten schafft man auch gleich Wahlen ab, denn das Volk ist sowieso zu dumm ;-)
trotzdem lassen wir die Briten ziehen, Wanderer sollte man nicht aufhalten! Ob die Strukturprobleme dort aber dann leichter zu lösen sind, das sollen sie dann selbst mit sich ausmachen. Viel Glück!
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 24.01.2013 13:24 UhrDie Probleme der Engländer werden sich wohl kaum ändern.....
wie auch? Durch die paar Pfund die nach Europa fließen. UK profitiert doch von der EU. Sollen Sie doch versuchen ein Staat der USA zu werden..... am besten warten sie dann aber auf den nächsten republikanischen Präsidenten (falls es je dazu kommen wird). Wäre jedenfalls lustig wenn UK als ex-Kolonialherr selbst zum Untertan verkommt (was sie rein faktisch ohnehin sind als Vasall der USA).
ist heute überholt in Sachen Innovation und Wettbewerbsfähigkeit“ Nein nicht ganz Europa. Wir wehren uns noch ein bisschen. Aber spätestens wenn Deutschland sein Grün/Rot Deja-vu hat ist es auch damit vorbei.
Mal sehen, was die Kanzlerin dazu antworten wird. Immerhin gibt es jetzt
eine Diskussion, die nicht mehr von den Berufseuropäern so einfach
abgewürgt werden kann.
David Cameron geht natürlich ein Risiko ein, aber England ist zu
stark, als daß "man" (Hollande, Merkel usw.) es
ignorieren könnte. Und ohne GB kann es auch keine politische Union
geben.
Sollte es sie dennoch geben, dann ist es wie beim Zwangsstaat Belgien:
ein endloses Ringen zwischen Wallonen und Flamen. So verhielte es sich
dann mit F und D: ein Alptraum.
England kann auch ohne Europa- es gibt ja noch das Commonwealth und auch
die USA. Aber "Europa" kann nicht ohne England.
Schön, daß Cameron zur Demaskierung der deutschen und
französischen Politik diesen, seinen Beitrag leistet.
Nicht lange her
da wurde uns alternativlos erklärt, ein Ausstieg Griechenlands
wäre eine Gefahr für Europa.
Was ist dann das um vieles größere GB bei einem Ausstieg?
Für Merkel & Co der Supergau, denn manch anderes Land
könnte auch anfangen nachzudenken.
Eher umgekehrt wird ein Schuh draus
Wieso sollte die EU UK brauchen? UK leistet keinen substantiellen Beitrag zur EU. Ja und nach der EU?? Die USA drängen darauf, dass UK in der EU bleibt..... Wem sich also anschließen?
Von Cameron lernen heißt Demokratie lernen
Cameron geht den richtigen Weg. Auch viele junge Leute wollen eine
bürgernahe Regierung und sind daher zunehmend skeptisch
gegenüber der EU in ihrer jetzigen Form. In Brüssel denkt man
noch, dass die EU automatisch Fortschritt und Weltoffenheit bedeutet.
Doch gerade die Globalität macht die EU schon wieder provinziell
und in ihren staatsähnlichen Strukturen zu einem altmodischen Gebilde.
Ein nationales Bewusstsein ist zudem kein Defizit, sondern gehört,
wenn man es nicht übertreibt, zu einer gesunden Kultur. Die EU als
lockeres Gegengewicht zum Nationalismus und als Binnenmarkt ist förderlich.
Doch eine EU, welche neoliberalistische und sozialistische Züge in
einer demokratiefernen Art paradoxerweise in sich vereint, wird zu Recht
kritisch hinterfragt.
Obwohl mir nicht klar ist, Herr Wilbert,
... was "neoliberalistische Züge" sind, die sie in der EU entdeckt haben wollen - mit allem, was sie sonst schreiben, haben Sie recht.
Cameron formuliert, was alle denken!
Eines ist klar: es kann (finanziell) keine Zugeständnisse an GB
geben. Natürlich will keiner für die EU zahlen und alles davon
haben. Das funktioniert aber nicht und einmal angefangen wird jeder
(abgesehen von D) Forderungen stellen.
Die andere Richtung Camerons ist die richtige. Europa muss wieder zu
einer Institution werden, bei der alle teilnehmen WOLLEN. Wie Cameron
richtig sagt blockiert die EU Europa. Wenn dieser Kurs beibehalten wird,
dann geht GB zu Recht einen eigenen Weg. Sollte man sich aber in
Brüssel wieder des Grundgedankens erinnern, dann wird GB mit
Freuden daran teilhaben. Insbesondere für Deutschland ist GB ein
unersetzlicher Partner, da alle anderen "Großen"
(ESP,FRA,ITA) ein elementar anderes Staatsverständnis pflegen.
Ich befürchte allerdings, dass Europa der Sumpf bleibt, der er ist
und man sich GBs Zustimmung erkauft.
Die Bank of England ist der Erfinder des Geldruckens...
... und wird den Teufel tun ihre Geldquelle aufzugeben. Genau das aber
würde ein Beitritt zum Euro bedeuten.
Bitte nicht falsch verstehen, Geld würde dann natürlich
genauso gedruckt werden, mehr denn je, nur würde die durch
Inflation der britischen Ersparnisse erzielten, gigantischen Gewinne
nicht mehr den Eigentümern der Bank of England zukommen. Logisch
also das England niemals dem EURO beitreten wird.
Übrigens, wer glaubt hier noch es handele sich bei der Bank of
England um eine staatliche Zentralbank, die zum Wohle der Allgemeinheit
Geld verteilt? Wollen sie wissen, wer über eine geschickte
Konstruktion von Vehiceln der deutliche Mehrheitsaktionärs ist?
Suchen sie in der Schweiz! Es gibt eine Weinmarke, die genauso heißt...
bitte beachten Sie, das Cameron derzeit ein schlechter Mensch ist, er
fordert unbilliges vom Club. Das ist aber gar nicht mal das schlimmste,
er wird ein Referendum machen, das ist einfach unerhoert, ein Dolchstoss
in den Ruecken der sozialistischen Internationale, allen voran die liebe
Frau Merkel, die derzeit mit eben diesen Schmerzen leben muss. Nach
kurzer Zeit wird die Partei GB umarmen und die grosse Liebe zwischen den
Bruedern wird als Decke ueber diesen Fehtritt gebreitet, warum, weil die
EU in der heutigen Version auseinanderbroeseln wird und weil kein
einziges Land die EU benoetigt, die EFTA ist genau so verbindlich und
ausreichend. Was schwer wiegt ist jedoch das die EU ein Sorglosland
wird, in dem D total verschuldet wird, solange bis wir auch pleite sind.
Wenn GB zu sehr kritisiert wird erfolgt eine Solidarisierung in GB und
dann ist die EU erledigt und D und FRA werden sich
an die Gurgel gehen, alles nur wegen dem euro und dem verflixten Jahr 13.
Warum sollte sich einer für die Anwendung demokratischer Mitbestimmungsrechte rechtfertigen?
Doch wohl nur gegenüber Leuten, die nichts mit Demokratie am Hut
haben. Lustigerweise wird uns dieses großeuropäische Reich ja
immer als demokratisch verkauft, aber ganz unten, also beim Volk, darf
es dann doch nicht demokratisch sein.
Merken Sie was? Genau, den Widerspruch des Ist-Zustandes der EU zum
Soll-Zustand. Nur wird ein solcher Soll-Zustand nie erreicht werden,
wenn man den Ist-Zustand so belässt und Kritiker diffamiert.
Als ob die mit der Kritik falsch liegen würden:
- außereuropäische Kriege, aber den Friedensnpbelpreis erhalten
- undurchsichtige Brüsseler Strukturen, aber angeblich kein Grund
für mehr Transparenz
- hochbezahlte politische Altlastenpolitiker, aber angeblich so
effizient, dass es zu mehr Wettbewerbsfähikeit führen würde
- unsinnige Vorschriften wie die Aufrüstung der Mitglieder, so dass
Griechenland per Schuldscheinen Panzer kaufen muss-
- und der EURO, als harte Währugn versprochen, langsam zum
Aliminiumgroschen werden dank Schuldenunion.
Cheers.
"in Sachen Innovation und Wettbewerbsfähigkeit"
Briten neigen schon immer dazu, sich selber in verklärtem Licht, beileibe nur nicht nüchtern zu sehen. Die Wirtschaft ist desaströs, weit weg, innovativ. competitive zu sein. Der Arbeitsmarkt ist jammervoll. Education beherrscht von Klassendenken. Lehrereinkommen sind grottenschlecht. Aufstiegsstreben existiert nur in Sachen Geld. Aber die "City" allein reicht nicht. Ordinärer Stolz lähmt die lower class. Bausubstanz ist verkommen. Das alles schweißt die superreichen und die bettelarmen Engländer zusammen, ihr Heil in splendid isolation zu suchen. Und Cameron, diese Wischiwaschifigur, schwafelt davon, dass Europa "überholt" sei von Innovation und .... Ein Psychiater würde sagen, der Leidensdruck ist noch nicht groß genug. Handelte es sich nicht um Menschen, man könnte meinen, ein Museum von nationaler Größe.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 24.01.2013 12:52 UhrHerr Sperlin,
das Einkommen der Lehrer, und deren Freizeit ist nicht unbedingt
ausschlaggebend für Qualität.
Siehe Deutschland.
Volksabstimmungen und EU-Diktatur
Machen wir uns nichts vor - vor allem denen, die in Brüssel an der demokratisch nicht so ganz legitimierten Machts sind passt der Kurs Camerons nicht - da könnte ja jedes Volk selbst abstimmen! Wo kämen wir denn da hin, wenn die Menschen für sich entscheiden dürften und nicht die Ideologen im Elfenbeinturm?!
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 24.01.2013 14:27 UhrIdeologen im Elfenbeinturm?
Ich denke, das sind keine (oder doch nur wenige) Ideologen und auch
nicht im Elfenbeinturm. Es geht um handfeste privatwirtschaftliche
Interessen. Lobbyarbeit im undurchsichtigen Brüsseler Klüngel
ist viel wirksamer als im Umkreis nationaler Parlamente und
Institutionen, wo "Checks and Balances" noch
einigermaßen Wirkung zeigen.
Sie treffen sicherlich den Nagel auf den Kopf, wenn Sie eine
"demokratisch nicht so ganz legitimierten Macht" in
Brüssel feststellen. Und die Legitimation schwindet mehr und mehr.
Der EU-Bürger wurde und wird weiter zum Objekt der Ausbeutung
erniedrigt. Man schaue z.B. was derzeit in Brüssel in Bezug auf die
Privatisierung der Wasserwirtschaft verhandelt wird.
Cameron hat absolut recht wenn er eine Rückabwicklung der EU in der heutigen Form fordert
Die EU war einst als großartige Idee einer europäischen Gemeinschaft gestartet und ist nun zu einer nimmersatten Krake mutiert die darauf abzielt den Staaten die Eigenständigkeit und Souveränität zu rauben und alle Macht an sich zu saugen. Das an der Spitze dieses Ungetüms obendrein noch Typen wie Schulz, Barroso, Van Rompuy etc. stehen, die von keinem Bürger Europas je gewählt wurden (oder abgewählt werden könnten) verstärkt den zunehmend despotischen Charakter dieser EU. Allerdings muss man feststellen das Cameron wohl nicht das Format besitzt um zu einem ernsthaften Kontrahenten des Brüsseler Eurokratenregimes aufzusteigen. Da wünscht man sich einen starken und stoischen Staatsmann wie Winston Churchill zurück. Der machte damals mit den Faschisten keine Kompromisse und er würde heute sicherlich auch keine mit den Eurokraten machen. Aber in Zeiten in denen viele Parlamente nur noch mit Erfüllungsgehilfen und Mitläufern besetzt sind gilt selbst ein Cameron schon als Hoffnungsschimmer
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 24.01.2013 15:17 UhrWarum reden Sie Cameron so schlecht, Herr Welzer?
Immerhin ist er einer von ganz, ganz wenigen, die der EU in der jetzigen Form sehr skeptisch gegenüberstehen. Ganz im Gegenteil zu unserer Merkeline, die sich schon als Kaiserin Europas sieht ;-)