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Armut und Reichtum Weltwirtschaftsforum warnt vor Ungleichheit

 ·  Experten und Wirtschaftsführer sehen laut einer neuen Umfrage des Weltwirtschaftsforums die Einkommensunterschiede weltweit und die wachsende Staatsverschuldung als die größten globalen Risiken.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (14)

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Attila Csenki

Einkommen? Falsch. Besitz!

All die Untersuchungen zum Thema 'Armut', 'Sozialer Unterschied' usw basieren auf EINKOMMEN. Das ist grundsaetzlich falsch, da dieses langfristig nicht bestaendig zu sein braucht und auch nicht vererbt werden kann. (Der zweite Punkt ist wesentlich: Die Geschichte zeigt, dass grosse Werte Katastrophen (wie Kriege) ueberdauern und weitergereicht werden koennen. ) Die richtige Groesse zur Messung des langfristigen individuellen Wohlstandes (und der ihn begleitenden potentiellen gesellschaftlichen Einflussnahme) ist daher BESITZ. Die Groesse 'Einkommen' kann als Spezialfall der Groesse 'Besitz' verstanden werden wenn seine kumulativen Beitraege mit den diskontierten Werten ('present value') als 'Besitz' Beruecksichtigung finden. (Dadurch wird es durchaus moeglich, auch statistische Schwankungen zu modellieren.) Eine Bestandsaufnahme der Gesellschaft auf dieser Basis waere wohl noch duesterer als die, die zur Zeit in Umlauf sind. Wahrscheinlich gibt es sie aber gar nicht.

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Peter Gorski

Gewonnene Einsichten oder PR Geschwafel?

Wenn Wirtschaftsführer die Einkommensunterschiede in den Gesellschaften als globales Risiko erkennen, dann könnnten sie
a, dies ändern, indem sie anständige Löhne zahlen und eigenen Gewinn ein wenig herunterfahren
b, die Mittelschicht der volkswirtschaftlich starken Länder weiter auspressen lassen, damit ihre Gewinne stabil hoch bleiben können.
Für was werden sie sich wohl entscheiden?
Da die Staatsverschuldung auch ein globales Risiko darstellt, muss also die Steuerleistung der Mittelschicht angehoben werden um diese *Ehrenschulden* zum Wohle der Kreditgeber zurückzuzahlen
und sollten die Bürger doch noch ins Grübeln geraten, ob das alles noch mit rechten Dingen zugeht, hält man die Klimakatastrophe und deren Kosten in der Hinterhand!
Auf lange Sicht bleibt zwar die Frage, wer sich den Konsum der zu den Gewinnen der Wirtschaft führt, eigentlich noch leisten können wird, aber die Wirtschaftsführer haben ja schon genügend Geld wundersam vermehrt.
Alles kein Problem .-)

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Bryan Hayes
Bryan Hayes (bhayes) - 08.01.2013 17:21 Uhr

Dieses Weltwirtschaftsforum ist ein reiner Lobbyistensaftladen, wo sich Konzernchefs und Politbonzen

treffen, um zu überlegen, wie sie die Bürger noch mehr ausplündern und sich selbst Vorteile verschaffen können.
Dort treffen sich ausschließlich an Macht und Geld interessierte Angehörige von Ausbeutungssyndikaten sowie deren Hilfskräfte.
Und was die "Ungleichheit" etc. angeht: Das ist alles so etwas von oberverlogen. Denn nicht nur sind genau diese Leute die Hauptversacher eben dieser Ungleichgleichkeit (genau genommen: Des Teiles der Ungleichheit, für den die Betroffenen nicht selbst verantwortlich sind), sondern diese Thematik wird mit genau dem Ziel propagandistisch hochgekocht, um die Bürger noch mehr auszubeuten, um den Bürokratie- und Umverteilungswahn noch mehr auszubauen, den Konzernen noch mehr Privilegien zuzuschanzen.

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Martin Wehlan
Martin Wehlan (wehlan) - 08.01.2013 17:02 Uhr

Den Bock zum Gärtner machen

Die Staatsverschuldung ist eine der Ursachen für die Einkommensunterschiede. Die Reichen kassieren die Zinsen für die Staatsanleihen und die Mehrheit muss diese Zinsen erwirtschaften. Wer also mit neuen Schulden Einkommensunterschiede ausgleichen möchte, macht den Bock zum Gärtner. Schulden wirken wie Rauschgift - inzwischen wie Heroin.
Eine weitere Ursache für Einkommensunterschiede ist die Einbildung, dass man das Klima steuern könnte. Deshalb wurde das EEG geschaffen. Im letzten Jahr wurden 17 Mrd. Euro umverteilt, im Wesentlichen von arm nach reich. Die wohlhabenden Hauseigentümer kassieren die Umlage von ihren weniger wohlhabenden Mietern für Solardächer. Der ganze Klimazirkus kostet inzwischen Milliarden für nichts und wieder nichts. Trinkwasserknappheit gibt es tatsächlich. Dagegen hilft aber kein EEG.
Wenn ich schon das Wort "Experte" höre, wird mir schlecht. Egal ob es Wirtschafts- oder Klimaexperten sind. Es handelt sich um Büttel der Finanz- oder Klimamafia.

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Gottfried Lobeck
Gottfried Lobeck (golo7) - 08.01.2013 16:45 Uhr

Diese Meldung wird aller Erfahrung nach nichts bewirken

Dazu hat die feudal strukturierte Macht des globalen Geldadels dank der ihr dienenden übergroßen Zahl der Funktions-, Wissens- und politischen Eliten (s. Krysmanski) das Steuer (noch?) zu fest in der Hand. Und dass die "Mitte der Gesellschaft" (s. Erwin Pelzig) sich davon beeindruckt zeigen könnte, "dafür sorgen schon jene Vormünder, die die Aufsicht über sie gütigst auf sich genommen haben. Nachdem sie ihr Hausvieh zuerst dumm gemacht haben und sorgfältig verhüteten, dass diese ruhigen Geschöpfe ja keinen Schritt außer dem Gängelwagen, darin sie sie einsperrten, wagen durften, so zeigen sie ihnen nachher die Gefahr, die ihnen drohet, wenn sie es versuchen, allein zu gehen. Nun ist diese Gefahr zwar eben so groß nicht, denn sie würden durch einigemal Fallen wohl endlich gehen lernen; allein ein Beispiel von der Art macht doch schüchtern und schreckt gemeiniglich von allen ferneren Versuchen ab." (Kant)

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Heinrich Seneca

Wie, Weltwirtschaftsforum plötzlich gegen das Wesen der Globalisierung??

Bereicherung der Reichen/Banken bei gleichzeitiger Verschuldung der Gemeinwesen ist doch der Kern der Globalisierung, siehe EURO-Land/USA/JAPAN...., und jetzt wird gewarnt, dass die Arabellionen sich über Arabien hinaus entwickeln könnten etwa z.B. nach USA; Spanien-Griechenland und Rest-EURO-Land; VRChina; Indien...?
Wie sagte Kanzler Bismarck in 1873 schon zu Berlin: "Gegen Demokraten helfen nur Soldaten!"
Zum Glück haben die betroffenen Staaten durch den "Kampf gegen den Terrorismus" den Sicherheitsapparat schon auf Stand der Technik gebracht, so dass ein Umsturz des Systems ins Land der Träume verbannt werden konnte.
- Ich möchte hier jetzt nicht einen Kolumnisten resp. einen der schlimmsten Antisemiten aus SPON zitieren, aber es wird so oder so alles wie bisher weiter gehen ! -
Frohes Neues Jahr den Aktivisten des Weltwirtschaftsforums !

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Edda Kuhlmann

Und da isses wieder

Der Hinweis auf weltweite Einkommenunterschiede gleich praktisch gebuendelt mit dem Klimawandel und einer unsichtbaren aber sehr deutlich aufgehaltenen Hand fuer Dollar/Euro Finanzspritzen der westlichen Welt. Plumper geht es nicht mehr.

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Rolf Huchthausen

Das größte Risiko ist der Mensch selbst! Der gierige, der fertile, der korrupte, kriminelle Mensch!

"Experten und Wirtschaftsführer sehen laut einer neuen Umfrage des Weltwirtschaftsforums die Einkommensunterschiede weltweit und die wachsende Staatsverschuldung als die größten globalen Risiken." [Zitat Ende]

Die Weltentwicklung hakt an allen Ecken und Enden. Es ist in so vielen internationalen Foren so viel vereinbart worden, nur keine Sau hält sich daran.

Compliance ist das Problem! Die Einhaltung von verbindlich gemachten internationalen Regeln.

Das fängt mit Steuerhinterziehung als Volkssport an! Die Wirtschaftsführer, die die Spreizung bei den Einkommen beklagen, möchte ich mal kennenlernen. Davor würde ich aber gerne mal einen Blick in die Gehaltsstrukturen der von diesen Wirtschaftsführern geführten Unternehmen werfen.

Das ist pure Heuchelei!

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 08.01.2013 18:00 Uhr
Ronald Schlimm
Ronald Schlimm (ronslim) - 08.01.2013 18:00 Uhr

"Das größte Risiko ist der Mensch selbst"..., da hilft nur eins:

Abschaffung des Menschen!
Was sollen solche Rundumschläge? Da kann man doch gleich eine SAT1-Beschimpfsendung einschalten!

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Erwin Stahlberg

Mein erster Gedanke war…

…da muß Herr Barroso ran!

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Alfred Vomberg

Problem?

Je nach Perspektive ist eine Gefährdung der Weltwirtschaft auch eine gute Sache.
Erhöht sie doch die Bereitschaft, einschneidende Maßnahmen zu akzeptieren.
Wenn man nach den Schuldigen der Krise sucht, sollte man sich unter den Profiteuren solcher Maßnahmen umsehen.

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Closed via SSO
Wolfgang Hebold (hebold) - 08.01.2013 15:26 Uhr

Wie die Osterhasen...

... gleich nach Weihnachten im Schaufenster stehen, steht die Hilfsindustrie und ihre Krisenlobby auch nach Weihnachten gleich auf der Matte. Man hört förmlich die Schnüffelnase des Krisenspürhundes. Nun steht also - wieder einmal - das weitweite Ungleichgewicht der Einkommen und endlich die Staatsverschuldung auf dem Podest. Und man darf vermuten, dass das Ungleichgewicht mit weiteren Hilfsgeldern bekämpft werden soll. Dass die Verschuldung vielleicht gerade etwas mit der Verhinderung des Ungleichgewichts zu tun hat - egal. Es soll beides bekämpft werden. Dabei zeigt Ostasien gerade, dass es nur ein Mittel gibt, Armut zu bekämpfen. Wirtschaftlicher Druck. Also keine Transferleistungen mehr. Ja, gerade das Ungleichgewicht ist Ansporn, es besser zu machen. Gegenbeispiel: 4 Jahrzehnte Entwicklungshilfe für Afrika haben dort nur eines bewirkt: Dass es weiter abwärts geht, man sich in Europa aber auf die Brust klopft, ob der eigenen steuerlich absetzbaren Hilfswilligkeit.

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Peter-Paul Gansen

Überbevölkerung kein Risiko für die Welt?

Sollte eigentlich an Nummer 1 stehen. Der Euro fehlt unter anderem auch in der Aufzählung.
Das Weltwirtschaftforum selbst scheint ein Beispiel für die fehlende Ehrlichkeit im Umgang mit den aktuellen Risiken zu sein. Wozu also die Warnung?

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Ronald Schlimm
Ronald Schlimm (ronslim) - 08.01.2013 14:33 Uhr

Seltsam - was hier beschrieben wird...

deckt sich 1:1 mit der wirtschaftlichen Lage der USA (im weiteren natürlich auch Griechenlands, Spaniens, zunehmend auch gesamte EU und Japan). Für die USA ist dieses Problem zum Jahreswechsel besonders eklatant zum Ausdruck gekommen. Nur da hielt sich die wirtschaftswissenschaftliche Elite noch weitgehend zurück und ließ Obama im Regen stehen.

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