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Bundesbankpräsident : Weidmann: Zunehmend Risiken durch EZB-Krisenpolitik

  • Aktualisiert am

Bundesbankpräsident Jens Weidmann beim Treffen der EU-Finanzminister in Mailand. Bild: dpa

Gerade erst hat die EZB ein weiteres Anti-Krisenpaket aufgelegt. Nun warnt Bundesbankpräsident Jens Weidmann, die Politik könnte in ihren Reformanstrengungen nachlassen. Und das ist noch nicht alles.

          Bundesbankpräsident Jens Weidmann hat vor wachsenden Risiken der aggressiven Krisenpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) gewarnt. „Die Geldpolitik befindet sich derzeit zweifellos in einer schwierigen Lage“, sagte Weidmann am Samstag in Mailand nach einem Treffen der EU-Finanzminister. Konkret nannte er die Stagnation der Wirtschaft im Euroraum und die nachlassende Zuversicht der Unternehmen. Vor diesem Hintergrund sei im EZB-Rat „kontrovers diskutiert worden“, wie stark die Lockerungsmaßnahmen der Notenbank ausfallen sollten.

          „Letztlich darf bei den geldpolitischen Überlegeungen eben auch nicht ausgeblendet werden, dass von einer langanhaltenden sehr expansiven Geldpolitik auch Risiken ausgehen“, mahnte Weidmann. „Vor allem eben die Gefahr, dass die Politik in ihren Reformanstrengungen nachlässt und die Gefahr dass die Anleger auf der Suche nach Rendite übermäßige Risiken eingehen, was dann die Finanzstabilität gefährden könnte.“

          Die EZB hatte vor gut einer Woche ein weiteres Anti-Krisenpaket aufgelegt. Neben einer weiteren Senkung des Leitzinses auf nur noch 0,05 Prozent beschloss der EZB-Rat den Ankauf von Kreditpaketen (Asset Backed Securities/ABS) und Pfandbriefen, um die lahmende Kreditvergabe endlich in Schwung zu bringen.

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