06.03.2009 · Der Ansturm auf die Autohäuser wegen der Abwrackprämie ist riesig, teilweise gibt es monatelange Wartezeiten. Kunden hatten häufig Angst, dass das staatliche Prämienkontingent aufgebraucht sein könnte, wenn ihr Auto ausgeliefert wird. Jetzt ändert die Regierung zum dritten Mal die Abwrack-Regeln.
Von Konrad MrusekDie staatliche Abwrackprämie von 2500 Euro soll künftig schon mit dem Erwerb eines Neuwagens gesichert sein und nicht erst mit der Zulassung des Fahrzeugs. Damit soll verhindert werden, dass wegen des begrenzten Prämienvolumens von 1,5 Milliarden Euro die Käufer von Autos mit langen Lieferzeiten leer ausgehen könnten.
Das Bundeswirtschaftsministerium teilte am Freitag mit, dass vom 30. März an die Vorschriften zum dritten Mal geändert werden. Danach erwirbt man mit dem Kaufvertrag für ein Fahrzeug ein Anrecht auf die Prämie. Diese wird indes erst ausgezahlt, wenn der Fahrzeugbrief für das verschrottete Auto dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) übergeben und das neue Auto auch zugelassen wurde.
Ansturm auf die Prämie
Der Ruf nach einer derartigen Reservierung wurde lauter, weil es einen großen Andrang auf die Prämie gibt. Bis Anfang März wurden nach Angaben des Wirtschaftsministeriums etwa 150.000 Anträge eingereicht. Jeden Tag kommen 10.000 neue hinzu und daher dürfte absehbar sein, dass die Höchstzahl der maximal 600.000 subventionierten Autos bald erreicht sein könnte. Die Regierung hat mehrfach beteuert, sie werde die Summe nicht aufstocken, obwohl aus der Autoindustrie schon erste derartige Vorschläge zu vernehmen waren.
Die Subvention förderte bisher vor allem den Absatz kleiner Fahrzeuge, doch es profitieren auch deutsche Autos der Mittelklasse, weil es für Jahreswagen ebenfalls eine Prämie gibt. In einer ersten Änderung der Abwrackprämie hatte das Wirtschaftsministerium verfügt, dass künftig das Original des Fahrzeugbriefs dem Antrag beigelegt werden muss, um Neuzulassungen angeblich verschrotteter Autos zu verhindern.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| DAX | 6.692,96 | −1,41% |
| FAZ-INDEX | 1.495,13 | −1,32% |
| TecDAX | 769,89 | −0,43% |
| MDAX | 10.249,10 | −1,04% |
| SDAX | 4.985,13 | −0,71% |
| REX | 421,06 | −0,02% |
| Eurostoxx 50 | 2.480,76 | −1,65% |
| F.A.Z. EURO INDEX | 80,01 | −1,60% |
| Dow Jones | 12.801,20 | −0,69% |
| Nasdaq 100 | 2.547,32 | −0,65% |
| S&P500 | 1.342,64 | −0,69% |
| Nikkei225 | 8.947,17 | −0,61% |
| EUR/USD | 1,3195 | −0,67% |
| Rohöl Brent Crude | 117,61 $ | −0,91% |
| Gold | 1.711,50 $ | −2,09% |
| Bund Future | 138,62 € | +1,01% |