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Donnerstag, 20. Juni 2013
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Warnhinweise Bahr will Schockfotos auf Zigarettenpäckchen

 ·  Die Europäische Kommission fordert Schockbilder auf Zigarettenpackungen. Jetzt findet der Vorschlag auch in der Bundesregierung Anklang: Gesundheitsminister Daniel Bahr unterstützt den Vorschlag offen.

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Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) hat sich offen für die von der Europäischen Kommission vorgeschlagenen neuen Regeln für großflächige Warnhinweise und Schockbilder aus Zigarettenpackungen gezeigt. Wenn solche Schockbilder einen Betrag dazu leisten könnten, die Zahl der Raucher weiter zu verringern, sei das gut, sagte Bahr am Dienstag in Brüssel.

Dahinter müsse auch das hohe Gut der unternehmerischen Freiheit zurückstehen, das die Tabakindustrie gegen die Kommissionsvorschläge anführt. Es handele sich bei Zigaretten um gesundheitsgefährdende Produkte, sagte Bahr weiter.

„Rauchen tötet - jetzt aufhören“

Deshalb seien Eingriffe gerechtfertigt. Die Kommission müsse aber in der anstehenden Diskussion den Beleg dafür erbringen, dass Schockbilder wirklich geeignet sind, Menschen vom Rauchen abzubringen und somit die Kosten für das Gesundheitssystem zu senken.

Die Kommission hat Mitte Dezember vorgeschlagen, von 2016 an nur noch Zigarettenpackungen mit großflächigen Warnhinweisen und abschreckenden Abbildungen zu erlauben. Nach dem Vorschlag sollen Bilder von durch das Rauchen verursachten Krankheiten und Warnungen wie „Rauchen tötet - jetzt aufhören“ drei Viertel der Fläche von Vorder- und Rückseite der Verpackungen einnehmen.

Zusatzstoffe wie Menthol, die den Geschmack von Tabakwaren stark verändern, sollen verboten werden, weil diese vor allem jungen Menschen den Einstieg in das Rauchen erleichterten. In der Bundesregierung gibt es bisher noch keine abgestimmte Position zu den Vorschlägen.

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Jahrgang 1972, Wirtschaftskorrespondent in Brüssel.

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