Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) hat sich offen für die von der Europäischen Kommission vorgeschlagenen neuen Regeln für großflächige Warnhinweise und Schockbilder aus Zigarettenpackungen gezeigt. Wenn solche Schockbilder einen Betrag dazu leisten könnten, die Zahl der Raucher weiter zu verringern, sei das gut, sagte Bahr am Dienstag in Brüssel.
Dahinter müsse auch das hohe Gut der unternehmerischen Freiheit zurückstehen, das die Tabakindustrie gegen die Kommissionsvorschläge anführt. Es handele sich bei Zigaretten um gesundheitsgefährdende Produkte, sagte Bahr weiter.
„Rauchen tötet - jetzt aufhören“
Deshalb seien Eingriffe gerechtfertigt. Die Kommission müsse aber in der anstehenden Diskussion den Beleg dafür erbringen, dass Schockbilder wirklich geeignet sind, Menschen vom Rauchen abzubringen und somit die Kosten für das Gesundheitssystem zu senken.
Die Kommission hat Mitte Dezember vorgeschlagen, von 2016 an nur noch Zigarettenpackungen mit großflächigen Warnhinweisen und abschreckenden Abbildungen zu erlauben. Nach dem Vorschlag sollen Bilder von durch das Rauchen verursachten Krankheiten und Warnungen wie „Rauchen tötet - jetzt aufhören“ drei Viertel der Fläche von Vorder- und Rückseite der Verpackungen einnehmen.
Zusatzstoffe wie Menthol, die den Geschmack von Tabakwaren stark verändern, sollen verboten werden, weil diese vor allem jungen Menschen den Einstieg in das Rauchen erleichterten. In der Bundesregierung gibt es bisher noch keine abgestimmte Position zu den Vorschlägen.
Sehr liberal
Gert Hoffmann (gerthnds)
- 09.01.2013, 15:45 Uhr
schockfotos
Otto Kaldrack (otto-jomtien)
- 09.01.2013, 14:10 Uhr
Ach ja, der Gesundheitsminister will ja nur unser Bestes...
Othmar König (oko_finder)
- 09.01.2013, 08:57 Uhr
Regulierungswut
Hans Böhringer (HugoMuller)
- 09.01.2013, 08:40 Uhr
Der Bürger wird kostenoptimiert. Und er macht mit.
Closed via SSO (HHPPFF)
- 09.01.2013, 08:36 Uhr
