Home
http://www.faz.net/-gqe-75ll1
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
Risikoabsicherung

Warnhinweise Bahr will Schockfotos auf Zigarettenpäckchen

Die Europäische Kommission fordert Schockbilder auf Zigarettenpackungen. Jetzt findet der Vorschlag auch in der Bundesregierung Anklang: Gesundheitsminister Daniel Bahr unterstützt den Vorschlag offen.

© dpa Vergrößern Sollen abschrecken: Großflächige Warnungen und Fotos auf Zigarettenpackungen

Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) hat sich offen für die von der Europäischen Kommission vorgeschlagenen neuen Regeln für großflächige Warnhinweise und Schockbilder aus Zigarettenpackungen gezeigt. Wenn solche Schockbilder einen Betrag dazu leisten könnten, die Zahl der Raucher weiter zu verringern, sei das gut, sagte Bahr am Dienstag in Brüssel.

Hendrik  Kafsack Folgen:    

Dahinter müsse auch das hohe Gut der unternehmerischen Freiheit zurückstehen, das die Tabakindustrie gegen die Kommissionsvorschläge anführt. Es handele sich bei Zigaretten um gesundheitsgefährdende Produkte, sagte Bahr weiter.

„Rauchen tötet - jetzt aufhören“

Deshalb seien Eingriffe gerechtfertigt. Die Kommission müsse aber in der anstehenden Diskussion den Beleg dafür erbringen, dass Schockbilder wirklich geeignet sind, Menschen vom Rauchen abzubringen und somit die Kosten für das Gesundheitssystem zu senken.

Die Kommission hat Mitte Dezember vorgeschlagen, von 2016 an nur noch Zigarettenpackungen mit großflächigen Warnhinweisen und abschreckenden Abbildungen zu erlauben. Nach dem Vorschlag sollen Bilder von durch das Rauchen verursachten Krankheiten und Warnungen wie „Rauchen tötet - jetzt aufhören“ drei Viertel der Fläche von Vorder- und Rückseite der Verpackungen einnehmen.

Zusatzstoffe wie Menthol, die den Geschmack von Tabakwaren stark verändern, sollen verboten werden, weil diese vor allem jungen Menschen den Einstieg in das Rauchen erleichterten. In der Bundesregierung gibt es bisher noch keine abgestimmte Position zu den Vorschlägen.

Mehr zum Thema

Quelle: F.A.Z.

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Verhandlungen mit Gläubigern Varoufakis kritisiert offene Feindseligkeit

Der griechische Finanzminister Varoufakis hat deutsche und griechische Politiker aufgerufen, sich nicht mehr gegenseitig zu beschimpfen. Er spricht von einem toxischen Schwarzer-Peter-Spiel und fordert: Das muss aufhören. Mehr

30.03.2015, 08:24 Uhr | Wirtschaft
Europäisches Hilfsprogramm Griechische Reformliste hinterlässt positiven Eindruck

Politiker in Athen, Brüssel und Berlin sehen Chancen für die Reformvorschläge aus Griechenland. Mehr

24.02.2015, 15:59 Uhr | Politik
Entwurf für Richtlinie EU-Staaten müssen Steuerdeals mit Konzernen offenlegen

Die Luxleaks-Affäre hat Absprachen zwischen Staaten und Unternehmen in Verruf gebracht. Nun plant die EU nach Informationen der F.A.Z. strengere Regeln. Mehr Von Hendrik Kafsack, Brüssel

17.03.2015, 19:11 Uhr | Wirtschaft
Warnhinweise in Indien Elefanten-Alarm per SMS

Immer wieder kommt es in Indien zu tödlichen Begegnungen zwischen Menschen und Elefanten. Eine Umweltschutzorganisation hat einen einfachen Weg gefunden, die Landbevölkerung vor den Dickhäutern zu schützen: Sie verschickt Warnhinweise per SMS. Mehr

20.11.2014, 22:30 Uhr | Gesellschaft
Griechenland-Gespräche Gläubiger verlangen deutliche Nachbesserungen

Griechenland verhandelt mit seinen Geldgebern über die Auszahlung weiterer Finanzhilfen. Mit den Reformvorschlägen aus Athen sind die Gläubiger aber noch bei weitem nicht zufrieden. Sie verlangen härtere Maßnahmen. Mehr

29.03.2015, 11:41 Uhr | Wirtschaft
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 08.01.2013, 19:14 Uhr

Heikle Geheimnisse

Von Joachim Jahn

Der Flugzeug-Absturz über Südfrankreich hat eine Debatte um die ärztliche Schweigepflicht entfacht. Eine Idee klingt bedenkenswert. Mehr 1 1


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --

Grafik des Tages Gründer auf dem Rückzug

Der Sprung in die Selbständigkeit übt hierzulande einen immer geringeren Reiz aus. Immer seltener gründen Deutsche einen eigenen Betrieb. Mehr

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden