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Vier Billionen Dollar Mehr giftige Wertpapiere als gedacht

07.04.2009 ·  Das Volumen an toxischen Wertpapieren in den Bilanzen von Banken und Versicherungen könnte auf 4 Billionen Dollar gewachsen sein - deutlich mehr als bislang erwartet. Das geht anscheinend aus einer revidierten Schätzung des Internationalen Währungsfonds hervor.

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Das Volumen an toxischen Wertpapieren in den Bilanzen von Banken und Versicherungen könnte einem Zeitungsbericht zufolge auf 4 Billionen Dollar gewachsen sein. Diese Schätzung werde der Internationale Währungsfonds (IWF) bei seinem nächsten Bericht zur Lage der Weltwirtschaft am 21. April voraussichtlich nennen, berichtet die britische Zeitung „The Times“ (Dienstagausgabe) ohne Angabe von Quellen. Im Januar hatte der IWF den Umfang der „vergifteten“ Papiere in den Vereinigten Staaten auf 2,2 Billionen Dollar veranschlagt.

Diese Schätzung für die Vereinigten Staaten dürfte nun auf 3,1 Billionen Dollar angehoben werden, schreibt die Zeitung. Hinzu komme ein Volumen von rund 900 Milliarden Dollar für inzwischen toxische Wertpapiere, die in Europa und Asien emittiert wurden.

„Stresstests“ gehen in die heiße Phase

Derweil gehen die von der amerikanischen Regierung angekündigten „Stresstests“ für die größten amerikanischen Banken laut Medienberichten in ihre heiße Phase. Die Tests sollen die Stabilität der 19 führenden amerikanischen Finanzhäuser für den Fall einer weiteren Verschlechterung der Konjunktur untersuchen. Bankenaufseher wollten sich in dieser Woche treffen, um die Auswertung der Ergebnisse zu diskutieren, berichtete unter anderem das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf Insider.

Der amerikanische Finanzminister Timothy Geithner drohte besonders schwachen Banken bereits einen Chefwechsel an. Die Regierung erwäge dies bei Instituten, die nochmals „außergewöhnliche“ Hilfen der Regierung benötigten, sagte er in einem TV-Interview. Die Warnung wird in der Branche sehr ernst genommen: Das Weiße Haus wechselte bereits die Spitzen des staatlich gestützten Versicherers AIG und der Hypotheken-Finanzierer Fannie Mae und Freddie Mac aus. Erst vor einer Woche hatte zudem General-Motors-Chef Rick Wagoner auf Druck der Regierung seinen Hut nehmen müssen.

Die „Stresstests“ sollen über Finanzanalysen und Rechenmodelle ermitteln, ob die Banken auch bei einem weiteren Anstieg der Arbeitslosigkeit und nochmals sinkenden Immobilienpreisen überleben können oder weitere Hilfen benötigen. Die Belastungstests und ihre Auswertungen unter Führung der Notenbank Federal Reserve (Fed) sollen bis Ende April abgeschlossen werden, hieß es bisher.

Mit Spannung werden daher auch die ab nächster Woche anstehen Quartalszahlen der amerikanischen Banken erwartet. Den Auftakt machen Goldman Sachs, J.P. Morgan Chase und die Citigroup, eine der weltweit am schwersten von der Finanzkrise getroffenen Banken.

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Von Heike Göbel

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