07.01.2013 · Der Berliner Flughafen braucht ein paar Jahre länger als geplant. Aber das ist nichts Neues. Der Kölner Dom, Versailles, selbst ein simpler Leuchtturm - sie alle blieben weit hinter ihrem Zeitplan. Am Ende findet sich trotzdem irgendeine Verwendung. Und sei’s als Freizeitpark.
Von Natascha Lenz und Ursula ScheerRichtlinien für Lesermeinungen
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Geht es Bergab.
Und verschärft seit deren Regirungsbeteiligung der Grünen.
Auch private Großprojekte scheitern sehr häufig am Zeitplan
Sowas erlebt man im Kleinen doch auch sehr häufig im Unternehmen.
Die Einführung einer neuen Software erfolgt nie in dem vorgegebenen
Zeit- und Geldrahmen. Nur dort interessiert's die breite
Öffentlichkeit nicht, da es privates Geld ist.
Aber dieses Thema bietet halt eine schöne Angriffsfläche
fürs Politikerbashing.
kann ich von 2 weiteren schönen Endlosprojekten berichten.
1. Der desaströse und total überflüssige Bau einer
Mini-U-Bahnstrecke und der Altstadt hindurch von Nord nach Süd (und
natürlich umgekehrt) inkl. schiefer Kirchetürme, rissiger
Wohnhäuser und abgestürztem Stadtarchiv.
2. Das genauso unsinnige ebenfalls Unsummen verschlingende Dach für
die A1 im Westen der Stadt.
Ich weiß schon gar nicht mehr wann das begonnen hat und wann es
endet sowieso nicht.
Für so etwas hat man Geld, welches nicht vorhanden ist...
Im Moment gibt dafür es in Köln kaum noch eine Brücke,
die für LKWs geeignet ist
Was unterscheidet einen grünen Fahrradschuppen von einem Atomkraftwerk/Flughafen!
Es gibt eine nette Parabel zu der o.a. Frage.
.
Antwort: Geh mit dem ausgeklügelten Bauplänen eines
Fahrradschuppens für 1.500€ zum Vorstand / ins Parlament / in
den Rat und du wirst unendlichen Widerspruch, Änderungswünsche
und Rummäkeln ernten. Wenigsten die Farbe must du ändern.
.
Denn, einen Fahrradschuppen kann jeder bauen.
.
Nehme die unfertigen Pläne eines AKWs, einer Philharmonie, eines
Flughafens, eines Tiefbahnhofs und kosten > 1 Milliarde mit in die
gleichen Gremien, dann bekommst du sehr schnell ein JA ohne einen
einzigen Abstrich!
.
Denn, die Entscheidungsträger haben Ehrfurcht vor deiner Expertise
und trauen sich nicht, dir dort rein zu reden!
.
####
Ist leider nicht von mir, triff aber m.M.n zu 100% auf die deutsche
Wirklichkeit zu :-((
.
Meint
Sikasuu
.
Ps. Die einzige Änderung bei der Annahme des BGBs, 1899, ein
Jahrhundertwerk der Rechtsgeschichte, 1.1.1900 in Kraft getreten, war
die im Wildschadensbereich, das Hasen keinen Wildschaden verusachen
können! ;-)))
Kölsche Krankheit: "Beraterverträge" statt Bauleistung - der diskrete Charme der Grossprojekte
Kleine Projekt werden penibel geprüft, Grossprojekte jedoch selbst
in klammen Kommunen durchgewunken. Den Grund für das paradoxe
Verhalten offenbart das rheinische Köln:
"Klüngel" heißt dort die Korruptionsszene.
Ob überdimensionierte Müllverbrennungsanlage,
kostenträchtige U-Bahn-Erweiterungen oder dubiose
Finanzierungsmodelle im Veranstaltungs- oder Messegeschäft:
Stets nähren die Projekte Berater, Verhandler,
Postenschnorrer+Spesengaukler. Gerne mit anschließendem
Seitenwechsel von öffentl.Hand zur Wirtschaft.
Die Kosten der Selbstbedienungsprojekte sprengen regelmäßig
den Planrahmen. Allerdings bleibt ungewiss, welcher Kostenanteil
überhaupt zu Bausubstanz wurde.
Schlagzeilen machte die U-Bahn-Erweiterung:
Fehlende Armierung im Beton,ein einsinkender Kirchturm, danach
tödlich veschüttete Hausbewohner beim Tunnelbau. Sogar das
Stadtarchiv versank zertrümmert in der Baugrube...
Verantwortlich ? Niemand . Der Klüngel übt ein paar
Krokodilstränchen. Das war´s.
Bitte nicht so ungerecht sein!
Das ehemalige Ministerpräsidenten / Bundeskanzler /Aussen- uns
XYZminister Positionen bei Elektro- , Bau- , Energie- und Gasfirmen
bekommen hat einzig und allein was mit ihrer im AMT erwordenen Expertise
und dem begleitenden Fachwissen(1) zu tun!
.
Ehre wem Ehre gebührt!
.
Solch Leute die nix gelernt haben, N.Blüm z.B (ExSchlosser) werden
dann Märchenonkel, Geisler der immer auf Ausgleich aus war, Schlichter......
.
Jedem das was er kann.
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Meint
Sikasuu
.
(1) Die Fähigkeiten der o.a. Spezialisten möchte ich, um die
Moderation nicht in verlegenheit zu bringen, nicht wieter ausführen :)
Sehnse - DAS nennt man Dialektik. Flughafenbau BER ja, Fertigstellung BER nein = Lärmschutz auf Jahre: Man lässt einfach den Stadthalter Klaus Gutso und seinen Platschke losbauen. Und - zack - sofortiger Lärmschutz mangels Flugbewegungen. In den geplanten Ein- und Ausflugschneisen geht langsam der Schampus aus.
Die Kölner haben eine gute Ausrede für ihren Dom
Nämlich die absolut nachvollziehbare, dass der Dombaumeister
während einer seiner Kontrollgänge, Gleichgewicht und Halt auf
dem Gerüste verlierend, auf eine Weise zu Boden sank, die ihm sein
Leben kostete. Danach ging Jahrhunderte nicht mehr viel bis gar nichts
mehr, denn mit dem Baumeister ist gewissermaßen auch die gesamte
Planung und Konstruktion abgestürzt und die wussten beim besten
Willen nicht, wie es weitergehen soll.
Von solchen Problemen, dass alles an einem hängt und wenn der
wegfällt nichts mehr geht, sollte man heute angesichts des
Bildungsstandes nicht mehr ausgehen müssen.
Umso katastrophaler die offensichtliche Unfähigkeit von Bund und
Ländern selbst kleinere Großprojekte vernünftig
umzusetzen. Während solche Großprojekte früher also zu
Ramses II oder des Sonnenkönigs Zeiten meist eine reine Geldfrage
waren, darf man in der heutigen aufgeklärten Wissenschaftszeit
schon froh sein, wenn die Politiker überhaupt irgendein Projekt und
mit den dreifachen Kosten hinbekommen.
Kalkar ist doch ein Musterbeispiel!
Das ÜBERGROSSE Shoppingcenter in BER kann man auch ohne den
angehängten schon zu kleinen Flughafen in Betrieb nehmen. Landebahn
und Hallen sind anders verwendbar. Logistk, Autorennen,
Skateboardpark...... und aus dem Rest fällt doch bestimmt noch ein
kleiner Verkehrslandeplatz für die Privatflieger ab:-)
.
Meint
Sikasuu
.
Ps. Berlin in Fliegern < 20 Plätze an zu fliegen ist HEUTE ein
GRAUS. Da wäre eine Zweitverwendung von BER richtige
Wirtschaftsföderung und vielleich auch kostendeckend. :-)
Mit dem "Doofmichl" immer zu machen
Verfällt die FAZ schon in Fatalismus?
Die Menschen in Berlin und Brandenburg haben auch kaum einen Schaden von
der Bauverzögerung.
Zum einen, weil dieser Flughafen größtenteils von
außerhalb bezahlt wird, zum anderen, weil er schlichtweg nicht
gebraucht wird.
"Wowi und Platzeck" und all die anderen Ganoven (Beck usw.)
gelten weiterhin als die allseits beliebten Versorger und Kümmerer,
die ihre Bürger immer schön loben und vor den Härten der
schlimmen kapitalistischen Welt bewahren!
Wutbürger würden die Bürger dort nur werden, wenn Brot
und Spiele reduziert würden. Wenn ich es mir richtig überlege,
ist der Begriff Bürger in diesem Zusammenhang eigentlich ein
absuluter Witz.
der kölsche spruch: et hätt noch immer jot jejange trifft
für die
einkünfte von politikern in aufsichtsräten natürlich zu.
nur für
die armen steuerzahler, die wie immer verschaukelt werden,
wohl eher nicht.
Dombauherr Wowi ficht das nicht an!
Als Berlinerin plädiere ich für die Errichtung einer schicken überdachten Bushaltestelle für den Zubringer nach MUN oder FRA. Das kommt billiger und geht schneller. Aber unseren "Dombauherrn" Wowi ficht das nicht an.
Ist der Willy-Brand-Schutz-Flughafen eine Kirche, Schloss oder sollte er
ein Wirtschaftunternehmen werden?
Das sind und bleiben verschwendete Steuergelder.
Wenn die Kirche solch einen Mist baut kann massenhaft ausgetreten werden.
Bei Krupp sorgten die Fehlplanungen, dass die Manager gehen mußten
aber auch im Stahlodrom bleibt der Chefaufseher Cromme noch ein seinem
Sitz kleben.
Warten wir mal ab wann S21 in ganz Deutschland bekämpft wird.
Äpfel und Birnen vergleichen ...
Äpfel und Birnen vergleichen ist NIX im Vergleich zu dem Rollgriff,
mit dem die Autorinnen eine Obst- und Gemüseabteilung
ausgeräumt haben. Und dann vergleichen die beiden, dass es kracht
als bisse man in die Rote Möhre Leuchtturm. Jaja, in Brandenburg
geht eine schwerere See als vor Helgoland. So erklären sich die
Bauverzögerungen.
Und natürlich muss eine eigene Bauhütte den inzwischen durch
altersbedingte Schäden reparaturbedürftigen Fliegerhorst in
Spe stets runderneuern wie den Dom zu Kölle die seine.
Wenn aber der BER einst doch und wider Erwarten fertiggestellt
würde, flöge er einfach davon. Lüde in Hamburg die
unfertige Albphilharmonie auf und schwöbte nach Stuttgart, um die
genannten 21 Milliarden in die Grube-Grube flutschen zu sehen. Wollen
wir das wirklich?
Wie jetzt? »Schwöbte« sei kein Konjunktiv? Doch. Nur
noch nicht ganz fertig.
Der korrekte Konjunktiv von schweben ...
... ist daoch aber "schwüb" ...
Ich sehe hier große Parallenen zum Bahn-Projekt Stuttgart 21.
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 07.01.2013 16:42 UhrVielen Dank
Hallo Sikasuu,
ich danke Ihnen für Ihre differenzierte Antowrt. In weiten Teilen
muss ich zustimmen.
Die Parallelen sehe ich vor allem in der Art und Weise, wie immer nur
häppchenweise die Wahrheit ans Licht kommt - auch wenn die
Rahmenbedingungen andere sein mögen.
NEIN das ist bei S21 ganz anders!
BER, die Philharmonie in HH und S21 darf man so nicht vergleichen!
Die Bahn UND die politische Verantwortlichen haben vor der Wahl / der
Volksabstimmung zu S21 versprochen, IHR Ehrenwort gegeben........
.
... das S21 das "bestgeplanteste" Bauvorhaben Deutschlands ist
und der Finanzrahmen von 4,xy Miliarden Euro unter allen Umständen
eingehalten wird!
.
Stand auch in dieser Zeitung. (Link hier leider nicht gern gesehen)
.
Weiss
Sikasuu
.
Ps. Da gab es mal einenPolitiker genannt "Münthe" der
sagte in einer ehrlichen Stunde:
Zitat " Es ist unfair Politiker an Ihner Wahlversprechungen zu
messen!" Zitat Ende :(
Der Steuerzahler zahlt doch alles...
Mal abgesehen von den historischen Beispielen, die im Artikel
aufgeführt werden - bei den neuen Bauwerken handelt es sich
ausschließlich um vom Staat (oder staatsnahen Eignern wie der
Bahn) initierten Bauvorhaben. Und die gehen fast alle schief, das
heißt, die Zeitvorgaben werden unglaublich überschritten und
die Kostenvoranschläge noch mehr. Von großen privaten Bauten
hört man ähnliches nie.
Da ist doch die Vermutung sehr naheliegend, dass solche Kleinigkeiten
wie Geld oder Zeitplanung den Staat als Bauherrn wenig kümmern.
Denn das Geld ist ja nicht sein eigenes, das holt er sich vom
Steuerzahler, und Zeit spielt keine Rolle, da auch dafür der
Bürger blechen muss.
Ein privater Bauherr wird sich mehrere Firmen heranholen und
Kostenvoranschläge machen lassen. Macht das der Staat auch? Oder
guckt der sich nur bei "guten Freunden" um, denen er zu einem
garantierten Super-Einkommen verhelfen will? Und dann geht die
Schlamperei los. Den Schaden tragen wir alle, nur nicht die Politiker.
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