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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Verzögerungen bei Großprojekten Et hätt noch immer jot jejange

 ·  Der Berliner Flughafen braucht ein paar Jahre länger als geplant. Aber das ist nichts Neues. Der Kölner Dom, Versailles, selbst ein simpler Leuchtturm - sie alle blieben weit hinter ihrem Zeitplan. Am Ende findet sich trotzdem irgendeine Verwendung. Und sei’s als Freizeitpark.

Artikel Bilder (7) Lesermeinungen (19)

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Klaus Letis

Seit dem Auftreten der 68er

Geht es Bergab.
Und verschärft seit deren Regirungsbeteiligung der Grünen.

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Johannes Grün
Johannes Grün (ppjjll) - 08.01.2013 08:27 Uhr

Auch private Großprojekte scheitern sehr häufig am Zeitplan

Sowas erlebt man im Kleinen doch auch sehr häufig im Unternehmen. Die Einführung einer neuen Software erfolgt nie in dem vorgegebenen Zeit- und Geldrahmen. Nur dort interessiert's die breite Öffentlichkeit nicht, da es privates Geld ist.

Aber dieses Thema bietet halt eine schöne Angriffsfläche fürs Politikerbashing.

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Oliver Safarowsky

Aus Kölle

kann ich von 2 weiteren schönen Endlosprojekten berichten.
1. Der desaströse und total überflüssige Bau einer Mini-U-Bahnstrecke und der Altstadt hindurch von Nord nach Süd (und natürlich umgekehrt) inkl. schiefer Kirchetürme, rissiger Wohnhäuser und abgestürztem Stadtarchiv.

2. Das genauso unsinnige ebenfalls Unsummen verschlingende Dach für die A1 im Westen der Stadt.
Ich weiß schon gar nicht mehr wann das begonnen hat und wann es endet sowieso nicht.

Für so etwas hat man Geld, welches nicht vorhanden ist...
Im Moment gibt dafür es in Köln kaum noch eine Brücke, die für LKWs geeignet ist

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fred meier
fred meier (Sikasuu) - 07.01.2013 19:12 Uhr

Was unterscheidet einen grünen Fahrradschuppen von einem Atomkraftwerk/Flughafen!

Es gibt eine nette Parabel zu der o.a. Frage.
.
Antwort: Geh mit dem ausgeklügelten Bauplänen eines Fahrradschuppens für 1.500€ zum Vorstand / ins Parlament / in den Rat und du wirst unendlichen Widerspruch, Änderungswünsche und Rummäkeln ernten. Wenigsten die Farbe must du ändern.
.
Denn, einen Fahrradschuppen kann jeder bauen.
.
Nehme die unfertigen Pläne eines AKWs, einer Philharmonie, eines Flughafens, eines Tiefbahnhofs und kosten > 1 Milliarde mit in die gleichen Gremien, dann bekommst du sehr schnell ein JA ohne einen einzigen Abstrich!
.
Denn, die Entscheidungsträger haben Ehrfurcht vor deiner Expertise und trauen sich nicht, dir dort rein zu reden!
.
####
Ist leider nicht von mir, triff aber m.M.n zu 100% auf die deutsche Wirklichkeit zu :-((
.
Meint
Sikasuu
.
Ps. Die einzige Änderung bei der Annahme des BGBs, 1899, ein Jahrhundertwerk der Rechtsgeschichte, 1.1.1900 in Kraft getreten, war die im Wildschadensbereich, das Hasen keinen Wildschaden verusachen können! ;-)))

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Klaus Wege
Klaus Wege (covenants) - 07.01.2013 17:36 Uhr

Kölsche Krankheit: "Beraterverträge" statt Bauleistung - der diskrete Charme der Grossprojekte

Kleine Projekt werden penibel geprüft, Grossprojekte jedoch selbst in klammen Kommunen durchgewunken. Den Grund für das paradoxe Verhalten offenbart das rheinische Köln:
"Klüngel" heißt dort die Korruptionsszene.
Ob überdimensionierte Müllverbrennungsanlage, kostenträchtige U-Bahn-Erweiterungen oder dubiose Finanzierungsmodelle im Veranstaltungs- oder Messegeschäft:
Stets nähren die Projekte Berater, Verhandler, Postenschnorrer+Spesengaukler. Gerne mit anschließendem Seitenwechsel von öffentl.Hand zur Wirtschaft.
Die Kosten der Selbstbedienungsprojekte sprengen regelmäßig den Planrahmen. Allerdings bleibt ungewiss, welcher Kostenanteil überhaupt zu Bausubstanz wurde.
Schlagzeilen machte die U-Bahn-Erweiterung:
Fehlende Armierung im Beton,ein einsinkender Kirchturm, danach tödlich veschüttete Hausbewohner beim Tunnelbau. Sogar das Stadtarchiv versank zertrümmert in der Baugrube...
Verantwortlich ? Niemand . Der Klüngel übt ein paar Krokodilstränchen. Das war´s.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 07.01.2013 19:24 Uhr
fred meier
fred meier (Sikasuu) - 07.01.2013 19:24 Uhr

Bitte nicht so ungerecht sein!

Das ehemalige Ministerpräsidenten / Bundeskanzler /Aussen- uns XYZminister Positionen bei Elektro- , Bau- , Energie- und Gasfirmen bekommen hat einzig und allein was mit ihrer im AMT erwordenen Expertise und dem begleitenden Fachwissen(1) zu tun!
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Ehre wem Ehre gebührt!
.
Solch Leute die nix gelernt haben, N.Blüm z.B (ExSchlosser) werden dann Märchenonkel, Geisler der immer auf Ausgleich aus war, Schlichter......
.
Jedem das was er kann.
.
Meint
Sikasuu
.
(1) Die Fähigkeiten der o.a. Spezialisten möchte ich, um die Moderation nicht in verlegenheit zu bringen, nicht wieter ausführen :)

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Karl S. Walter

Dialektik

Sehnse - DAS nennt man Dialektik. Flughafenbau BER ja, Fertigstellung BER nein = Lärmschutz auf Jahre: Man lässt einfach den Stadthalter Klaus Gutso und seinen Platschke losbauen. Und - zack - sofortiger Lärmschutz mangels Flugbewegungen. In den geplanten Ein- und Ausflugschneisen geht langsam der Schampus aus.

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Roland Magiera

Die Kölner haben eine gute Ausrede für ihren Dom

Nämlich die absolut nachvollziehbare, dass der Dombaumeister während einer seiner Kontrollgänge, Gleichgewicht und Halt auf dem Gerüste verlierend, auf eine Weise zu Boden sank, die ihm sein Leben kostete. Danach ging Jahrhunderte nicht mehr viel bis gar nichts mehr, denn mit dem Baumeister ist gewissermaßen auch die gesamte Planung und Konstruktion abgestürzt und die wussten beim besten Willen nicht, wie es weitergehen soll.

Von solchen Problemen, dass alles an einem hängt und wenn der wegfällt nichts mehr geht, sollte man heute angesichts des Bildungsstandes nicht mehr ausgehen müssen.

Umso katastrophaler die offensichtliche Unfähigkeit von Bund und Ländern selbst kleinere Großprojekte vernünftig umzusetzen. Während solche Großprojekte früher also zu Ramses II oder des Sonnenkönigs Zeiten meist eine reine Geldfrage waren, darf man in der heutigen aufgeklärten Wissenschaftszeit schon froh sein, wenn die Politiker überhaupt irgendein Projekt und mit den dreifachen Kosten hinbekommen.

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fred meier
fred meier (Sikasuu) - 07.01.2013 15:23 Uhr

Kalkar ist doch ein Musterbeispiel!

Das ÜBERGROSSE Shoppingcenter in BER kann man auch ohne den angehängten schon zu kleinen Flughafen in Betrieb nehmen. Landebahn und Hallen sind anders verwendbar. Logistk, Autorennen, Skateboardpark...... und aus dem Rest fällt doch bestimmt noch ein kleiner Verkehrslandeplatz für die Privatflieger ab:-)
.
Meint
Sikasuu
.
Ps. Berlin in Fliegern < 20 Plätze an zu fliegen ist HEUTE ein GRAUS. Da wäre eine Zweitverwendung von BER richtige Wirtschaftsföderung und vielleich auch kostendeckend. :-)

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hans müller

Mit dem "Doofmichl" immer zu machen

Verfällt die FAZ schon in Fatalismus?
Die Menschen in Berlin und Brandenburg haben auch kaum einen Schaden von der Bauverzögerung.
Zum einen, weil dieser Flughafen größtenteils von außerhalb bezahlt wird, zum anderen, weil er schlichtweg nicht gebraucht wird.
"Wowi und Platzeck" und all die anderen Ganoven (Beck usw.) gelten weiterhin als die allseits beliebten Versorger und Kümmerer, die ihre Bürger immer schön loben und vor den Härten der schlimmen kapitalistischen Welt bewahren!
Wutbürger würden die Bürger dort nur werden, wenn Brot und Spiele reduziert würden. Wenn ich es mir richtig überlege, ist der Begriff Bürger in diesem Zusammenhang eigentlich ein absuluter Witz.

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Otto Kaldrack

großprojekte

der kölsche spruch: et hätt noch immer jot jejange trifft für die
einkünfte von politikern in aufsichtsräten natürlich zu. nur für
die armen steuerzahler, die wie immer verschaukelt werden,
wohl eher nicht.

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Barbara Kirschen

Dombauherr Wowi ficht das nicht an!

Als Berlinerin plädiere ich für die Errichtung einer schicken überdachten Bushaltestelle für den Zubringer nach MUN oder FRA. Das kommt billiger und geht schneller. Aber unseren "Dombauherrn" Wowi ficht das nicht an.

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Christiane Wolf

Hinkende Vergleiche

Ist der Willy-Brand-Schutz-Flughafen eine Kirche, Schloss oder sollte er ein Wirtschaftunternehmen werden?
Das sind und bleiben verschwendete Steuergelder.
Wenn die Kirche solch einen Mist baut kann massenhaft ausgetreten werden.
Bei Krupp sorgten die Fehlplanungen, dass die Manager gehen mußten aber auch im Stahlodrom bleibt der Chefaufseher Cromme noch ein seinem Sitz kleben.
Warten wir mal ab wann S21 in ganz Deutschland bekämpft wird.

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Karl S. Walter

Äpfel und Birnen vergleichen ...

Äpfel und Birnen vergleichen ist NIX im Vergleich zu dem Rollgriff, mit dem die Autorinnen eine Obst- und Gemüseabteilung ausgeräumt haben. Und dann vergleichen die beiden, dass es kracht als bisse man in die Rote Möhre Leuchtturm. Jaja, in Brandenburg geht eine schwerere See als vor Helgoland. So erklären sich die Bauverzögerungen.

Und natürlich muss eine eigene Bauhütte den inzwischen durch altersbedingte Schäden reparaturbedürftigen Fliegerhorst in Spe stets runderneuern wie den Dom zu Kölle die seine.

Wenn aber der BER einst doch und wider Erwarten fertiggestellt würde, flöge er einfach davon. Lüde in Hamburg die unfertige Albphilharmonie auf und schwöbte nach Stuttgart, um die genannten 21 Milliarden in die Grube-Grube flutschen zu sehen. Wollen wir das wirklich?

Wie jetzt? »Schwöbte« sei kein Konjunktiv? Doch. Nur noch nicht ganz fertig.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 07.01.2013 15:28 Uhr
René Artois

Der korrekte Konjunktiv von schweben ...

... ist daoch aber "schwüb" ...

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Closed via SSO

Wie in Stuttgart

Ich sehe hier große Parallenen zum Bahn-Projekt Stuttgart 21.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 07.01.2013 16:42 Uhr
Closed via SSO

Vielen Dank

Hallo Sikasuu,

ich danke Ihnen für Ihre differenzierte Antowrt. In weiten Teilen muss ich zustimmen.

Die Parallelen sehe ich vor allem in der Art und Weise, wie immer nur häppchenweise die Wahrheit ans Licht kommt - auch wenn die Rahmenbedingungen andere sein mögen.

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fred meier
fred meier (Sikasuu) - 07.01.2013 15:31 Uhr

NEIN das ist bei S21 ganz anders!

BER, die Philharmonie in HH und S21 darf man so nicht vergleichen!

Die Bahn UND die politische Verantwortlichen haben vor der Wahl / der Volksabstimmung zu S21 versprochen, IHR Ehrenwort gegeben........
.
... das S21 das "bestgeplanteste" Bauvorhaben Deutschlands ist und der Finanzrahmen von 4,xy Miliarden Euro unter allen Umständen eingehalten wird!
.
Stand auch in dieser Zeitung. (Link hier leider nicht gern gesehen)
.
Weiss
Sikasuu
.
Ps. Da gab es mal einenPolitiker genannt "Münthe" der sagte in einer ehrlichen Stunde:
Zitat " Es ist unfair Politiker an Ihner Wahlversprechungen zu messen!" Zitat Ende :(

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Helga Zießler

Der Steuerzahler zahlt doch alles...

Mal abgesehen von den historischen Beispielen, die im Artikel aufgeführt werden - bei den neuen Bauwerken handelt es sich ausschließlich um vom Staat (oder staatsnahen Eignern wie der Bahn) initierten Bauvorhaben. Und die gehen fast alle schief, das heißt, die Zeitvorgaben werden unglaublich überschritten und die Kostenvoranschläge noch mehr. Von großen privaten Bauten hört man ähnliches nie.
Da ist doch die Vermutung sehr naheliegend, dass solche Kleinigkeiten wie Geld oder Zeitplanung den Staat als Bauherrn wenig kümmern. Denn das Geld ist ja nicht sein eigenes, das holt er sich vom Steuerzahler, und Zeit spielt keine Rolle, da auch dafür der Bürger blechen muss.
Ein privater Bauherr wird sich mehrere Firmen heranholen und Kostenvoranschläge machen lassen. Macht das der Staat auch? Oder guckt der sich nur bei "guten Freunden" um, denen er zu einem garantierten Super-Einkommen verhelfen will? Und dann geht die Schlamperei los. Den Schaden tragen wir alle, nur nicht die Politiker.

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