Home
http://www.faz.net/-gqg-74ngg
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER
easyfolio

Vermögensverteilung Die Bundesregierung ändert ihren Armutsbericht

Der Entwurf für den Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung ist bei den anderen Ministerien nicht in allen Punkten gut angekommen. Vor der Veröffentlichung sind offenbar einige Sätze geändert worden.

Die Bundesregierung hat ihren Armuts- und Reichtumsbericht einem Bericht zufolge in einigen Passagen entschärft. Wie die „Süddeutsche Zeitung“ am Mittwoch berichtete, ist etwa die Aussage „Die Privatvermögen in Deutschland sind sehr ungleich verteilt“ in der Einleitung des Regierungsdokuments nicht mehr zu finden. Dies gehe aus einem Vergleich des Entwurfs mit der überarbeiteten Fassung vom 21. November hervor, die der Zeitung nach eigenen Angaben vorliegt.

Den Bericht, der derzeit den Verbänden vorliegt, soll das Kabinett möglichst noch in diesem Jahr billigen. Die erste Fassung der amtlichen Analyse, die das Bundesarbeitsministerium alle vier Jahre erstellt, war Mitte September an die anderen Ressorts gegangen.

Einige Sätze zur Lohnentwicklung fehlen

Zwei Monate später fehlen laut dem Bericht nun bestimmte Sätze, mit denen die Beamten des Ministeriums von Ursula von der Leyen (CDU) einen durchaus kritischen Blick auf die Republik warfen. Dazu zählen offenbar auch Aussagen zur Lohnentwicklung.

In der ersten Variante stand demnach: „Während die Lohnentwicklung im oberen Bereich positiv steigend war, sind die unteren Löhne in den vergangenen zehn Jahren preisbereinigt gesunken. Die Einkommensspreizung hat zugenommen.“ Diese verletze „das Gerechtigkeitsempfinden der Bevölkerung“.

Mehr zum Thema

Stattdessen wird nun angeführt, dass sinkende Reallöhne „Ausdruck struktureller Verbesserungen“ am Arbeitsmarkt seien. Denn zwischen 2007 und 2011 hätten Erwerbslose durch die Schaffung neuer Vollzeitjobs im unteren Lohnbereich eine Arbeit bekommen.

Quelle: FAZ.net / AFP

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Modellautoaffäre Die Causa Haderthauer wird aufgearbeitet

In München nimmt der Untersuchungsausschuss zur sogenannten Modellautoaffäre seine Arbeit auf. Auch die Staatsanwaltschaft ermittelt weiter gegen die ehemalige bayerische Staatskanzleichefin Haderthauer. Mehr

04.12.2014, 09:41 Uhr | Politik
Unfertig Kritik an Dobrindts Mautplänen

Verkehrsverbände und Opposition halten die Mautpläne der Bundesregierung weiter für unfertig. Obwohl die Maut-Sätze gegenüber dem ersten Konzept leicht erhöht werden sollen, zweifeln Kritiker, ob sich die Pläne wirklich rechnen. Mehr

15.12.2014, 10:34 Uhr | Politik
Rüstungsgeschäft mit Hellas Rheinmetall gibt Bestechung zu

Der Rüstungskonzern Rheinmetall zahlt 37 Millionen Euro und gibt zu, griechische Behörden bestochen zu haben. Außerdem muss der Konzern aus einem bestimmten Grund weitere Millionen an den Fiskus zahlen. Mehr

10.12.2014, 17:57 Uhr | Wirtschaft
Ebola Forscher entwickeln Impfstoff und Schnelltest

Forscher in Lausanne haben Tests mit einem Impfstoff gegen Ebola begonnen. Erste Ergebnisse sollen im Januar vorliegen. Mehr

05.11.2014, 14:07 Uhr | Wissen
Erbschaftsteuer Die Frage der Gerechtigkeit

Das Verfassungsgericht erlaubt, dass Unternehmen in der Erbschaftsteuer bevorzugt werden. Ist das gerecht? Darüber sind sich nicht einmal die Richter einig. Mehr Von Maximilian Weingartner

17.12.2014, 15:10 Uhr | Wirtschaft
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 28.11.2012, 07:37 Uhr

Gabriels Ente

Von Jan Grossarth

Sigmar Gabriel entsagt der Ente aus Massenhaltung. Das ist gut für die Ente - doch auch ziemlich arrogant, den Entenbraten der meisten Wähler „Mist“ zu nennen. Mehr


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --

Grafik des Tages In Griechenland wird die Arbeit wieder teurer

Jahrelang sanken in Griechenland die Arbeitskosten. Diese Entwicklung scheint nun am Ende zu sein, im vergangenen Quartal stiegen sie erstmals seit 4 Jahren wieder deutlich an. Mehr

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden