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Vermögensstudie des DIW Männlich, westdeutsch, reich

07.11.2007 ·  Die reichsten zehn Prozent der Deutschen besitzen fast zwei Drittel des Vermögens. Das zeigt eine neue Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung. Arm ist im Durchschnitt, wer weiblich ist, in Ostdeutschland wohnt und einen Migrationshintergrund hat.

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Die reichsten zehn Prozent der Deutschen besitzen fast zwei Drittel des Vermögens, die ärmste Hälfte dagegen fast nichts. Das zeigt eine am Mittwoch veröffentlichte Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) zur Vermögensverteilung in Deutschland. Grundlage ist die Vermögenserhebung im Rahmen des sozio-ökonomischen Panels (SOEP). Dazu werden seit 1984 jährlich dieselben Haushalte nach ihrer sozialen
und wirtschaftlichen Lage befragt.

Danach verfügen die Deutschen über ein Gesamtvermögen von 5,4 Billionen Euro. Dazu zählen Ersparnisse, Wohneigentum, Rentenansprüche und Versicherungen, zudem Sammlungen von Kunstwerken oder Briefmarken. Im Durchschnitt wären dies 81.000 Euro für jeden Deutschen. Mehr als die Hälfte der Bürger über 17 Jahren besaß der Studie zufolge im Jahr 2002 aber so gut wie nichts, sondern nutzte das Einkommen für den Konsum und zur Schuldentilgung.

Verlierer: Ostdeutsche, Migranten und Frauen

Ostdeutsche, Migranten und Frauen sind laut der Erhebung des DIW die Verlierer, was das Vermögen angeht. Westdeutsche besitzen der Erhebung zufolge mit knapp 92.000 Euro mehr als doppelt soviel Vermögen wie Ostdeutsche. Personen mit Migrationshintergrund verfügen sowohl in West- als auch in Ostdeutschland nur über jeweils weniger als die Hälfte des durchschnittlichen Vermögens.

Auch zwischen Männern und Frauen zeigen sich große Unterschiede beim individuellen Nettovermögen. Männer besitzen durchschnittlich rund 96.000 Euro (mittlerer Wert 20.000 Euro), Frauen nur etwa durchschnittlich 67.000 Euro (mittlerer Wert 10.000) Euro. Das höchste Nettovermögen nach Altergruppen besitzt mit knapp 130.000 Euro die Gruppe der 56- bis 65-jährigen.

Der Anteil der Unternehmens- und Vermögenseinkommen am gesamten Volkseinkommen hat von 1996 bis 2006 um knapp 4 Prozentpunkte auf 33,8 Prozent zugenommen.

Quelle: FAZ.NET mit Material von AFP
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01.06.2012 12:36 Uhr
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