11.06.2012 · Die Erholung der Finanz- und Wirtschaftskrise verläuft für Amerika in kleinen Schritten. Aber zeichnet sich durch Obamas Steuererhöhungen schon eine neue, hausgemachte Krise ab?
Von Patrick Welter, WashingtonRichtlinien für Lesermeinungen
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"Steuererhöhungen auf der einen, "Wohlfahrt" und
staatliche Eingriffe auf der anderen Seite - keine guten Grundlagen
für einen gesunden Staat."
Die USA haben seit Reagan genau das Gegenteil gemacht. Steuern massiv
runter, ein Sozialstaat ist nur noch rudimentär vorhanden. Wenn
Ihre Arznei die richtige wäre, würden die USA vor
wirtschaftlicher Kraft kaum laufen können. Aber das Gegenteil ist
der Fall: Eine Wirtschaft mit enormen Aussenhandelsdefizit und eine
Schuldenorgie, die sich gewaschen hat. Wir haben hier tatsächlich
ein ideologisches Problem - nur hat diese Ideologie hat mit Sozialismus
rein gar nichts zu tun.
@Lothar Troeller
Dass Reagan ein Riesenstaatsdefizit hinterlassen hat wissen Sie aber
schon? Clinton hat das deutlich runtergefahren bevor es unter Bush jun.
wieder so richtig anstieg. Zeit, mal so einige Glaubenssätze zu hinterfragen.
Sozial oder gerecht
Menschen sind sozial (oder auch nicht), aber Staaten nicht; die sind gerecht (oder auch nicht). Nach Reagan konnten "die USA vor wirtschaftlicher Kraft kaum laufen." Aber dann hat Bill Clinton - sicher aus guter Absicht - sozial gehandelt und die Banken mehr oder weniger gezwungen, jedem moechtegern Haeuslebauer einen Kredit zu gewaehren. Das ist nun kraeftig in die Hose gegangen. Die Menschen haben sich verspekuliert. Gerecht? Sozial?
Sie Krise dort ist maßgeblich von Ausbeutungskartellen verursacht worden, von den Parteikadern
und der Finanzbranche, denn diese haben die freiheitliche Grundordnung
der USA in wesentlichen Teilen zerstört, indem sie das
Gelddrucken(=Falschmünzerei) zu ihren eigenen Gunsten installiert
haben und den Grundsatz der Haftung für eigene Schulden und eigene
Fehler ausgehebelt haben (siehe dazu auch "Wer ist Schuld an der Überschuldungskrise?").
Das ist zwar nicht klassischer Sozialismus, aber letztlich nur eine
andere Spielart von Diebstahl. Funktionärsfeudalismus, symbiotisch
mit Ausbeutungssyndikaten vernetzt sozusagen.
"Obama hat vier Jahre lang die Sanierung des Staatshaushalts schleifen lassen...
und mit seinen schuldenfinanzierten Konjunkturprogrammen die Misere nur verlängert".
Ersetzt man "Obama" durch "Merkel", sieht man, wie
sich die Bilder gleichen. Überall das gleiche in der Politik.
Sollte die Wahl in Amerika nicht eine Änderung bringen und Obama
weiterhin Präsident bleiben, wird Amerika, genau wie Europa, den
Bach runtergehen. Mit sozialistischen Ideologien, in Real-Politik
umgesetzt, ist es noch nie anders gelaufen. Steuererhöhungen auf
der einen, "Wohlfahrt" und staatliche Eingriffe auf der
anderen Seite - keine guten Grundlagen für einen gesunden Staat.
Man kann nur hoffe, dass genügend amerikanische Wähler das erkennen.
Obama u8nd Merkel
In den USA geht es im Schwerpunkt um eine Binnenkonjunktur plus Stärkung der Sozialleistungen. Das muss allerdings "verkauft" werden. Deutschland muss den Aussenhandel halten und vielleicht steigern. Das machen Unternehmen, die von staatlichen Regelungen gestärkt werden müssen. Die Sozialleistungen sind wahrlich ausreichend.
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