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Mittwoch, 19. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Vereinigte Staaten Der amerikanische Patient

 ·  Die Erholung der Finanz- und Wirtschaftskrise verläuft für Amerika in kleinen Schritten. Aber zeichnet sich durch Obamas Steuererhöhungen schon eine neue, hausgemachte Krise ab?

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Andreas Neubert

@Helga Zießler

"Steuererhöhungen auf der einen, "Wohlfahrt" und staatliche Eingriffe auf der anderen Seite - keine guten Grundlagen für einen gesunden Staat."
 
Die USA haben seit Reagan genau das Gegenteil gemacht. Steuern massiv runter, ein Sozialstaat ist nur noch rudimentär vorhanden. Wenn Ihre Arznei die richtige wäre, würden die USA vor wirtschaftlicher Kraft kaum laufen können. Aber das Gegenteil ist der Fall: Eine Wirtschaft mit enormen Aussenhandelsdefizit und eine Schuldenorgie, die sich gewaschen hat. Wir haben hier tatsächlich ein ideologisches Problem - nur hat diese Ideologie hat mit Sozialismus rein gar nichts zu tun.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 11.06.2012 15:56 Uhr
Andreas Neubert

@Lothar Troeller

Dass Reagan ein Riesenstaatsdefizit hinterlassen hat wissen Sie aber schon? Clinton hat das deutlich runtergefahren bevor es unter Bush jun. wieder so richtig anstieg. Zeit, mal so einige Glaubenssätze zu hinterfragen.

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Lothar Troeller

Sozial oder gerecht

Menschen sind sozial (oder auch nicht), aber Staaten nicht; die sind gerecht (oder auch nicht). Nach Reagan konnten "die USA vor wirtschaftlicher Kraft kaum laufen." Aber dann hat Bill Clinton - sicher aus guter Absicht - sozial gehandelt und die Banken mehr oder weniger gezwungen, jedem moechtegern Haeuslebauer einen Kredit zu gewaehren. Das ist nun kraeftig in die Hose gegangen. Die Menschen haben sich verspekuliert. Gerecht? Sozial?

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Bryan Hayes
Bryan Hayes (bhayes) - 11.06.2012 15:15 Uhr

Sie Krise dort ist maßgeblich von Ausbeutungskartellen verursacht worden, von den Parteikadern

und der Finanzbranche, denn diese haben die freiheitliche Grundordnung der USA in wesentlichen Teilen zerstört, indem sie das Gelddrucken(=Falschmünzerei) zu ihren eigenen Gunsten installiert haben und den Grundsatz der Haftung für eigene Schulden und eigene Fehler ausgehebelt haben (siehe dazu auch "Wer ist Schuld an der Überschuldungskrise?").
Das ist zwar nicht klassischer Sozialismus, aber letztlich nur eine andere Spielart von Diebstahl. Funktionärsfeudalismus, symbiotisch mit Ausbeutungssyndikaten vernetzt sozusagen.

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Helga Zießler

"Obama hat vier Jahre lang die Sanierung des Staatshaushalts schleifen lassen...

und mit seinen schuldenfinanzierten Konjunkturprogrammen die Misere nur verlängert".

Ersetzt man "Obama" durch "Merkel", sieht man, wie sich die Bilder gleichen. Überall das gleiche in der Politik. Sollte die Wahl in Amerika nicht eine Änderung bringen und Obama weiterhin Präsident bleiben, wird Amerika, genau wie Europa, den Bach runtergehen. Mit sozialistischen Ideologien, in Real-Politik umgesetzt, ist es noch nie anders gelaufen. Steuererhöhungen auf der einen, "Wohlfahrt" und staatliche Eingriffe auf der anderen Seite - keine guten Grundlagen für einen gesunden Staat.
Man kann nur hoffe, dass genügend amerikanische Wähler das erkennen.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 11.06.2012 15:37 Uhr
Günter Jäger

Obama u8nd Merkel

In den USA geht es im Schwerpunkt um eine Binnenkonjunktur plus Stärkung der Sozialleistungen. Das muss allerdings "verkauft" werden. Deutschland muss den Aussenhandel halten und vielleicht steigern. Das machen Unternehmen, die von staatlichen Regelungen gestärkt werden müssen. Die Sozialleistungen sind wahrlich ausreichend.

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Jahrgang 1965, Wirtschaftskorrespondent in Washington.

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