http://www.faz.net/-gqe-8oaop

Trotz Hyperinflation : Venezuelas Regierung zieht größten Schein aus dem Verkehr

  • Aktualisiert am

Mit diesen Scheinen kann man in Venezuela bald nicht mehr bezahlen. Bild: AFP

Die 100-Bolivares-Geldnote ist bald Geschichte. Der venezolanische Präsident vollzieht damit eine Kehrtwende – weil er eine Verschwörung aus dem Ausland wittert.

          Größere Geldscheine, kleinere Geldscheine, was denn nun? Der venezolanische Präsident kann sich offenbar nicht entscheiden. Vor wenigen Tagen hatte Nicolás Maduro noch angekündigt, größere Geldscheine in Umlauf zu bringen: „Wir werden Millionen von 500-Bolívares-Scheinen in Umlauf bringen und danach Millionen von 5000-Bolívares-Scheinen.“ Denn in dem sozialistischen Land hatte die Inflation zuletzt drastisch angezogen.

          Nun hat er sich offenbar entschieden, den bislang größten Geldschein im Wert von 100 Bolívares aus dem Verkehr zu ziehen. Der Schritt sei eine Verteidigungsmaßnahme im Wirtschaftskrieg gegen das südamerikanische Land, sagte Präsident Maduro. Vor allem aus Kolumbien, aber auch aus Deutschland, Tschechien und der Ukraine sei in den vergangenen Jahren gezielt Bargeld aus Venezuela abgezogen worden, um der Wirtschaft des sozialistischen Landes zu schaden. Dahinter stecke das amerikanische Finanzministerium.

          Die Venezolaner sollen nun innerhalb von 72 Stunden ihre 100-Bolívares-Scheine umtauschen oder auf ihre Konten einzahlen. Danach verlieren sie ihren Wert. Er habe die Streitkräfte zudem angewiesen, die Grenzen zu sichern, um zu verhindern, dass aufgekaufte 100-Bolívares-Noten zurück in das Land gelangten, sagte Maduro.

          Wegen der galoppierenden Inflation im Land mit den größten Ölreserven der Welt werden in den kommenden Tagen Scheine im Wert von 500, 1000, 2000, 5000, 10.000 und 20.000 Bolívares in Umlauf gebracht. Auf dem Schwarzmarkt werden derzeit für einen Dollar bis zu 4400 Bolívares gezahlt.

          Weitere Themen

          Kanada legalisiert Kiffen Video-Seite öffnen

          Grünes Licht für Cannabis : Kanada legalisiert Kiffen

          Das neue Gesetz zur Legalisierung der Rauschdroge soll laut Ministerpräsident Trudeau am 17. Oktober in Kraft treten. Kanada betritt damit auch Neuland. Es ist das erste Land der G7-Industrienationen, das Cannabis dem freien Markt zur Verfügung stellt.

          Topmeldungen

          Ilkay Gündogan bei der WM : Löws erster Nachrücker

          Für einen Startelf-Einsatz hat es nicht gereicht: Ilkay Gündogan kommt gegen Schweden nach 30 Minuten für den verletzten Sebastian Rudy ins Team. Auch etwas anderes war erstaunlich – und gleichsam erfreulich.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.