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Wilbur Ross : Amerikas Handelsminister sagt Deutschlandreise kurzfristig ab

  • Aktualisiert am

Wilbur Ross Bild: Reuters

Eigentlich sollte er am Dienstag mit seiner Amtskollegin Zypries über die transatlantischen Wirtschaftsbeziehungen sprechen. Nun schwelt der Handelskonflikt erst mal weiter.

          Der amerikanische Handelsminister Wilbur Ross reist heute nicht nach Deutschland. Er habe seine Reise kurzfristig abgesagt, teilte das Bundeswirtschaftsministerium am Dienstag mit. Gründe wurden zunächst nicht genannt. Ross sollte am Dienstag mit Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) zu einem Gespräch zusammenkommen. Am Abend sollte er auf dem Wirtschaftstag des Wirtschaftsrates der CDU auftreten und zusammen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) über die Zukunft der transatlantischen Wirtschaftsbeziehungen diskutieren.

          Bei den Gesprächen sollte es auch um den seit Monaten schwelenden Handelskonflikt mit den Vereinigten Staaten sowie drohende Strafen gegen europäische und deutsche Stahlproduzenten gehen.

          Im März hatten die Vereinigten Staaten Dumping-Vorwürfe erhoben. Noch im Juni wollte Ross zudem einen Bericht zur Frage vorlegen, ob Stahlimporte auch aus der EU als Bedrohung der nationalen Sicherheit der Vereinigten Staaten eingestuft werden können. Die Bundesregierung weist die Vorwürfe zurück.

          Hintergrund des Konflikts ist die „Amerika zuerst“-Politik des amerikanischen Präsideten Donald Trump. Diese Abschottung gefährdet auch eine gemeinsame Linie der führenden Wirtschaftsmächte. Die G-20-Staats- und Regierungschefs beraten Anfang Juli in Hamburg auf ihrem Gipfel auch über Handelsfragen.

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