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Umweltschutz Bund plant Rußfilter-Pflicht für Kaminöfen

25.11.2007 ·  Millionen Hausbesitzer müssen sich darauf einrichten, ihre Holzöfen nachzurüsten. Kostenpunkt: Rund 1200 Euro. Eine entsprechende Verordnung hat das Umweltministerium erarbeitet. Ein Sprecher bezeichnete die Öfen als „steinzeitliche Dreckschleudern“.

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Millionen Hausbesitzer müssen sich darauf einrichten, ihre Holzöfen nachzurüsten oder zu erneuern. Eine entsprechende Verordnung mit neuen Emissionsvorgaben sei erarbeitet worden und in der Ressortabstimmung, sagte ein Sprecher des Bundesumweltministeriums am Sonntag der Nachrichtenagentur AP in Berlin und bestätigte damit einen Bericht der „Lübecker Nachrichten“. Er begründete die Novelle mit den hohen Schadstoffausstoß vieler Kaminöfen, die „vor allem in den Städten ein rasch wachsendes Staubpartikelproblem schaffen“.

Eine generelle Rußfilterpflicht für Kaminöfen, Kachelöfen und Holz-Heizkessel sei aber nicht geplant, sagte der Sprecher. Die Novelle der Bundesimmissionsschutzverordnung soll laut Bericht noch in diesem Jahr im Berliner Kabinett beraten werden. Die Kosten einer Ofen-Umrüstung würden bei etwa 1200 Euro liegen.

„Steinzeitliche Dreckschleudern“

Der Ministeriumssprecher wies darauf hin, viele Öfen seien „steinzeitliche Dreckschleudern“. Teilweise würden sie für 150 Euro angeboten. Allerdings gehe es nicht darum, dass es demnächst überhaupt keine Kachelöfen mehr geben solle. Es werde für die Öfen, die nachgerüstet werden müssten, auch Übergangsfristen geben.

Das Ministerium begründete die geplanten Neuerungen laut Zeitung auch damit, dass Holzöfen mehr Feinstaub in die Luft pusteten als alle Dieselfahrzeuge in Deutschland einschließlich Lastwagen zusammen. Die Novelle sehe vor, dass die Schornsteinfeger künftig die Abluft von Holzöfen messen müssen. Erfüllten diese nicht die Grenzwerte, müssten die Feuerstätten mit Filtern nachgerüstet oder stillgelegt werden. Dafür sollen Übergangsfristen bis 2014 vorgesehen werden.

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Von Werner Mussler, Brüssel

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