08.03.2007 · Der Transrapid-Ausbau in Schanghai kommt voran: Die Zentralregierung hat das Projekt wohl gebilligt, die Bewohner entlang der Strecke sollen umgesiedelt werden. Anwohner klagen, dass der Abstand zu Wohnhäusern nur 25 Meter betragen soll.
Die Vorbereitungen für die Verlängerung der Transrapid-Strecke in Schanghai haben begonnen. Obwohl die Verträge noch nicht unterzeichnet sind und dem deutschen Konsortium von Thyssen-Krupp und Siemens noch keine Entscheidung bekannt ist, wurden die Bewohner entlang der geplanten Magnetbahnstrecke von ihrer Umsiedlung unterrichtet, wie aus amtlichen Mitteilungen hervorgeht.
Zunächst soll die Verlängerung der bestehenden, 30 Kilometer langen Trasse zum internationalen Flughafen Pudong weiter zum Flughafen Hongqiao und zum Gelände der Weltausstellung 2010 gebaut werden.
Zentralregierung hat das Projekt wohl gebilligt
Nach Informationen der „Süddeutschen Zeitung“ (Donnerstag) liegen alle nötigen Genehmigungen dafür bereits vor. Unter Berufung auf einen Mitarbeiter des Bauträgers berichtete das Blatt ferner, bis Ende nächsten Jahres solle dieser Teil fertig gestellt sein.
Die Stadtregierung von Schanghai bestätigte der dpa auf Anfrage zunächst, dass das Projekt von der Zentralregierung gebilligt worden sei, zog diese Aussage aber wenig später unter Hinweis auf das in Peking angesiedelte Verfahren wieder zurück. Offenbar soll noch das Ende der laufenden Jahrestagung des Volkskongresses abgewartet werden.
Nur 25 Meter Abstand zu Wohnhäusern
Zeitpläne für die Umsiedlung in den betroffenen Stadtbezirken sind aber bereits veröffentlicht. Im Bezirk Minhang sollen die Anwohner bis August weichen. Das Schanghaier Planungsamt berichtete, eine Million Quadratmeter würden in Minhang frei gemacht.
Im Internet meldeten sich Anwohner, die höhere Entschädigungen oder einen größeren Sicherheitsabstand zur Trasse fordern. Bei der bestehenden Strecke zum Flughafen und in Deutschland seien es 100 Meter auf jeder Seite, doch seien bei der Verlängerung durch Schanghai nur 25 Meter Abstand zu Wohnhäusern geplant, klagten sie besorgt.
Zunächst 37, dann 175 Kilometer
Ein Transrapid-Sprecher in Berlin sagte, die Zentralregierung habe dem Konsortium noch keine Entscheidung mitgeteilt. Er zeigte sich aber optimistisch, dass es „klappt“.
In einem ersten Schritt soll die 37 Kilometer lange Strecke zum Inlandsflughafen Hongqiao gebaut werden, während in der zweiten Phase eine Verlängerung über 175 Kilometer in die Nachbarstadt Hangzhou geplant ist.
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