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Transatlantischer Handel Geflügelembargo vor dem Ende

14.05.2008 ·  Seit 1997 gilt für Geflügelfleisch aus den Vereinigten Staaten ein Importverbot, weil das Schlachtfleisch mit Chlor sterilisiert wird. Die Amerikaner sehen darin reinen Protektionismus. Jetzt hat die EU zugesagt, das Embargo aufzuheben.

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Die EU hat den USA zugesagt, das Importverbot für amerikanisches Geflügel bis zum Oktober aufzuheben. „Die Kommission wird eine Änderung der EU-Gesetzgebung vorschlagen, um das Embargo aufzuheben“, sagte der amerikanische Delegationsleiter für den Transatlantischen Wirtschaftsrat, Daniel Price, am Dienstag in Brüssel. EU-Industriekommissar Günter Verheugen sagte, er sei zuversichtlich, dass die EU-Mitgliedsstaaten diesen Vorschlag unterstützen würden.

Für Geflügelfleisch aus den USA gilt seit 1997 ein Importverbot, weil das Schlachtfleisch mit Chlor sterilisiert wird, was in der EU nicht zulässig ist (siehe Der Streit über die Hähnchenschenkel). Für die Amerikaner ist das Ende des Importverbots eine entscheidende Voraussetzung dafür, bei anderen Themen im Transatlantischen Wirtschaftsrat zu kooperieren. Dieser war unter deutscher Ratspräsidentschaft im vergangenen Jahr von Bundeskanzlerin Angela Merkel und US-Präsident George W. Bush ins Leben gerufen worden.

Ziel des Rates ist es, gesetzliche Hemmnisse im Handel zwischen den USA und der EU abzubauen. Der Handel zwischen den USA und Europa macht mit 40 Prozent oder jährlich rund 620 Milliarden Euro den Löwenanteil des Welthandels aus.

Die EU versprach der US-Regierung außerdem, dass die amerikanischen Kosmetikimporte ab Juni nicht von den neuen EU-Sicherheitsregeln für Chemikalien beeinträchtigt werden würden. Dazu müssten die Vorschriften womöglich geändert werden, sagte Verheugen.

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