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Tourismus EU will Rechte von Fahrgästen ausbauen

28.06.2010 ·  Die EU-Kommission strebt an, den Schutz derjenigen Touristen voranzutreiben, die per Wasser, Bus oder Auto in der EU unterwegs sind. Bei Beschwerdefällen und Erstattungen wegen Verspätung sollen sie die gleichen Rechte erhalten wie Flug- und Bahnreisende.

Von Hendrik Kafsack
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Alle Reisenden sollen künftig weitgehende Fahrgastrechte erhalten wie Flug- und Bahnreisende. Das geht aus einem internen Strategiepapier der Europäischern Kommission zur Zukunft des Tourismus in Europa hervor, das die Behörde am Mittwoch in Brüssel vorstellen will. Die bestehenden Fahrgastrechte seien eine wichtige Errungenschaft für den Tourismus, da sie den Reisenden Rechtssicherheit verschafften, heißt es in dem Papier

Die Kommission strebe an, den Schutz auch derjenigen Touristen voranzutreiben, die per Wasser, Bus oder Auto in der EU unterwegs seien. Dabei geht es ebenso um die Abwicklung von Beschwerden wie um Erstattungen bei Verspätungen. Außerdem will die Kommission mit der Einführung eines europäischen Tourismuslabels die EU als Reiseziele vermarkten. Ein neues Qualitätskennzeichen soll innovative Initiativen hervorheben. Beide Label sollen neben die bestehenden nationalen Kennzeichen treten.

Vorschläge zur Zukunft des Tourismus in Europa

Die Europäische Kommission macht mit ihrer Mitteilung erstmals konkrete Vorschläge zur Zukunft des Tourismus in Europa. Zuständig dafür ist die EU erst seit dem Inkrafttreten des Vertrags von Lissabon Ende vergangenen Jahres. Der zuständige Industriekommissar Antonio Tajani hat aber schon zu Beginn seiner Amtszeit klargemacht, dass er den Tourismus als Kernthema seines Dossiers betrachtet.

Die EU sei mit 370 Millionen Touristen weiterhin das Hauptreiseziel der Welt. Der Sektor erwirtschafte mit 1,8 Millionen meist kleinen Unternehmen 5 Prozent des EU-Bruttoinlandsprodukts, leide aber unter der Wirtschaftskrise. Nach Ansicht der Kommission muss der Tourismus in Europa auch deshalb unter anderem durch neue Kennzeichen, zu denen auch ein „Natur-Label“ und ein Label für europäisches Kulturerbe gehören sollen, gefördert werden.

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Jahrgang 1972, Wirtschaftskorrespondent in Brüssel.

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