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Tarifverhandlungen Wechsel der Tariflokomotive

26.02.2007 ·  Die IG Metall fordert 6,5 Prozent mehr Geld. Das könnte ein Signal für andere Branchen sein. Doch die Tarifführerschaft haben diesmal andere. Bei der Chemiegewerkschaft werden schnellere Verhandlungen erwartet. Ein Kommentar von Nico Fickinger.

Von Nico Fickinger
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Nun ist es amtlich: Die 3,4 Millionen Metaller sollen dieses Jahr 6,5 Prozent mehr Geld erhalten. Eine so hohe Forderung hat die IG Metall zuletzt vor fünf Jahren gestellt. Sie scheint ins Bild zu passen: Die Fabriken stehen unter Dampf, auch bei den Arbeitnehmern ist viel Druck im Kessel.

Sie wollen nach den eher moderaten Abschlüssen der vergangenen Jahre endlich kräftige Reallohnzuwächse erhalten. Alle Augen blicken nun auf die IG Metall. Wie in früheren Zeiten soll sie als Tariflokomotive so viel Kraft entfalten, dass wie in einem Geleitzug alle anderen Branchen mitgezogen werden. Doch dieser Blick geht in die Irre, die Tarifführerschaft haben diesmal andere: Wenn die Dampflok der Metaller noch im Depot steht, wird die E-Lok der Chemiegewerkschaft längst ins Ziel eingefahren sein.

Das lässt hoffen - nicht nur auf schnelle Verhandlungen, sondern auch auf ein akzeptables Ergebnis. Die Chemiegewerkschaft hat schon zweimal Verantwortungsbewusstsein bewiesen. 2000 stellte sie im Aufschwung mit einem moderaten Abschluss die Weichen auf Beschäftigung, im vergangenen Jahr ließ sie sich stärker als andere auf einen zweigleisigen Abschluss ein: Zu einer ordentlichen prozentualen Erhöhung kam eine üppige variable Einmalzahlung, über deren Zahlung aber die Betriebe allein entscheiden konnten. An solch eine Lokomotive dürfen sich diesmal gern auch andere ankoppeln.

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