31.08.2007 · Erstmals seit zwei Jahren steigen die Löhne wieder schneller als die Lebenshaltungskosten: im Durchschnitt sogar doppelt so schnell. Das kräftigste Plus gab es in der Metallindustrie mit 4,1 Prozent.
Erstmals seit zwei Jahren steigen die Löhne und Gehälter wieder schneller als die Kosten für die Lebenshaltung. Im ersten Halbjahr legten die Tarifverdienste in vielen Branchen um mehr als drei Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Die Lebenshaltungskosten hatten sich im Juni um 1,8 Prozent erhöht. „Auch im Gesamtjahr dürfte der Lohnzuwachs erstmals seit 2004 wieder über der Teuerungsrate liegen“, sagte ein Statistiker. Dem Tarifarchiv der Gewerkschaften zufolge stiegen die Löhne in den ersten sechs Monaten im Durchschnitt um 3,7 Prozent und damit doppelt so schnell wie die Teuerung.
Auch 2008 erwartet das gewerkschaftsnahe Institut IMK reale Lohnzuwächse. „Das stabilisiert den privaten Konsum“, sagte IMK-Direktor Gustav Horn zu Reuters. Große Lohnsprünge seien 2008 aber nicht zu erwarten, da viele Einmalzahlungen aus diesem Jahr wegfielen. Auch mache sich der Aufschwung längst nicht in den Portemonnaies aller Beschäftigten gleichermaßen bemerkbar.
Deutliche Unterschiede zwischen den Branchen
Im ersten Halbjahr stellten die Statistiker deutliche Unterschiede zwischen den Branchen fest. Während es in der boomenden Industrie kräftige Aufschläge gab, stiegen die Löhne bei vielen Dienstleistern und im Ernährungsgewerbe nur langsam. Die Brauerei-Mitarbeiter in Thüringen erhielten 0,8 Prozent mehr. Auch im Gastgewerbe Nordrhein-Westfalens lag das Plus mit 1,4 Prozent unter der Teuerungsrate. Das kräftigste Plus gab es in der Metallindustrie mit 4,1 Prozent, gefolgt von der Chemieindustrie mit 3,6 und dem Bauhauptgewerbe mit 3,1 Prozent.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.368,84 | −1,82% |
| Dow Jones | 12.416,10 | −1,31% |
| EUR/USD | 1,2393 | −0,77% |
| Rohöl Brent Crude | 103,37 $ | −3,26% |
| Gold | 1.579,50 $ | 0,00% |
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