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Tarifstreit Krankenhaus-Ärzte wollen streiken

15.03.2006 ·  Freiburg, Heidelberg, München, Würzburg, Essen, Bonn, Mainz und Halle: Ärzte an Universitätskliniken und Landeskrankenhäusern werden von morgen an die Arbeit niederlegen. Die Urabstimmung beim Marburger Bund war eindeutig.

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Ärzte an Universitätskliniken und Landeskrankenhäusern streiken schon an diesem Donnerstag. Bei einer Urabstimmung der Ärztegewerkschaft Marburger Bund votierten 98,4 Prozent der Krankenhausärzte für eine Arbeitsniederlegung, teilte der Marburger Bund am Mittwoch in Berlin mit.

Zunächst seien die Universitätskliniken in Freiburg, Heidelberg, München, Würzburg, Essen, Bonn, Mainz und Halle betroffen. In den folgenden Tagen und Wochen würden die Ärztestreiks auf weitere Unikliniken ausgeweitet. Nach Darstellung des Vorsitzenden der Ärzteorganisation, Frank-Ulrich Montgomery, ist die Beteiligung an der Urabstimmung „gewaltig“ gewesen. An einigen Standorten habe die Zustimmung bei 100 Prozent gelegen. Am Freitag wollen die Ärzte als Zeichen des guten Willens arbeiten.

„Wir werden aber nicht einen flächendeckenden Streik in der ganzen Bundesrebublik vom gleichen Muster machen“, kündigte Montgomery an. Vielmehr setze der Verband auf „intelligente Streikformen“, bei denen einmal das eine, einmal das andere Krankenhaus betroffen sei. Die Patienten sollen nach Montgomerys Worten in Notfällen versorgt werden. „Die Patienten brauchen sich nicht zu fürchten“, beruhigte er. Der Notdienst werde funktionieren. Es werde aber zu Verschiebungen von Operationen kommen. Auch der „Komfort“ für die Patienten werde „ein bißchen leiden“.

Der Marburger Bund als Vertretung der insgesamt 22.000 Ärzte an den Uni-klinken und Landeskrankenhäusern hatte die Tarifverhandlungen in der vergangenen Woche für gescheitert erklärt. Grund war nach Montgomerys Worten, daß die Arbeitgeber sich trotz vieler Zugeständnisse der Ärzte bei Arbeitszeit und flexiblen Bereitschaftsdienstregelungen in Sachen Tariferhöhungen starr gezeigt hätten. Die Ärzte fordern 30 Prozent höhere Einkommen.

Quelle: FAZ.NET mit Material von ddp, AP, dpa, Reuters
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