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Tarifstreit GDL lehnt das neue Angebot der Bahn ab

25.09.2007 ·  Die Friedenspflicht bei der Bahn endet am 30. September. Bislang deutet nichts auf eine Einigung hin. Um die drohenden Streiks abzuwenden, hatte die Bahn der Lokführer-Gewerkschaft am Vormittag ein neues Angebot vorgelegt. Abgelehnt, sagen die Lokführer.

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Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat das neue Verhandlungsangebot des Bahn-Vorstands am Dienstag zurückgewiesen. Mit dem Angebot verabschiede sich die Bahn von der Moderatoren-Vereinbarung, kritisierte die GDL in einer Mitteilung in Frankfurt.

Entgegen ihrer ursprünglichen Zusage lehne sie es ab, mit der GDL über einen eigenständigen Tarifvertrag für Lokomotivführer zu verhandeln. Das Verhalten des Arbeitgebers sei „nur als Provokation zu werten“, erklärte GDL-Chef Manfred Schell. „Bleibt die DB bei ihrer sturen Haltung, so sind Streiks im Oktober unausweichlich“, sagte Schell. Bis zum 30. September habe der Arbeitgeber noch Zeit, diese zu verhindern.

Neues Angebot

Im Tarifstreit mit der GDL hatte die Deutsche Bahn zuvor ein neues Angebot vorgelegt. Wie Personalvorstand Margret Suckale am Dienstag in Berlin erklärt hatte, biete das Unternehmen für Überstunden eine Lohnerhöhung von 2,5 Prozent an. Bisher arbeiten die Lokführer meist 40 Stunden statt der tariflich vereinbarten 39 Stunden. Diese Überstunde wird laut Bahn meist auf einem Langzeitkonto gutgeschrieben und oft nicht ausbezahlt.

Diese Lohnerhöhung gebe es zusätzlich zu den bereits mit der beiden anderen Gewerkschaften Transnet und GDBA abgeschlossenen 4,5-prozentigen Lohnerhöhung, hatte Suckale angeboten.

Suckale: Kein eigener Tarifvertrag für die Lokführer

Am 30. September endet die Friedenspflicht die Verhandlungen, die GDL hat bereits Streiks angekündigt, sollte bis dahin keine Einigung erreicht werden. Die Bahn bereite sich gleichzeitig auf mögliche Streiks vor, sagte Suckale. „Wir versuchen, einen Streik zu vermeiden, aber wir fürchten ihn nicht.“

Suckale stellte erneut klar, dass die Bahn zu einem eigenen Tarifvertrag für die Lokführer nicht bereit sei, da dies zu einer „Spaltung der Mitarbeiter“ führen würde. Die GDL und die beiden anderen Bahn-Gewerkschaften Transnet und GDBA hatten sich nicht auf eine gemeinsame Linie für die Tarifverhandlungen mit der Bahn verständigen können. Deshalb kündigten sie ihre Ende August unter Vermittlung der beiden ehemaligen CDU-Politiker Kurt Biedenkopf und Heiner Geißler vereinbarte Zusammenarbeit vergangene Woche auf.

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Von Johannes Ritter

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