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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

„Systemrelevante Finanzinstitute“ Die Milliardensubvention für die Banken

 ·  Ach, wie schön ist es, systemrelevant zu sein. Große Finanzinstitute werden im Notfall vom Steuerzahler gerettet. Eine neue Studie zeigt: Das Sicherheitsnetz ist eine Subvention in Milliardenhöhe.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (35)

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Florenz Müller-Machens

Bankberatung

Man hat leider den Eindruck, dass die Banken die Politiker beraten, bei dem, was sie tun und die Politiker dem Rat willig folgen, mangels eigener Kenntnisse. Anders ist das Verhalten der EU-Politiker seit der Bankenkrise für mich nicht zu erklären.
MfG Florenz Müller-Machens

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Norbert Zeuner
Norbert Zeuner (zeuner) - 17.07.2012 01:18 Uhr

Solide Bankgeschäfte versus "Zockerei"?

Banken haben nun mal die verantwortungsvolle Aufgabe, für sich und Ihre Miteigentümer maximalem Gewinn zu erwirtschaften, in welchen Wirtschaftsbereich auch immer. Es gibt da keinen Unterschied, ob dieser Zweck im "soliden" Privat- und Geschäftskundengeschäft oder mit der "Zockerei" bewirkt wird. Die moralische Unterscheidung von '"raffendem" und "schaffendem" Kapital kann man zusammen mit den betreffenden Wirtschaftstheoretikern des Dritten Reiches zu Recht vergessern.
Aus diesem Anlass und im Hinblick auf ähnliche Irrtümer sei daran erinnert, dass nicht die Banken die Politik beherrschen, sondern dass der Staat das Geld - das Lebenselement der Banken - stiftet und ihm durch sein Gesetz Zahlungskraft zuweist.

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Andreas Gati

systemrelevant und too-big-to-fail sind systembedrohend

Warum sind einige Banken systemrelevant und too-big-to-fail? Nicht wegen der Kernfunktion der Banken: Zahlungsverkehr, Spareinlagen und Kreditversorgung. In diesen Bereichen kann man garnicht soviel Miese machen, daß man pleite gehen kann. Diese Gefahr kommt vom Eigenhandel und dem Investment-Banking, bei dem neue Produkte wie Derivate kreiert werden, um Anleger zu sehr lukrativen Investments zu verführen. All das sind Zockerpapiere.

Dieser Zockerbereich ist alles andere als systemrelevant. Die Konsequenz ist, daß die Banken zerschlagen werden müssen in den Kernbereich und den Zockerbereich. Und der Zockerbereich muß ohne wenn und aber bei Fehlspekulationen in die Pleite verabschiedet werden können.

Diese systemrelevanten Banken sind systembedrohend! Das glaubte die Politik erkannt zu haben; und was machen sie: die Banken sollen ein paar % mehr Eigenkapital bilden. Dann können sie lustig weitermachen. Mit solchen unbrauchbaren Entscheidungen sind auch die Politiker systembedrohend.

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Rudolf März
Rudolf März (maerkur) - 16.07.2012 14:53 Uhr

@Ottfried Mayer(Gladium)

"Es geht um Freiheit oder sozialistische Barbarei"

Glauben Sie, daß die rechtliche Barbarei, die wir derzeit rund um die Schuldenkrise erleben, unsere Freiheit sichert ?
Glauben Sie, daß die wirtschaftliche Barbarei, die wir derzeit rund um die Schuldenkrise erleben, eine andere ist als die sozialistische ?

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Carsten Zimmermann

Gibt es eigentlich noch einen Sektor

wo der Staat die Finger nicht drin hat? Hab ich da was verpasst,bisher ging ich immer davon aus,dass die Märkte sich selbst regulieren und Subventionen den Märkten nur schaden? Es ist nun mal so,dass krankes Gewebe entfernt werden muss,damit der Rest gesunden kann! Wenn alle Industrie und Dienstleistungen subventioniert werden, dann kann man die Betriebe wieder verstaatlichen! Da frage ich mich, warum man bei Schlecker so ein Theater veranstaltet hat. Die Summen waren nur ein Bruchteil von dem, was Autoindustrie und Banken in den letzten Jahren verschlungen haben und werden! Also kann man wieder nur auf die Naturgesetze hoffen:" Egal wie lange man künstlich am Leben gehalten wird,irgendwann wird dennoch gestorben!"

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Klaus Wege
Klaus Wege (covenants) - 16.07.2012 12:40 Uhr

Anlagefehler: Das Abwälzen von Risiken auf Dritte lässt riskantes Treiben regelmäßig eskalieren ...

Kennzeichnend für Martktwirtschaft ist, dass die Akteure für eigene Fehler haften+für richtige Entscheidungen belohnt werden.
In einer realen Marktwirtschaft haben Banken wichtige Lenkungsaufgaben.Dies ist verbunden mit Privilegien. So sind es Banken, die z.B. Anlegergelder verwalten dürfen+Zugang zu günstiger Refinanzierung durch Notenbanken haben, Auch dürfen Banken in best. Maße "Geld schöpfen".
Die Lenkungsaufgabe der Banken besteht darin, diese Geldströme in sinnvolle Bahnen zu leiten. "Sinnvoll" ist dabei keine phil.Elfenbeinturm- Kategorie: Ausfallträchtigen schlechten Schuldnern soll Kreditzugang erschwert, erfolgreichen Schuldnern erleichtert werden.
Markwirtschaftlich erzwungen wird dies über das Ausfallrisiko bei der Kreditvergabe:
Schon aus eigenem Überlebenswillen müssen Banken faulen Schuldnern den Appetit auf Kredit durch hohe Risikoprämien verderben.
Das Wegsubventionieren von Risiken untergräbt die Lenkungsfunktion + schafft Spielbanken ohne martwirtschaftlichen Wert.

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Ralf Finger
Ralf Finger (R.Finger) - 16.07.2012 12:26 Uhr

"systemrelevant" - man kann nur höhnen!

Großbanken sind offenkundig nicht systemrelevant, sondern systeminkompatibel. Wenn aus welchen Gründen auch immer ein Unternehmen nicht bankrott gehen "darf", dann ist offensichtlich DIE notwendige Funktionsbedingung einer marktwirtschaftlichen Wirtschaftsordnung ausgehebelt - eben die Möglichkeit des Scheiterns, der vollständige Verlust des haftenden Eigenkapitals. So werden Gewinne privatisiert und Verluste sozialisiert. Die Haftung für das eigene "unternehmerische" Handeln entfällt. Das ist im Kern zutiefst asozial und hat aber auch überhaupt nichts mit den Vorstellungen des "Kapitalismus" zu tun. Es stellt sich die Frage: In welcher Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung leben wir? Hier werden die gesellschaftlichen Grundlagen moralisch-wirtschaftlichen Handelns unterminiert.

Wie soll man mit solchen Schmarotzern umgehen? "Gewinne" konfiszieren, insbesondere aber zerschlagen und kleinhacken, bis es keine "Systemrelevanz" mehr gibt.

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Winfried Böhme

„Systemrelevanz“ bedeutet schlichtweg Erpressbarkeit der Allgemeinheit durch private Eigentümer!

Das Entstehen von Systemrelevanz in privater Hand ist doch bereits das Ergebnis von Politikversagen, indem man den Staat und die Masse der Steuerzahler durch einige Wenige erpressbar macht, und zugleich dafür sorgt, dass die Unternehmen grundlegende unternehmerische Risiken nun geradezu kostenlos versichert bekommen. Man stelle sich vor, das Modell der Systemrelevanz macht Schule und wird das angestrebte Geschäftsmodell künftiger Großunternehmen, gleichgültig, ob es sich dabei um Pharma, Energie, Transport oder Kommunikationstechnik handelt. Alle werden sagen können, „wir sind unverzichtbar für Eure moderne Volkswirtschaft, und wenn wir pleitegehen, dann seit Ihr – liebe Steuerzahler - mit tot, also bezahlt im eigenen Interesse schleunigst unsere Verluste.“

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 16.07.2012 15:26 Uhr
Hans Edelmann

Falsch: die "Rettung" wird privaten Eigentümern aufgezwungen!

Viele private Eigentümer wollen gar nicht, dass Staaten angeblich "systemrelevante"
Banken "retten". Ohne dass sich private Eigentümer überhaupt dorthin gewandt, geschweige
denn Druck ausgeübt hätten, werden Staaten in manchen Risikofällen aktiv und wollen, koste es die Allgemeinheit, was es wolle, unbedingt "systemrelevante" Banken "retten". Zum Beispiel bei den Kalamitäten der HRE hat der deutsche Staat diese Bank von sich aus als "systemrelevant" eingestuft und bei heftiger Gegenwehr privater Aktionäre die "Rettung" der Bank erzwungen. Private Eigentümer hätten es vorgezogen, wenn die gescheiterte HRE systemgerecht abgewickelt oder durch Konkurs aus dem Wettbewerb der Finanzinstitute herausgelöst worden wäre. Nicht private Eigentümer haben in solchen Fällen "die Allgemeinheit erpresst", sondern der Staat hat bei Risikobanken "Systemrelevanz" ausgerufen und deren "Rettung" privaten Eigentümern aufgenötigt. Die meisten "geretteten" Banken bei uns waren freilich öffentliche Banken!

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Otto Meier

Scheingewinne - Der Steuerzahler zahlt Dividenden und Managergehälter.

Es ist schon seltsam, daß das niemanden wirklich zu stören scheint. Trotz permanenter Verluste werden Gewinne gemacht. Dieser Widerspruch existiert nun doch schon seit Jahrzehnten.

Und um diese "Gewinne" zu realisieren, wird eit Jahrzehnten Sozialabbau in immer größerem Stil betrieben. Auch mehr oder weniger unwidersprochen.

Sozialstaat, Sozialpflichtigkeit des Eigentums, freie Marktwirtschaft und Demokratie sind zu Floskeln verkommen, sind inhaltsleer. Die Verantwortung dafür tragen unsere "Volksparteien", die sich als unfähig erwiesen haben, dem Allgemeinwohl dienende Rahmenrichtlinien zu schaffen und beizubehalten.

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Joachim Schroeder

Kurzsichtig!

Die von den Banken 1999 bejubelte Aufhebung des Glass-Steagall Act
durch Bill Clinton mit dem Gramm-Leach-Bliley Act erweist sich inzwischen
für die sich immer noch als systemrelevant haltenden Banken als Bume-
rang, denn diese sind spätestens aus dem Mangel an Masse, wenn das
ESM-Ermächtigungsgesetz, welches hoffentlich von Karlsruhe abge-
schmettert wird, ''too big to save'' geworden.

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fred meier
fred meier (Sikasuu) - 16.07.2012 11:10 Uhr

"Systenrelevante Banken" ein No Go in den Märkten!

So etwas darf es nicht geben! Wenn wirtschaftliche Akteure so groß werden, dass sie "systemrelevant" sind, hat die Politik geschlafen.
.
Diese Gebilde müssen zerschlagen werden!
.
Bitte jetzt kein Links-Verdacht. Ich beziehe mich bei diesem Argument ganz auf die USA als "Homeland for free people!".
.
Standard Oil, At&t... um nur zwei Bespiele zu nennen. Der "Sherman Antitrust Act" sollte doch in der USA noch gesetzeskraft haben, Oder?
.
Gruss Sikasuu
.
Ps. Hier sind Links/URLs leider nicht möglich, aber mit ein wenig Google und Wikipedia sind zu den Stichworten oben sehr schnell die Fakten zu finden!

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Stephan Szukalski
Stephan Szukalski (nexor) - 16.07.2012 11:01 Uhr

Es ist immer wieder beeindruckend, was man mit Studien alles beweisen kann...

Aha - die Deutsche Bank spart also 1,7 Mrd Refinanzierungskosten, weil sie - so die These - im Ernstfall vom Staat gerettet würde. Meine These wäre dagegen eher, dass die Deutsche Bank sich deshalb billiger refinanzieren kann, weil sie während der ganzen Finanzmarktkrise nicht einmal staatliche Unterstützung gebraucht hat. Wie auch immer: Eine Subvention ist weder das eine noch das andere. Aber offenbar braucht man im Augenblick nur das Wort Bank zu sagen, um im gleichen Augenblick jeden Unsinn von sich zu geben.

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Closed via SSO
Jochen Wegener (Malchik) - 16.07.2012 10:59 Uhr

Systemisch: Die innere Struktur

unserer Gesellschaft ist also abhängig von Banken, die höchst preiswert von der Gesellschaft qua EZB Geld erhalten um damit Anleihen der Gesellschaft zu kaufen die ihnen dafür weit mehr Zinsen zahlen als die Banken ihen für das vorher zum Kauf geliehene Geld? Gut, wer das versteht, hat den Sinndieser Gesellschaft ebenfalls verstanden - nur ob das Sinn hat, ist eine ganz andere Frage.

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Udo goldstein
Udo goldstein (goldi53) - 16.07.2012 10:33 Uhr

Mit staatlichen Subventionen lässt sich gut leben

Als Konsequenz daraus bleibt nur eine Variante übrig. Eine strikte Trennung zwischen dem ursprünglichen Bankgeschäften und dem Investmentbanking egal welcher Art. Solange es hier keine „Firewall“ zwischen den einzelnen Unternehmensbereichen weltweit gibt, wird das Thema „Too big to fail“ nicht zu beseitigen sein. Wobei alleine diese neueste Analyse zeigt, dass sich seit Sept. 2008 nichts aber auch überhaupt nichts an den Geschäftsmodellen der Banken geändert hat. Wie lange will die Politik hier eigentlich noch die Zügel schleifen lassen? Gäbe es für die ausgelagerten Bereiche die weltweite Vorschrift, dass jedes Geschäft mit z.B. 50% Eigenkapital zu hinterlegen ist, würden die Transaktionen von einem zum anderen Tag wahrscheinlich gegen null tendieren, denn welche Bank kann es sich leisten auf der Kosten der Aktionäre das Eigenkapital förmlich zu verbrennen? Gleichzeitig wäre auch das Thema der überzogenen Boni/Gehälter damit beendet.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 16.07.2012 13:28 Uhr
Georg Stojkov

Wer berät die Politik?

Frau Merkels Berater waren: von Pierrer, Marschmeyer und Ackermann. Glauben Sie wirklich die werden sich gegen den Finanzmarkt stellen?

Wir brauchen endlich Politiker die etwas davon Verstehen was sie entscheiden.

Ich denke der bessere Weg wäre mehr Haftung für Aktionäre und vor allem für Aufsichtsräte.
Unsere entscheidenen Politker sind vielfach in den Aufsichtsräten und lassen sich beeinflussen.

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Uwe Bussenius
Uwe Bussenius (uwebus) - 16.07.2012 13:01 Uhr

Wie lange will die Politik hier eigentlich noch die Zügel schleifen lassen?

Solange sie von den Banken mittels Bakschisch in Form hochbezahlter Versorgungspöstchen gesponsert wird. "Die Politik" ist mittlerweile zum Gärtner des Kapitals degeneriert, der das Gras (des Bürgers Kohle) mäht und in die Bankenscheuer karrt.

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Edgar Timm
Edgar Timm (duet) - 16.07.2012 10:12 Uhr

"Statt des derzeitigen guten „A+“ für Deutsche Bank oder Commerzbank wäre es also nur noch ...

„BBB“ oder „BBB-", nicht mehr weit von einer spekulativen Anlage entfernt."
.
Und genau so sehen es die (potentiellen) Aktionäre. Wenn man sich die Kursentwicklung der letzten 10 Jahre für Commerzbank unjd Deutsche Bank anschaut und sie mit BASF, Bayer, Henkel oder Volkswagen vergleicht, erkennt man deutlich, dass zumindest wir Deutschen das "Banking" einfach nicht beherrschen - auch nicht, wenn wir ganze Horden anglo-amerikanischer "Investmentbanker" einstellen oder gar ganze Banken kaufen.
.
Deshalb plädiere ich für eine Trennung des Zahlungsverkehrs (einschließlich der Spareinlagen) vom Investmentbanking, dem meinetwegen auch der ganze Bereich der Termin- und Kapitalanlagen zugeschlagen werden kann. Wer als privater Kunde einer Großbank unbedingt von einem persönlichen Berater im "Private Banking" oder gar "Wealth Management" betreut werden möchte, sollte gefälligst auch die Risiken tragen. Das gilt erst recht für Großanleger und Swappartner.

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Siegfried Kellner

Da beißt sich der Hund in den Schwanz.

Die vielen Rettungsmaßnahmen wird man zwar nicht ganz vermeiden können, aber man könnte sie enorm reduzieren.

Man braucht nur die Vorstände mit langjährigen Haftstrafen für ihre "wilden Zockereien" zu bestrafen. Im weiteren müßte darauf geachtet werden, dass keine Politiker in den Verwaltungs- bzw. Aufsichtsräten sitzen dürfen.
Von was haben die schon Ahnung, doch nicht mal von ihren eigenen Angelegenheiten ?

Dazu ein krasses Beispiel aus dem Sparkassensektor.
Da wurde eine SPD-Frau zur Landrätin gewählt. Nach kurzer Zeit wurde sie wegen ihrer Herumpopelei von der Opposition als "Party-Girl" verspottet.
Doch kraft ihres Amtes sitzt sie als Aufsichtsrat- bzw. Verwaltungsratsvorstzende in einer Sparkasse.
Zu allem Unglück sitzen auch noch ein paar Bürgermeisterchen in diesem Gremium deren Hauptbeschäftigung es ist, ununterbrochen nach Geld zu weinen.

So etwas nennt sich Kontrollgremium........Ist das nicht lachhaft ???

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Martin Bebel
Martin Bebel (MaBe1968) - 16.07.2012 09:09 Uhr

ABM-Maßnahme

Banken sind die teuerste ABM-Maßnahme aller Zeiten.
Ähnlich einer Ostdeutschen Autobahnmeisterei, wird das bunte Treiben vom Staat finanziert. Die Protagonisten tragen eben nur einen Anzug und ziehen einen Trolley, statt den orangen Overall zu tragen.

Das wirklich Systemische an Banken ist nicht, dass sie gebraucht werden, sondern die hohe Anzahl der studierten Beschäftigten, die täglich in ihrem Büro untergebracht werden sollen, um so ein künstliches Sinngefühl zu bekommen.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 16.07.2012 10:43 Uhr
Siegfried Kellner

Da kann ich nur zustimmen.

sondern die hohe Anzahl der studierten Beschäftigten, die untergebracht werden.

Was dieser Personenkreis an Unmengen Papier beschriftet was nicht gelesen wird, sondern in Schubladen und im Reißwolf verschwindet ist gigantisch.

Leider hat in Deutschland noch immer derjenige die besten Chancen am Arbeitsmarkt, wenn er studiert hat. So etwa nach zwei Jahren stellt sich dann heraus, das nur wieder eine akademische Luftnummer hochtrabend schwafelt.

Man brauch sich nur den Bundestag anschauen, Stunden lange nichtssagende Reden.

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Hans Jürgen Reisch

dann halt links!!!

Wenn sich keine der etablierten Parteien mehr für uns Bürger einsetzt und die durch Zocken in Schieflage geratenen Banken von diesen mit Milliarden von Steuergeldern refinanziert werden, dann müssen wir halt die einzige Partei die sich dagegen stemmt "die Linke" wählen und wenn es nur als Abstrafung für unsere jetzigen Volksverräter ist.
Schlimmer kann es eh nicht mehr kommen.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 16.07.2012 14:43 Uhr
Rudolf März
Rudolf März (maerkur) - 16.07.2012 14:43 Uhr

wenn schon gelinkt,

dann vom linken Original.
Meinten Sie das so ?

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Erik Staack
Erik Staack (E_Staack) - 16.07.2012 12:09 Uhr

Denkfehler in ihrer Argumentation

Siehe Oskar Lafontaine als Aufsichtsratmitglied in einem Systemrelevanten Geldhaus.
.
Die Linksparte spricht von Wohltaten die mit Schulden finanziert werden sollen. Genau diese Schulden sind aber der Hebel mit dem die Gläubiger unabhängig vom Politischen System ganze Staaten ausquetschen können. Das Sind Drogen fürs Volk.
.
Nur eine Partei die die Realwirtschaft unterstützt kann Auch einen Dauerhaften Erfolg sichern. Reale Produkte mit Realen Kunden und langfristigen Geschäftsmodellen die Auch Arbeitplätze schaffen. Sinnvolle Arbeitsplätze die einen Mehrwert für den Kunden darstellen.

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Dennis Dovidat

"To Risk To Hold" statt "To Big To Fail"!

Mit der Devise "To Big To Fail" haben wir diesen Insitutionen einen Freifahrtschein für die riskantesten Geschäftsmöglichkeiten geliefert.
Anstatt solche Unternehmen zu schützen, sollte der Statt eigentlich lieber dafür Sorge tragen, dass "Systemrelevante Unternehmen" gar nicht erst entstehen können.

"To Risk To Hold!"
So sollte dass Motto lauten. Dann könnten wir sicherlich auch alle wieder in Ruhe und ohne Sorge schlafen.

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Hans Edelmann

Das Privileg

Gescheiterte öffentliche Banken werden praktisch immer mit Steuergeld gerettet und weitergeschleppt, private Banken prinzipiell nur dann, wenn sie in der politischen Theorie für "systemrelevant" gehalten werden oder wenn der Staat damit auf ein vorteilhaftes künftiges Geschäft spekuliert.

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Jahrgang 1979, Redakteur in der Wirtschaft.

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