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Studie Verbraucher verlieren Milliarden bei Vorsorge

 ·  Verbraucher zahlen laut einer Studie bei der privaten Altersvorsorge und anderen Finanzprodukten jährlich 50 Milliarden Euro zu viel. Der Grund: schlechte Beratung, mangelnde Kundenorientierung, keine wirksamen Verbraucherschutzregeln.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (52)
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Alex Zunker
Alex Zunker (zunker) - 29.12.2012 18:26 Uhr

Die Politik ist schuld.

Wenn der Politik diese Produkte fördert, signalisiert er, dass das gute Produkte für die Menschen sind. Es sind aber Schrottprodukte.

Sie sind auch total unsinnig, selbst wenn sie lukrativer wären als heute. Es ist nämlich unsinnig, heute an die Rente im Jahre 2040 zu denken, wenn man nicht weiß, was in den nächsten dreißig Jahre auf einen zukommt. Vielleicht will man ein Haus bauen und dann ist jeder Euro Eigenkapital Gold wert. Mit der Zeit lernt man auch besser seinen Körper kennen und weiß abzuschätzen, für wie viele Jahre man überhaupt eine Vorsorge benötigt. Die Rentenversicherung ist genauso wie die Risikolebensversicherung eine Wette auf die Restlebenszeit, nur mit vertauschten Rollen bei den Wettparteien. Das muss man sich klar machen.

Wer jung ist und Geld übrig hat, sollte es wie Zunker machen: Aktien, Aktien, Aktien. Ich habe in diesem Jahr schon über 1500 € an Dividenden eingesackt.

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Jürgen Vogel
Jürgen Vogel (pascht) - 29.12.2012 00:44 Uhr

Der Kapitalismus ist tot?

Wenn man sich die hilflosen Kommentare der Menschen und die verzweifelnden Wasserschläge, wie eines Ertrinkenden, der Politiker ansieht, kommt einem unweigerlich die Erkenntnis, die sind am ertrinken. "Die", das ist unserer Gesellschaft. Als Negativalternative fällt denen dann nur der 'Sozialismus' ein, womit der gesamte Mist eines aus den Fugen geratenen kapitalistischen Systems gerechtfertigt werden soll. Mehr fällt den Menschen und den Politikern nicht ein.

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Hermann Rampf

Die Anbieter tuen nur ihren Job, ...

.. und das machen sie gut. Es wurde von der Politik nicht von ihnen verlangt dies umsonst zu tun.
Beispiel 10€ Artztgebühr: "Ihr Arztpraxen kassiert das und baut die erforderliche Logistik auf, bekommen tut ihr aber nichts dafür"
Warum nicht auf diese Weise mit der Privaten Altersvorsorge???
Den armen Banken und Versicherungen kann man das wohl nicht zumuten? Die muss man ja sogar retten, weil sie ihr Geld sonst verbrennen würden.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 29.12.2012 10:00 Uhr
Hermann Rampf

Ich werde versuchen...

... mich künftig klarer auszudrücken.
Es ist von mir angedacht, dass die Anbieter die Kosten übernehmen sollen, und nicht alles auf die Sparer abgewälzt wird.

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Jürgen Vogel
Jürgen Vogel (pascht) - 29.12.2012 00:49 Uhr

Ja, ja, die Karnevalszeit ist ja noch im Gange

"die tun nur ihren Job"? Solch menschenverachtende Sprüche hat man schon einmal in der deutschen Geschichte gehört, ich glaub von einem gewissen (Herr schreib ich nicht) Eichmann.
Auch damals taten alle nur ihren Job.

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Johannes Kaiblinger

Konsequenzen sind gefragt - vom Kunden

Offensichtlich sind Banken und Versicherungen lediglich am eigenen Gewinn , in keinster Weise jedoch am Kunden und dessen Zufriedenheit interessiert. Diese sollte zur Kenntnis genommen werden, die entsprechenden Konsequenzen ziehe jeder für sich.
Die Vorsorge ist zu vergessen, da bleibt nur zu hoffen, dass es in Zukunft Produkte gibt, die den Kunden nutzen, anstatt die Provisionen und Gewinne der Finanzmafia ins Unermessliche steigen zu lassen.

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Bernd Kunz

Was ist das für eine Altersvorsorge-Politik,

wenn man einer geschiedenen, alleinerziehenden jungen Mutter sagt, sie müsse erst einmal die von den Eltern seit 20 Jahren bezahlte und zur Absicherung gegen Altersarmut abgeschlossene Lebensversicherung aufbrauchen, bevor sie eine staatliche Unterstützung beantragen könne! Unsere sogenannten "Volksvertreter", die sich ja ach so klug dünken und finanziell sorgenfrei, sind jedoch nicht in der Lage Gesetze zu verabschieden, die auch die Widrigkeiten des Lebens bedenken. Warum kann man nicht eine Klausel in der LV verankern, die eine Auszahlung vor dem offiz. Rentenbeginn in bestimmten Fällen verhindert?! Wenn der Staat hier auf das "Verfrühstücken" der Altersvorsorge besteht, dann ist dieses Verhalten kontraproduktiv und die spätere Altersarmut gewollt und vorprogrammiert!!!
Es sei denn, die junge Mutter besinnt sich nach dem "Flüggewerden" des Nachwuchses, auf ihre Fähigkeiten (da sie jetzt ja auch mehr Zeit hat) und hält top-honorierte Vorträge über Themen die sie beherrscht...

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 29.12.2012 00:53 Uhr
Jürgen Vogel
Jürgen Vogel (pascht) - 29.12.2012 00:53 Uhr

Tja, money, money, ...

Das ist einfach nur Kapitalismus pur. Alles ist eine Ware und kostet Geld, aber das hirnrissigste, selbst das Geld selber ist eine Wahre. Tja da kann man nix machen, die Welt ist nun mal so, sagen die die davon profitieren.

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Gerhard Schumann

Milliarden verschenkt durch Vorsorge

Noch zu DM-Zeiten habe ich in einem Beratungsgespräch zwischen meinen Töchtern und einer Bankangestellten den Abschluß einer Alterssicherung ""verboten"".... Damals, noch selbst beruflich mit Bankgeschäften betraut, hatte ich gute Gründe für eine grundsätzliche Ablehnung. Diese haben sich zwischenzeitlich alle bestätigt. Durch die massive Werbung und eine verlogene, politische Zusicherung gegen Altersarmut wurde vielen Bürgern mittlerweile das Geld aus der Tasche geangelt.

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Wilhelm Wacker

Studie als Download

Mittlerweile gibt es die Studie beim Handelsblatt als Download und eine Lektüre bestätigt alle Vorurteile bezüglich hanbüchener Argumentation.

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Friedhelm Reuner

Verraucherschutz - was ist das

wozu und warum soll man denn die Verbraucher schützen. Die sollen froh und stolz sein, damit sie den überversorgten Politikern und Beamten ein sorgenfreies und gut finanziertes Leben bezahlen können. Auch bieten diese ja keine Berater- und Aufsichtsratsposten, wenn der schnoddrige steuerzahlende Verbraucher sich erdreistet hat dieser Kaste bei der nächten Wahl keine Stimme zu geben.

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leopold mansk

Erst die private Altersversorgung,


... die die Rentner reich machen soll, mit der SPD so dilettantisch zusammenflicken und einführen, dass sich Banken und Versicherungsmakler damit reich machen können und dann beklagen, dass die Anleger 50 Milliarden – in einer anderen Zeitung lese ich gar „bis zu 98 Mrd.“ verlieren.

Das hört man gern.

Werde mich bei den nächsten Wahlen daran erinnern.

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Ulrich Dissars
Ulrich Dissars (Dissars) - 27.12.2012 15:00 Uhr

Legalisierter Betrug

Wo sind die 50 Mrd. € geblieben?
Der Verlust des einen, ist der Gewinn des anderen.
Die 50 Mrd. € sind jetzt bei anderen und dieses ist seitens der Bundestagsabgeordneten geplanter, legalisierter Betrug.

Die Betrüger schweigen, genießen und geben "staatsbürgerlich begründete Spenden" an Parteien und Abgeordneten.

Eine Ansammlung von Betrügen, bis in die Spitze der GRV, die diese Machenschaften noch stützen.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 27.12.2012 16:10 Uhr
Hans Edelmann

Kleine, große und ganz große Fische

Halten Sie die Inflation, mit der den Sparern für die Altersversorgung noch viel mehr
aus der Tasche gezogen wird als durch die Gestalter von Finanzprodukten, auch
für legalisierten Betrug? Oder wollen Sie da mit einem anderen Maßstab messen, weil
durch die Inflation insbesondere Staaten profitieren? Auch bei der Inflation gilt natürlich,
der Kaufkraftverlust des Sparers der Gewinn des anderen. Kleine, große und ganz große
Fische: der größte frisst am meisten...

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Closed via SSO
klaus keller (klkeller) - 27.12.2012 14:52 Uhr

Die Grünen wollen eine Art Renten GEZ? Und die bisherige Rentenversicherung dann abschaffen?

Maisch forderte zugleich ein einfaches und öffentlich organisiertes „Basisprodukt“ für die private Altersvorsorge. Klingt für mich nach Zwangsbeglückung für alle.
Die öffentliche Altersvorsorge ist vermutlich dann die Grundsicherung im Alter, die ich nicht brauche wenn ich privat vorgesorgt habe. Welche Klientel bedienen die Grünen in diesem Fall?
Lassen sie mich raten, sie wollen in die Verwaltungsgremien der öffentlichen Institute.

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Michael Arndt

Potentielle Rentner

verlieren ein Mehrfaches bei der gesetzlichen Rente.
DAS wäre mal ein Thema für eine Studie. Da gibts nur Bruchteile der eingezahlten Beiträge zurück...
Im Übrigen wurde die "Riester-Rente" weitgehend von der Politik (SPD und Grüne!!!) entworfen. In typischer Grünenmanier tut diese Partei jetzt so, als wäre sie nie dabei gewesen. Warum, liebe FAZ und andere, kommt diese Gruppierung mit ihrer Strategie eigentlich immer durch???

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Hermann Rampf

Kein Wort...

...in dem Artikel weist darauf hin, dass der Staat, der uns in die private Altersvorsorge zwingt, durch Abgeltungssteuer und weitere Steuern noch wesentlich mehr an der privaten Vorsorge verdient, als die Anbieter, und somit (quasi Allein-)schuld an den mikroskopischen Renditen hat.

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Miguel Torres

Wann verstehen die Sklaven Deutschlands endlich,

dass die Damen und Herren der Finanz-Politik nur daran interessiert sind, wie man das monatl. eingezahlte Sklavengeld Profitorientiert am Markt einsetzt. Private Altersvorsorge ist ein Geschäftsmodell,dabei nicht kundenorientiert.
Die Riester Produktgruppe habe „große Schwachstellen hinsichtlich Transparenz“,
Mister AWD hat alles dafür getan um aus Transparenz, absolute Undurchsichtigkeit zu gestalten.
W. Riester warnte vor Altersarmut, neben dem Wort sozial noch so ein Unwort des Jahres 2012.
Altersarmut , wenn man es nur oft genug suggeriert , verfallen die Menschen die auf Hartz 4 in Deutschland angewiesen sind noch mehr in Lethargie oder Depressionen und fügen sich ihrem unausweichlichen Schicksal , das dann genauso sinnlos erscheint, wie das Leben eines Parasiten. Dabei ist Altersarmut nach vierzig Jahren Arbeit in Deutschland Normalität und keine Seltenheit.
Die Deutschland GmbH ist ein Unternehmen und die verbuchen eben nur ungern SOLL anstatt HABEN auf ihrem Betriebskonto.

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Joseph Fischer

Da will also diese Grüne den armen Finanzdienstleistern jetzt

auch die paar Brösel wehgnehmen! Wo soll denn das alles hinführen?
Haben denn die angehenden Rentner kein Fernsehgerät mehr auf dem sie
sich irgendeine Seifenoper ansehen können?

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Hans Edelmann

Und erst die Inflation...

Durch die trügerische Inflation verlieren Verbraucher bei der privaten Altersvorsorge noch
viel mehr!

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Franz Darmstadt

es handelt sich hierbei...

...auch nicht um die Altersvorsorge der Kunden, sondern um die der Berater, 'gesponsert' durch die Kunden!

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Matthias Katte
Matthias Katte (Hovac) - 27.12.2012 11:35 Uhr

Maisch forderte zugleich ein einfaches und öffentlich organisiertes „Basisprodukt"

Mal scharf nachdenken, da fällt mir die gesetzliche Versicherung ein, die ist öffentlich, hat geringe Verwaltungs- und gar keine Provisionskosten.
Leider ist der Diebstahl aus dieser ehemaligen Versicherung so groß geworden, dass sie eine Sondersteuer für Normal- und Geringverdiener geworden ist.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 27.12.2012 18:42 Uhr
Matthias Katte
Matthias Katte (Hovac) - 27.12.2012 18:42 Uhr

Das Problem Ihres Favoritensystems ist

der Anlagezwang des Kapitals. Wie denken Sie ständen viele private Rentenversicherer heute da wenn ihnen ihre Staatsanleihen nicht mit unser aller Steuergeld abgekauft worden wären?

Fragen Sie mal US-Bürger wie sich ihre Pensionsfonds basierende Alterssicherung in der letzten Zeit entwickelt hat.

Und ja, die GKV ist auch nicht richtig berechnet. Die Einzahlungen, auf deren Grundlage der eigenen Anspruch berechnet wird, sind ja nichts anderes als die Rentenzahlungen an die eigenen Eltern und Großeltern. Wer keine zahlenden Kinder hat, hat eigentlich keinen eigenen Anspruch. Bei wenigen kann man das solidarisch lösen, bei der aktuellen Geburtenrate nicht mehr.

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Thomas Junggeburt

Natürlich hat die GRV geringe Verwaltungskosten...

...liegt zum einen an ihrer Größenordnung (Fixkostendegression), die sie ohne Versicherungszwang nicht hätte und zum anderen daran, dass sie ja praktisch keine Leistung erbringt.

Wenn private Anbieter nur Inkasso- und Exkasso betreiben würden (und dabei noch Arbeitgeber und Steuerberater zwangsverplichten würden, ein Punkt, der bei der Kostenbetrachtung meistens geflissentlich übersehen wird) würden die Kostenquoten natürlich auch niedriger sein.

Trotz allem Gemeckere wird in der privaten Versicherungswirtschaft Kapital gebildet, in der GRV nicht.

Geld von Beitragszahlern zu kassieren, um nachfolgenden Generationen Zahlungsverpflichtungen aufzuhalsen ist ein inflations-, konjunktur- und demografieanfälliges System, wie so langsam auch den Letzten klar wird.

Da nützen niedrige Kosten gar nichts, das ist geschenkt noch zu teuer.

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Francesco Mancina

Falscher Titel !

Richtig : Verbraucher sollten Milliarden verlieren bei Vorsorge

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Wilhelm Wacker

Populismus pur!

Da hat man also wieder einmal eine Studie bei einem Professor bestellt und der hat auch geliefert. Toll.

Jetzt warte ich noch auf die Studien, die den Vermögensverlust der Deutschen dadurch beschreibt, dass sie
-Neuwagen nach 2,3, oder 4 Jahren verkaufen (Wertverlust!)
-deutsche Autos statt Dacias kaufen
-Lebensmittel und Verbrauchsgüter nicht nur bei Billigdiscounter kaufen
-Kleidung nicht nur bei Kick kaufen
-Zigaretten und Alkohol konsumieren
-Auto fahren statt Rad zu fahren
-Lebensmittel wegwerfen
-Kleidung nach Modegesichtspunkten entsorgen
etc. usw.

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27.12.2012, 07:37 Uhr

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Verbieten, verbieten, verbieten!

Von Patrick Bernau

Helmpflicht auf E-Bikes, Null Promille am Steuer, kein Fleisch auf dem Teller! Wer als Politiker bekannt werden will, muss neue Regeln erfinden oder neue Verbote fordern. Gut ist das nicht. Mehr 25 61


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