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Veröffentlicht: 13.02.2013, 12:42 Uhr

Studie OECD kritisiert Steuerschlupflöcher für Großkonzerne

Internationale Großkonzerne nutzen laut einer OECD-Studie in großem Ausmaß legale Kunstgriffe, um Steuern zu sparen. Über Tochtergesellschaften lagern sie Gewinne in Länder aus, in denen weniger Steuern anfallen.

© Rüchel, Dieter Wohin mit den Gewinnen? Im Vorteil sind Konzerne, die Tochtergesellschaften in Niedriegsteuerländern besitzen.

Viele international tätige Großkonzerne nutzen laut einer Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) geschickt legale Steuerschlupflöcher, um ihre Steuerlast zu minimieren. So könnten sie ihre Steuern in manchen Fällen auf 5 Prozent beschränken, während kleinere Firmen 30 Prozent zahlen müssten, heißt es in dem OECD-Bericht.

Über Tochtergesellschaften können Konzerne ihre Gewinne in Länder auslagern, in denen weniger Steuern anfallen. Die Verluste gäben sie dagegen in den Tochtergesellschaften in den Hochsteuerländern an.

OECD: Vorgehen wird immer aggressiver

 „Diese Taktiken sind zwar strenggenommen legal, sagte OECD-Generalsekretär Angel Gurría: “Sie beeinträchtigen aber die Steuergrundlage vieler Länder und gefährden die Stabilität des weltweiten Steuersystems.“ Das Vorgehen der Großkonzerne sei in den vergangenen zehn Jahren immer aggressiver geworden, warnen die Autoren des Berichts.

Entstanden seien die Schlupflöcher durch die unzureichende Abstimmung zwischen den nationalen Steuersystemen. Viele Regeln, die in der guten Absicht entstanden seien, Unternehmen vor einer Doppelbesteuerung zu schützen, führen laut der Studie letztlich dazu, dass überhaupt keine Steuern gezahlt werden. Die Schlupflöcher könnten nur durch eine stärkere internationale Koordination der Staaten geschlossen werden.

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Dem Bericht zufolge sind die bestehenden Steuergesetze teilweise veraltet. Sie müssten an veränderte Rahmenbedingungen angepasst werden, wie etwa an die grenzüberschreitenden Verflechtungen der Unternehmen und die große Bedeutung des geistigen Eigentums und der neuen Kommunikationstechnologien. Es sei beispielsweise möglich, über das Internet in einem Land wirtschaftlich tätig zu sein, ohne dort Steuern zu entrichten.

Der Bericht wurde im Auftrag der Finanzminister der führenden Industrie- und Schwellenländer (G-20) erstellt, die Ende der Woche in Moskau über die Besteuerung von Großunternehmen beraten wollen.

Quelle: FAZ.NET

 

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