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Studie Elektronische Gesundheitskarte wird teurer

16.09.2006 ·  Die Kosten für die geplante elektronische Gesundheitskarte sind offenbar um ein Vielfaches höher als erwartet. Nach einer aktuellen Studie könnten sie sich auf bis zu 7 Milliarden Euro belaufen - statt der angekündigten 1,4 Milliarden.

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Die Einführung der geplanten elektronischen Gesundheitskarte wird deutlich teurer als geplant. Statt der rund 1,4 Milliarden Euro, von denen das Gesundheitsministerium bislang ausging, werden es 3,9 Milliarden Euro sein, im ungünstigsten Fall sogar 7 Milliarden Euro. Das geht aus einer Kosten-Nutzen-Analyse für die Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte (Gematik) hervor, die der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vorliegt. Die rund 585 Millionen Euro Anschaffungskosten für die Karten sind in diesen Beträgen noch nicht enthalten.

Gesellschafter der Gematik, die die elektronische Gesundheitskarte einführen soll, sind die Spitzenorganisationen des deutschen Gesundheitswesens. Der Studie zufolge liegen die Kosten auch nach einer auf fünf Jahre gestreckten Einführungsphase mit 5,2 Milliarden Euro noch um 800 Millionen Euro über den erhofften Einsparungen. Entlastet werden allerdings die Kassen, netto um 2,2 Milliarden Euro. Bei den Ärzten gehen die Verfasser der Kosten-Nutzen-Analyse dagegen von Gesamtbelastungen von 1,933 Milliarden Euro aus. Dem stünden Entlastunge in einem Umfang von 553 Millionen gegenüber. Nach zehn Jahren halten sich Kosten und Nutzen mit insgesamt gut 14 Milliarden Euro der Studie zufolge gerade mal die Waage.

Quelle: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 17. September 2006
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