11.12.2006 · Der Wirtschaftsminister hat nach Informationen der F.A.Z. die Chefs der vier großen deutschen Stromerzeuger zum Gespräch nach Berlin geladen. Glos beharrt darauf, das Kartellamt künftig schärfer die Preispolitk der Konzerne kontrollieren zu lassen.
Vorstände der vier großen deutschen Stromerzeuger kommen am Mittwoch zu einem Gespräch mit Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU) in Berlin zusammen.
Glos hatte nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (Dienstagausgabe) zu dem Treffen eingeladen, bei dem er auch auf die massive Kritik der Branche an seinen Plänen für eine stärkere Kontrolle der Strompreise eingehen dürfte.
Schärfere Kontrolle auf Mißbrauch
Glos will dem Kartellamt mehr Möglichkeiten geben, die Preisgestaltung der Konzerne auf Mißbrauch zu kontrollieren. Die Konzerne, auch der wissenschaftliche Beirat beim Ministerium, haben das kritisiert. Sie argumentieren, damit werde die Liberalisierung des Strommarktes zurückgenommen.
Glos dagegen hält angesichts der weitgehenden Konzentration der deutschen Erzeugungskapazitäten auf die vier Unternehmen RWE, Eon, Vattenfall und EnBW die Möglichkeit für gegeben, daß sie den Wettbewerb aushebeln könnten.
An dem Treffen nehmen die Chefs von Eon-Energie, Johannes Teyssen, und RWE Power, Jan Zilius, sowie von Vattenfall Europe, Klaus Rauscher, und EnBW, Utz Claassen, teil. Daß sie Glos von seinen Plänen abbringen könnten, wird in der Branche bezweifelt.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.368,84 | −1,82% |
| Dow Jones | 12.422,40 | −1,26% |
| EUR/USD | 1,2392 | −0,77% |
| Rohöl Brent Crude | 103,47 $ | −3,16% |
| Gold | 1.579,50 $ | 0,00% |
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