http://www.faz.net/-gqe-77gyf
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
F.A.Z.-Index -- --
DAX ® -- --
Dow Jones -- --
EUR/USD -- --

Veröffentlicht: 07.03.2013, 08:30 Uhr

Streit über Mehrkosten Ramsauer warnt vor höheren Bahnpreisen wegen Stuttgart 21

Verkehrsminister Ramsauer hat vor einem Anstieg der Ticketpreise bei der Bahn gewarnt, falls sich Stuttgart und Baden-Württemberg nicht an den Mehrkosten für den umstrittenen Bahnhof Stuttgart 21 beteiligen. Bahnfahren dürfe deshalb nicht teurer werden, sagte er.

© Wresch, Jonas Verkehrsminister Ramsauer fürchtet, dass alle Bahnkunden die Mehrkosten für Stuttgart 21 tragen könnten

Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) hält höhere Ticketpreise bei der Bahn für möglich, sollte sich das Land Baden-Württemberg nicht an den Mehrkosten für Stuttgart 21 beteiligen. „Bahnfahren darf nicht teurer werden, weil sich ein einzelnes Land seiner Verantwortung entzieht“, sagte Ramsauer der„Bild“-Zeitung. Die Kosten für das vor  Jahrzehnten gemeinsam vereinbarte Bauprojekt müssten von Bahn, Land  und Stadt gemeinsam getragen werden: „Baden-Württemberg darf seine  Vertragspartner nicht im Regen stehen lassen.“

Auch der Chef des Verkehrsausschusses im Bundestag, Anton Hofreiter (Grüne), sagte: „Mittelfristig werden Bahnkunden S21 mit steigenden Ticketpreisen zahlen.“Nach Schätzungen des Bahnexperten Christian Böttger von der  Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin müssten die  Bahnpreis rein rechnerisch um drei Prozent für die nächsten zehn  Jahre steigen, um die Mehrkosten für Stuttgart 21 aufzufangen. Er  rechne allerdings eher damit, dass die Bahn bei der Infrastruktur  sparen werde, statt die Preise zu erhöhen. „Das heißt, wir bauen  Stuttgart, lassen aber andere Bahnhöfe verfallen“, sagte Böttger.

Mehr zum Thema

Am Dienstag hatten die Bahn-Aufseher entschieden, dass das  Tiefbahnhofprojekt in Stuttgart trotz Mehrkosten weitergebaut  werden soll. Der Aufsichtsrat hatte dabei einer Erhöhung des  Kostenrahmens von 4,5 auf 6,5 Milliarden Euro zugestimmt. Der  Konzern will seine Projektpartner - das Land Baden-Württemberg, die  Stadt und die Region Stuttgart - auffordern

.

Quelle: AFP, dpa

 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Londoner U-Bahn Bahnfahren rund um die Uhr

Die britische Hauptstadt hat einen entscheidenden Schritt gemacht - zu einer Stadt, die niemals schläft. Die Untergrundbahn fährt in London nun auch nachts. Mehr Von Gina Thomas, London

19.08.2016, 20:27 Uhr | Gesellschaft
Mögliches Burka-Verbot De Maizière will Gebot zum Gesicht zeigen rechtlich regeln

Vor einem Treffen der Innenminister der Union in Bund und Ländern haben Bundesinnenminister Thomas de Maizière und der baden-württembergische Innenminister Thomas Strobl Erwartungen an ein mögliches Burka-Verbot von sich gewiesen. Mehr

19.08.2016, 19:36 Uhr | Politik
Folgen der EZB-Geldpolitik Genossenschaftsbanken gegen Strafzinsen für Privatkunden

Für Spareinlagen über 100.000 Euro hat die Raiffeisenbank Gmund am Tegernsee kürzlich Strafzinsen eingeführt. Wenn es nach dem Präsident der Genossenschaftsbanken geht, soll das aber die Ausnahme bleiben. Mehr

21.08.2016, 14:31 Uhr | Finanzen
Ein Jahr Flüchtlingskrise Im Land der Helfer

Sie sind die Dienstleister der Kanzlerin: Ehrenamtliche, die seit einem Jahr Fulltime arbeiten. Doch was wird, wenn bald nichts mehr zu tun ist? Mehr Von Von Ralph Bollmann und Jenni Thier

19.08.2016, 11:03 Uhr | Wirtschaft
Flüchtlingsheime Viel Platz für wenige Flüchtlinge

Der kleine Ort Meßstetten in Baden-Württemberg musste während der Hochzeit der Flüchtlingskrise knapp 4000 Asylsuchende aufnehmen. Die Bürger waren zunächst skeptisch. Jetzt sind kaum noch Flüchtlinge da – und die Meßstetter bedauern das fast. Mehr Von Rüdiger Soldt, Meßstetten

20.08.2016, 13:22 Uhr | Politik

Resterampe der Energiewende

Von Helmut Bünder, Düsseldorf

Die Eon-Aktionäre können sich nicht mehr dagegen wehren, dass ihnen bald Anteile an Uniper gehören. Das Papier bleibt nach den neuen Zahlen eine riskante Wette für Wagemutige. Mehr 3 6

Abonnieren Sie den Newsletter „Wirtschaft“

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden