09.01.2013 · Die SPD erwägt offenbar im Fall eines Wahlsiegs eine Bremse bei den Mietpreisen und eine Neuregelung bei den Maklergebühren. Dazu haben einem Medienbericht zufolge SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück, Fraktionschef Steinmeier und Niedersachsens Spitzenkandidat Weil ein Strategiepapier ausgearbeitet.
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... können nicht mit Geld umgehen". Und: "Sie verstehen
nichts von Wirtschaft".
Das war vor 40 Jahren das Credo meines Großvaters. Seitdem habe
ich versucht, für diese starken Thesen irgendwo einen Gegenbeweis
zu finden.
Ich habe noch keinen gefunden.
Eigenartig.
Wie kommt es dann, dass ein Sozi den Reformstau der Kohlschen Regierung
abgebaut hat? War es nicht Schröder, der die galoppierende
Staatsverschuldung und steigende Arbeitslosigkeit, die unter Kohl
explodiert sind, eingedämmt hat?
Wie kommt es dann, dass die US-Wirtschaft niemals vorher und nachher so
gebrummt hat wie unter Clinton?
Nicht, dass ich die SPD jetzt als exzellente Wirtschaftspartei
hinstellen möchte, was aber - wieder mal - hier völlig
unpassend ist, ist Ihr schwarz-weiss-Denkmuster.
Ich verstehe gar nicht, wie Wohnungen fehlen können
Angeblich werden wir doch so wenige, dass Hochqualifizierte importieren müssen.
hat doch mit dem Anderen nichts zu tun!
Auch ich bin der Auffassung, daß die (zumindest vollständige)
Bezahlung des Maklers durch den Mieter nicht richtig ist. Aus eigener
Erfahrung weiß ich, daß die Loyalität des Maklers
häufig bei seinem Auftraggeber, also dem Vermieter, liegt,
während der (zukünftige) Mieter die komplette Bezahlung
übernehmen soll. Das gehört geändert.
Das führt aber meiner Ansicht nach weder zu einem höheren
Wohnungsangebot noch zu sinkenden (oder weniger stark steigenden)
Mieten. (Eher im Gegenteil, denn der Vermieter wird die
Maklergebühren sicherlich versuchen, auf die Kaltmiete umzulegen -
was auch nicht verwerflich ist!)
Insofern wäre dieser Ansatz - obwohl richtig - im Sinne des
sogenannten Strategiepapiers sogar kontraproduktiv.
Kommt dadurch nur eine einzige Wohnung mehr auf den Markt? Ist dadurch für eine einzige Wohnung die Miete geringer? Erleichtert das einem einzigen Wohnungssuchenden das Auffinden einer geeigneten Wohnung. Alles nicht - im Gegenteil, wer als Vermieter einem Mieter selbst die Schlüssel in die Hand gibt, schaut da noch etwas kritischer hin wer auf der Matte steht.
Schön, daß auch die SPD erkannt hat, die Kosten verursachergerecht
zu verrechnen. In der freien Wirtschaft eigentlich schon lange Usus und selbst in der CDU kam man schon auf die Idee. Ich bin gespannt auf die nächste Innovation aus dem Hause Gabriel.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 11.01.2013 15:47 Uhr"Makler"...
...sind eben keine "freie Wirtschaft".
Auf Makler sind Sie als Konsument, der bspw. in einem Monate eine
Wohnung in München braucht, um dort den neuen Job zu machen
ANGEWIESEN. Und, das Beste, da der Makler vom Mieter gezahlt wird, aber
vom Vermieter bestellt wird, haben Sie als Konsument keine Wahl.
Das ist sicher *KEINE* "freie Wirtschaft".
Verursachergerecht wird erst gezahlt, wenn Wettbewerb herrscht, dass
heisst derjenige zahlen muss, der bestellt.
samt der von Ihnen vertreten Länder und Kommunen haben ja jahrlang alles dafür getan, das sich Investitionen in den Wohnungsbau nicht lohnen. Da wären die Abschaffung der Eigenheimförderung durch Herrn Eichel und Herrn Steinbrück, die Besteuerung von Zinsen, die nicht einmal die Inflation ausgleichen unter anderem durch Halbierung des Sparerfreibetrages, die eifrige Nichtausweisung von Bauland, unsinnige Parkplatzverordnungen, kostentreibende Wärmeschutzmaßnahmen mit Brandbeschleunigern(Polystyrol) und sonstige überflüssige Bauvorschriften. Liebe Genossen, schafft lieber euren alten Unsinn ab, statt mit neuen Quacksalbereien für noch mehr Chaos zu sorgen. Bitte, bitte!!!!!!!!!!!!!!
Show oder weltfremd? Auf jeden Fall wirkungslos.
Die Realität sieht doch im Vermietermarkt (München, Frankfurt
etc.) so aus: Eigentümer bestellt Makler. Makler bietet in
Sammelbesichtigungen die Wohnung an. Wer den Zuschlag bekommen
möchte, bekommt den Maklervertrag vorgelegt und muss unterschreiben
und bezahlen.
Im Mietermarkt (Leipzig etc) würde das ein Interessent wiederum
nicht machen (müssen).
Was soll dieses Gesetzt dagegen ausrichten?
und versuchen auf Teufel komm raus Themen zu finden, um einfältige Menschen zu einer Stimme für die SPD zu verführen.
Ablenkungsmanöver im vorgezogenen Wahlkampf
Alles schön und gut - vielleicht. Viel mehr interessieren den
Bürger jedoch existenziellere Fragen, z.B. ob die SPD noch immer
über Eurobonds oder ähnliche Instrumente eine
gesamtschuldnerische Haftung der BRD einführen will. Ob der Euro in
heutiger Ausgestaltung eine tragfähige Grundlage hat. Wie die
Belastungsgrenze unseres Landes zu definieren ist. Wie die SPD zu einer
neuen Verfassung gemäß Art. 146 GG steht. Wie sie es mit
Volksabstimmungen zu existenziellen, staatsrechtlichen Fragen halten will.
Wenn diese Themen nicht sachgerecht und existenziell interessewahrend
beantwortet werden, braucht sich diese Partei über die Finanzierung
von Wahlgeschenken keine Gedanken mehr zu machen.
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