http://www.faz.net/-gqe-7b2xx
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Veröffentlicht: 07.07.2013, 16:29 Uhr

Steuerzahlergedenktag Gieriger Staat

Mit dem Steuerzahlergedenktag wird Abstraktes konkret: Erst vom 8. Juli an arbeiten die Deutschen für die eigene Tasche. Mit einer Vermögensbesteuerung könnte es sogar bis Weihnachten dauern, bis die Maschinen nicht mehr für den Staat laufen müssten.

von

Wenn es den Steuerzahlergedenktag nicht gäbe, müsste er schleunigst erfunden werden. So wird Abstraktes konkret. Dass die Belastung der Einkommen mit Steuern und Abgaben 51,6 Prozent beträgt, lässt sich leichter mit einem Schulterzucken wegdrücken als die Aussage: Erst vom 8. Juli arbeiten die Deutschen für die eigene Tasche.

Manfred Schäfers Folgen:

Dass das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung auf einen früheren Termin kommt, hat nicht viel zu sagen: Die Berliner Wirtschaftsforscher, die gerne höheren Steuererhöhungen das Wort reden, verwenden eine andere Bezugsgröße, die weniger geeignet ist als das Volkseinkommen.

Für die politische Diskussion ist etwas anderes wichtiger. So hat sich der Bundesverband der Deutschen Industrie mit der Frage beschäftigt, wie lange die Maschinen für den Staat laufen müssen, wenn es zu einer ergänzenden Vermögensbesteuerung käme. Er nennt den Oktober, aber das gilt nur, wenn Unternehmen ordentlich verdienen. Wenn nicht, haben sie Pech: Dann dürfen sie den Angaben zufolge fast bis Weihnachten für den Fiskus wirtschaften. Bei allen Unschärfen, die in diesen Rechnungen stecken: Das geht zu weit. Schon heute ist der Staat reichlich gierig.

Mehr zum Thema

Quelle: F.A.Z.

 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Wo die wahre Action ist

Von Carsten Knop

Die Actionkameras von Go Pro waren eine Zeit lang der große Renner. Aber die Erfolgsgeschichte ist zu einem jähen Ende gekommen. Mehr 8


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --

Gestiegenes Armutsrisiko Arme Zuwanderung lässt Mittelschicht schrumpfen

Mehr Reiche, mehr Arme und weniger dazwischen: Seit der Wiedervereinigung ist der Anteil der Mittelschicht von 60 auf 54 Prozent der Bevölkerung gesunken. Was die Zuwanderung damit zu tun hat. Mehr Von Philip Plickert 36

Abonnieren Sie den Newsletter „Wirtschaft“

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden