03.05.2005 · Die Regierung will nach einem Zeitungsbericht noch vor der Sommerpause die Erbschaftsteuer für Unternehmen senken. Wer seinen Betrieb nach dem Erbfall zehn Jahre weiterführt, soll steuerfrei erben.
Die Bundesregierung will laut einem Zeitungsbericht noch vor der Sommerpause die Erbschaftsteuer für Unternehmen, die Arbeitsplätze erhalten, spürbar senken.
Bereits am Mittwoch solle das Bundeskabinett einen entsprechenden Gesetzentwurf verabschieden, berichtet die „Süddeutsche Zeitung“. Besitzer großer Privatvermögen sollten von dem Steuervorteil nicht profitieren. Ziel des Gesetzes sei die Erhaltung und Sicherung von Unternehmen als Garanten von Arbeitsplätzen, als Stätte des produktiven Wachstums und in ihrer gesellschaftlichen Funktion als Ort beruflicher und sozialer Qualifikation, heißt es im dem Entwurf, welcher der Zeitung vorliegt.
Zehn Jahre den Betrieb weiterführen - steuerfrei erben
Firmeninhaber, die einen Betrieb nach dem Erbfall oder einer Schenkung mindestens zehn Jahre weiter führen, sollen von der Erbschaftsteuer befreit werden. Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) greift ein Modell Bayerns auf, über das Kanzler Gerhard Schröder (SPD) und die Unionschefs Angela Merkel (CDU) und Edmund Stoiber (CSU) auf dem Jobgipfel beraten hatten.
Eichel hatte vergangene Woche angekündigt, nun doch einen eigenen Gesetzentwurf zu Erleichterungen bei der Erbschaftsteuer auf der Basis des bayrischen Entwurfs vorzulegen.
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