Home
http://www.faz.net/-gqg-750v0
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
easyfolio

Steuerabkommen gescheitert Vermittlungsausschuss für Nachverhandlungen mit der Schweiz

Deutschland soll das Steuerabkommen mit der Schweiz nachverhandeln. In seiner bisherigen Form lehnen es SPD und Grüne weiter ab. Steuerhinterzieher dürften nicht besser gestellt werden als Steuerzahler, sagen sie.

© dapd Vergrößern Der Bundestag hatte zugestimmt, dann haben SPD und Grüne das Steuerabkommen mit der Schweiz in der Länderkammer blockiert - nun ist es vom Tisch.

Das Steuerabkommen mit der Schweiz ist endgültig gescheitert. Im Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat lehnten die Vertreter von SPD und Grünen Nachverhandlungen am Mittwoch ab, weil sie die Regelungen für ungerecht halten, berichteten Teilnehmer.

Nach dem Abkommen sollte auf das bei Schweizer Banken liegende Schwarzgeld deutscher Steuerhinterzieher einmalig eine Pauschalsteuer zwischen 21 und 41 Prozent an den deutschen Fiskus überwiesen werden. Dies sollte anonym und rückwirkend für zehn Jahre geschehen. Künftige Erträge sollten dann von 2013 an genauso besteuert werden wie in Deutschland.

SPD und Grüne bezweifeln Einnahmeschätzungen

Die schwarz-gelbe Koalition rechnete damit, dass dadurch allein 2013 bis zu zehn Milliarden Euro in die Kassen der deutschen Haushalte fließen dürften. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hatte angeboten, den Ländern die Einnahmen zu überlassen.

Mehr zum Thema

SPD und Grüne bezweifelten die Einnahmeschätzungen. Sie kritisierten vor allem, dass Steuerhinterzieher bis zum 1. Januar 2013 Zeit bekommen hätten, ihr Schwarzgeld aus der Schweiz zu verbringen. Es gehe nicht an, Steuerbetrüger nachträglich noch zu belohnen, hieß es. In der Schweiz dagegen hat das Abkommen bereits alle parlamentarischen Hürden genommen.

Quelle: DPA

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Eurogruppenchef in Athen Das Ende der Schonfrist

Athen kündigt den Troika-Kontrolleuren der internationalen Geldgeber. Nach dem Machtwechsel ist der erste große Krach zwischen dem klammen Land und den anderen Euroländern da. Den griechischen Banken geht derweil das Geld aus. Eine Analyse. Mehr Von Michael Martens

30.01.2015, 17:31 Uhr | Wirtschaft
Krawalle in Glasgow

Nach der gescheiterten Abstimmung für eine Unabhängigkeit Schottlands kam es in der Nacht zu Auseinandersetzungen zwischen Unionisten und Separatisten. Mehr

20.09.2014, 11:52 Uhr | Politik
Eurokrise Das Ringen um den Schuldenschnitt beginnt

Nach dem Wunsch des griechischen Finanzministeriums sollen mit dem heutigen Besuch von Eurogruppen-Chef Dijsselbloem bereits die Neuverhandlungen über Athens Schulden beginnen. Politiker rufen ihn dazu auf, hart zu bleiben. Mehr

30.01.2015, 08:24 Uhr | Wirtschaft
Deutschland lernt sparen 2013 Fonds, aber bitte günstig!

Wie soll man sein Geld in Unternehmen investieren? Am besten durch einen Fonds. Wichtig bei der Fondsauswahl: Er sollte möglichst breit streuen und möglichst günstig sein. Mehr

21.11.2014, 12:45 Uhr | Finanzen
Indonesien Präsident lehnt Gnadengesuche von Ausländern im Todestrakt ab

Der Präsident Indonesiens kennt bei Drogendelikten keine Gnade. Jetzt sollen wieder mehrere Ausländer hingerichtet werden, die mit Drogen gehandelt oder sie eingeführt haben sollen. Mehr

29.01.2015, 06:48 Uhr | Gesellschaft
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 12.12.2012, 20:14 Uhr

Riskantes Betongold

Von Michael Psotta

Die attraktiven Immobilienobjekte in Deutschland sind rar und vor allem teuer. Außerhalb der Großstadtgrenzen steigt das Risiko einer Fehlinvestition. Wer trotzdem sein Geld geschickt anlegen will, muss nicht unbedingt Wohnungen kaufen. Mehr 5 10


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --
Umfrage

Soll Griechenland aus dem Euro ausscheiden?

Alle Umfragen

Bitte aktivieren Sie ihre Cookies.

Grafik des Tages Geldmaschine Real Madrid

Der umsatzstärkste Fußballclub ist ein spanischer. Viel Geld verdienen auch britische Vereine. Aus Deutschland schafft es in dieser Rangfolge nur einer unter die ersten zehn. Mehr

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden