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Steuer-CD Taktik mit Dieben

 ·  Die SPD unterschätzt den Schaden am Rechtsempfinden, der entsteht, wenn der Staat Geschäfte mit Datendieben macht.

Artikel Lesermeinungen (34)

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Keith Emerson

Sozialistische Geldbeschaffung

Diese beiden altmodischen Tantchen, die das Land NRW regieren, können nur eines: Geld ausgeben, das ihnen nicht gehört aber das können sie richtig gut. Um zu verhindern, daß das Land NRW noch während ihrer Regierungszeit Insolvenz anmelden muß, sind sie jetzt auf den kriminellen Datenklau gakommen. Allerdings wissen sie scheinbar nicht, daß selbst Tausende Datenklau-CDs nicht soviel Geld einbringen können, wie sie für ihre Shopping-Touren benötigen.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 16.07.2012 20:23 Uhr
Dietmar Mideck

Steuerhinterziehung ist...

nach Ihrer Ansicht kein "krimineller Akt". Vielleicht sind Sie ja einer, der auf dieser CD aufgespürt wird?

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klaus keller
klaus keller (klkeller) - 16.07.2012 17:20 Uhr

Die Menschen sollten ihrem Geld ggf nacheilen

wenn ich genug Geld in der Schweiz hätte wüde ich mich fragen ob ich nicht gleich bleibe. So schlecht ist das Land ja nicht. Es ist halt nicht billig dort zu leben denke ich.

Die SPD wird es nicht stören, Hauptsache die Kalkulation geht auf die da heißt wählt uns denn wir sind die Guten welche die bösen Steuerhinterzieher verfolgen.

Rechtsstaatliche Prinzipien oder die Idee: Guter Nachbar seín nach innen und nach außen, sind längst Geschichte

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Closed via SSO

Schweizer Heuchelei

Mein Rechtsempfinden leidet stärker darunter, dass Schäuble & Co. eine Generalamnestie für
alle Steuerbetrüger und die daran beteiligten Schweizer Banker wollen.
HartzIV-ler sollen aber bei kleinsten Betrügereien hart bestraft werden. Während Schäuble
uns im Glauben einer gerechten Sache lässt, bringen die Schweizer Banken die Milliarden
in Finanzprodukte, die nicht unter die Abgeltungssteuer fallen oder in Offshore-Konten ins
ferne Ausland. Wo bleibt da die Moral und der Anstand?

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 16.07.2012 19:54 Uhr
Helga Zießler

Und warum, Herr Annacker

...sollen unsere Politiker nicht bestraft werden für eine Straftat, die sie begehen? Sie wissen doch sicher, Herr Annacker, dass Sie bestraft werden würden, wenn Sie wissentlich Diebesgut kaufen, nicht wahr? Für Politiker soll aber das Gesetz nicht gelten? Merkwürdig, dieses "gesunde" Rechtsempfinden... :- (

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Lars Koschorreck

Rechtsempfinden

"..Auch unterschätzt die SPD den Schaden am Rechtsempfinden, der entsteht, wenn der Staat so munter Geschäfte mit Datendieben macht..."

nach Abwägung der Rechtsgüter Steuerhinterziehung, hierzulande Kapitalverbrechen, in anderen Ländern lediglich Ordnungswidrigkeit, vs. "Datendiebstahl" ist die Meinungsbildung des unbedarften Michels doch vorhersehbar. Nicht zuletzt Dank des an Indoktrinierung grenzenden Journalismuses der "Mittelstrom-Medien" (FAZ mal ausgenommen) die sich letztendlich auf eine profane Neiddebatte reduzieren lässt. Datendiebstahl ist doch irgendwie cool. Was sind schon "geklaute" Daten im Vergleich zu dem hochstilisierten "asozialen" Steuerbetrüger? Der Leviathan lässt sich seine Pfründe nicht nehmen - dazu ist ihm jedes Mittel recht.

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Egon Weissmann
Egon Weissmann (EgonOne) - 16.07.2012 16:55 Uhr

Steuern ueber alles !

Ich weiss nicht viel von dem Rechtsempfinden der Buerger der Republik, aber handelt es sich doch nicht um Zussammenarbeit des Staates mit Dieben?
Macht das nicht den Staat zum Accomplize von Kriminellen?
Wuerde Ludwig Normalverbraucher sowas tun, bekaem er sicherlich ein Ticket zum naechsten Gefaengnis. Oder haben sich die Zeiten so geaendert dass man das Verfolgen der angeblichen "Steuersuender" ueber alles setzt, nur um das Neidgefuehl vieler zu befriedigen?. Oder ist jetzt ein Robin Hood in Deutschland erstanden der es von den "Reichen" nimmt um es an die Armen zu verteilen?
Wenn ds so weiter geht sollten sich mehr Buerger ueberlegen ob der Staat ihre Interessen vertraetet, oder "social engineering" macht und erst dann gluecklich ist wenn alle "arm" sind. Hatten wir nicht sowas in der DDR und annderen "gesegneten" Laendern?
Wehe jemand hat 250,00 Euro Besitz, objects d'art. oder einen Kruegerrand unter der Matratze. Die Steuersammler kommen.
Pax vobicum

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 16.07.2012 20:28 Uhr
Dietmar Mideck

Kavaliersdelikt???

Hallo, aufwachen, hier handelt es sich um Steuerhinterziehung...und ist in Deutschland immer noch strafbar.
"Ludwig Normalverbraucher wird kaum in der Lage sein, sein "minus-vermögen" in die Schweiz zu transferien. Oder sind Sie etwa einer von den "Reichen", die jetzt "bibbern", nicht auf der CD zu sein?

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Helga Zießler

Ja, lieber Egon Weissmann

...Sie treffen genau ins Schwarze. Der Staat macht sich der Hehlerei schuldig, und die Politiker, die mein (Steuer-)Geld dafür ausgeben, Diebesgut zu kaufen, gehören vors Gericht und ins Gefängnis. Aber offenbar stehen die Herrschaften über dem Gesetz, das ist schon so bemerkenswert, dass es sogar bei Ihnen im fernen Kanada auffällt.
Unser ganzer Staat ist eine Art Robin Hood - die Umverteilung ist sein beliebtes Spiel, und dann - Sie haben ganz recht - ist es eines Tages endlich so wie in jedem ordentlichen sozialistischen Land. Dann sind alle gleich - gleich arm nämlich...

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Lukas Werth

Putzig, dieser Artikel und die Leserzuschriften.

Rechtsempfinden? Das wird doch wohl schon von der Schweiz verletzt, deren Wohlstand schon seit Jahrzehnten darauf fußt, dass sie die Sure von politischen Verbrechern in aller Welt bei sich Eier legen läßt. Da sind die deutschen Steuersünder wohl noch harmlos, aber der Staat sollte sie natürlich verfolgen, da lag Steinbrück damals völlig richtig, da liegt die Regierung von NRW völlig richtig.
Was hier anzuprangern ist, das ist das verheuchelte Bankgesetz der Schweiz, ein Land, dass politisch so selbstbezogen ist wie kaum ein zweites von seinem Wohlstand und seinem (eigentlichen) Niveau.

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Oliver Schmidt
Oliver Schmidt (olsm1) - 16.07.2012 15:55 Uhr

Für ein Linsengericht....

Wenn man den Artikel der Autorin so liest kann man ihr durchaus zustimmen. Mann kann sich aber auch bemühen, mal einen Blick auf die zweite Seite der Medaille zu werfen.

Wenn von 10 Milliarden entgangenen Steuereinnahmen die Rede ist, muss man aber auch die Rechnung aufmachen wie viele Milliarden an Steuern eben durch dieses Steuerabkommen ganz offiziell nicht versteuert werden. Und das ist ein Vielfaches! Damit hat die vermeindliche Blockadehaltung der SPD durchaus was für sich. Es wird nämlich weiter der Druck auf die Schweiz und die säumigen Steuerzahler aufrecht erhalten. Der Ruf der Steueroase wird weiter unterminiert und die säumige Steuerzahler können auch nicht so ruhig schlafen wie gewünscht. Wie groß der Schaden am Rechtsempfinden der Bürger ist, wenn nun demnächst, politisch legitimiert, gegen ein kleines Entgelt Steuerhinterziehung betrieben wird, lässt die Autorin ebenfalls außer Acht. Für einen differenzierten Journalismus sollte man sich diesen Luxus aber leisten.....

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Ralf Schuster

Leider klingt es so, als wenn man Steuerflucht verteidigen würde

Es wäre schön, wenn diejenigen, die den Staat oder die lesende Mehrheit wegen des Ankaufs von Steuer-CD's (zurecht) kritisieren, zunächst einmal klarstellen würden, dass diejenigen, die auf diesen CD's verzeichnet sind, eine Straftat begangen haben, deren Verfolgung durchaus im Interesse des Staates ist. Ob sich dann der Staat auch nicht zweifelsfrei rechtstaatlicher Mittel bei der Strafverfolgung bedienen darf, wird nicht nur in diesem Punkt diskutiert. Der Verweis auf die überbordenden Ausgaben des Bundes ist hier aber fehl am Platz: Mit dieser Begründung brauche ich auch keine Bußgelder wegen zu schnellen Fahrens bezahlen.

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fridolin hinterhuber

Weiß nicht...

Zweifelsfrei bewegt sich die Politik mit dem Ankauf in einer Grauzone.Andererseits:Das Schweizer Geschäft mit der Beihilfe zum Steuerbetrug ist sehr einträglich,aber gilt fast überall auf der Welt (nicht nur in Deutschland) als kriminell.Man sollte sich also davor hüten,dieses allzu diskrete Private Banking als etwas Vornehmes,Legales zu betrachten.Es ist in der Schweiz legal,weil dort die Gesetze den Wünschen der Banken angepasst sind.Hat ein Deutscher jedoch seinen Wohnsitz in Deutschland und deklariert sein Schweizer Geld hier nicht,ist er ein Betrüger.So einfach ist das.Es wundert mich,dass Heike Göbel sozusagen 1:1 die interessensgeleitete Meinung der Schweizer Bankenindustrie übernimmt.Sie sollte doch festgestellt haben,dass in Deutschland inzwischen selbst sehr Konservative mit Schwarzgeldbetrügern kein Mitleid mehr haben.Der Wind gegenüber dieser ganz speziellen Spezies von Steuersparern hat sich in den letzten Jahren gedreht...

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Thorsten Haupts
Thorsten Haupts (ThorHa) - 16.07.2012 15:27 Uhr

Taktik mit Datendieben nein? Taktik mit Steuerdieben ja!

Der Schaden, den der Staat beim Handel mit Vermögensdaten dem Rechtsempfinden zufügt, dürfte deutlich geringer sein, als der Schaden, den dreiste Steuerdiebe der Steuerehrlichkeit zufügen. Weshalb das Argument auch nach Heuchelei riecht. Um das Rechtsempfinden nicht zu beschädigen, verzichte ich darauf, Betrüger zu verfolgen, nur weil sie vermögend sind? Und stärke damit das Rechtsempfinden in der breiten Bevölkerung, die als lohnabhängig beschäftigt keine Chance hat, ihren Steuerpflichten zu entgehen? Wohl kaum.

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Joachim Arnold
Joachim Arnold (arnie39) - 16.07.2012 15:23 Uhr

Gleiches mit Gleichem vergelten?

Natürlich geht es wohl jedem braven Steuerzahler gegen den Strich, wenn sich andere vor dieser selbstverständlichen Pflicht drücken. Man kommt sich nicht zu Unrecht als der Dumme vor. Ob es aber moralisch zu rechfertigen ist, Steuerhinterziehern durch dubiose Deals mit Kriminellen auf die Schliche zu kommen? Wahre Gerechtigkeit ist mit Unterweltmethoden nicht herszutellen, und wenn es gar der Staat versucht, kann einem Angst und Bange werden

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Thomas Kobler

"Schurkenstaatliches Verhalten"...

...ringt mit "schurkenstaatlichem Verhalten" um die moralische Deutungshoheit und ziemlich viel Kohle. Deutschland hat ein Problem mit der Steuermoral derer, die es sich leisten können unmoralisch und unsolidarisch zu handeln, und die Schweiz hat ein Problem mit ihrem Finanzplatz, der Vermögenden etwas zu willfährig zu Diensten ist, wenn der Betrag stimmt.

Für das zweifelhafte Betragen ihrer Kundschaft kann man Banken nun wirklich nicht verantwortlich machen, aber für dessen kreatives und innovatives Fördern wird jetzt halt eine gesalzene Rechnung präsentiert. Die Zeiten, in denen Rechnungen ohne den Wirt gemacht werden konnten, sind vorbei. Mit Parteiauffassungen hat das höchstens vordergründig etwas zu tun.

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Joachim Schneider

Wessen Rechtsempfinden ?

Frau Göbel unterhält offenbar diverse Kategorien im Bezug auf "das" Rechtsempfinden. Das Kölner Finanzgericht hat den Ankauf von sogenannten "Steuer-CDs" für rechtens befunden, aber dieses Urteil kann natürlich keinen Bestand haben z.B. in den Augen von Herrn Dörings wichtigsten Klienten. Abgesehen davon ist das zum Glück nicht rechtskräftige und völlig unzureichende Abkommen mit der Schweiz ein Faustschlag in das Gesicht von abhängig Beschäftigten, die monatlich den vollen Steuersatz auf ihr Einkommen abführen. Um das Rechtsempfinden dieser Bürger macht sich - mit wenigen Ausnahmen - niemand Sorgen. Ausnahmsweise sollte sich das BMF einmal an der Steuerpraxis der USA und an deren Abkommen mit der Schweiz orientieren. Dann wird's vielleicht was mit der Steuergerechtigkeit.

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Peter Pen

Rechtsempfinden?

Liebe Dame, wo leben Sie denn? Wir sind hier in Deutschland. Da gibt es keinen Rechtsstaat, und kein Rechtsempfinden, sondern "die normative Kraft des Faktischen" - lesen Sie mal Ihre eigene Zeitung. Jeder ist sich selbst der Nächste auf der Titanic, dank sei Merkel und Schäuble.

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Alexander Berg

Rechtsempfinden in der Grauzone

Dass ein Ankauf einer gestohlenen Daten-CD gegen geltendes Recht verstößt, ist zwar eindeutig. Was das angesprochene "Rechtsempfinden" betrifft, so enden hier jedoch alle Eindeutigkeiten. Neutrale Beobachter, denen das Rechtsprinzip ein Anliegen oberster Priorität bedeutet, werden genau so die Nase rümpfen wie diejenigen, die grundsätzlich, wenn es um die eigene Bereicherung oder die ihrer Freunde geht, gerne mal ein Auge zudrücken, wenn es um Finanzgesetzgebung (und damit Recht) geht. Es gibt jedoch auch jede Menge Menschen, die einen Rechtsbruch, der scheinbar zur Herstellung des "ursprünglichen" Rechts vonnöten ist, eben gerade als sehr gerecht empfinden, nach dem Motto: "endlich bekommen die nimmersatten Oberschlauen mal ihre Quittung präsentiert." Die SPD betreibt hier also ganz simpel klassische linke Parteipolitik. Es existiert nicht DAS EINE Rechtsempfinden, das verletzt werden könnte.

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Johannes Müller
Johannes Müller (jom68) - 16.07.2012 14:39 Uhr

Geschäfte mit Datendieben?

Mag sein, dass "Datendiebe" als Wirtschaftskriminelle eingestuft werden müssen und alles andere als Sympathieträger sind. Aus staatlicher Sicht handelt es sich aber immer noch um die Sicherung von Beweismaterial im Rahmen eines Verfahrens, das der "Kronzeugenregelung" näher ist als einem "Hehler-Geschäft".
Was ist das für ein Rechtsempfinden, das sich nicht darüber empört, dass staatliche Schweizer Stellen nationale Banken dabei unterstützen, Deutsche Bürger zur Steuerkriminalität zu verleiten und offen dabei zu beraten?

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 17.07.2012 09:25 Uhr
Johannes Müller
Johannes Müller (jom68) - 17.07.2012 09:25 Uhr

Rechtsverletzung?

Soweit ich informiert bin, exekutiert die NRW-Steuerfahndung lediglich deutsches Recht in Deutschland ohne die Schweizer Rechtssphäre auch nur zu berühren. Dass sie dabei von Dritten widerrechtlich gewonnene Daten erwirbt, mag die Schweiz ärgern, ist aber nach Auffassung der Mehrheit der Rechtsgelehrten kein Rechtsbruch - national nicht und international schon gar nicht. Es spricht auch niemand davon, verdeckte Ermittler in die Schweiz zu schleusen (und bis zum Beweis des Gegenteils traue ich unseren Behörden einen derartigen Wagemut auch gar nicht zu), geschweige denn nach US-Manier einen Cyberwar oder gar Schlimmeres vom Zaun zu brechen. Deutsche Finanzbehörden ahnden Steuerverbrechen in Deutschland wohnhafter Bürger. Wie sollte dadurch die Rechtsordnung der Schweiz diskreditiert werden? Im Übrigen steht es jedem frei, in der Schweiz Wohnsitz zu nehmen und sich dem dortigen Steuerrecht zu unterstellen !

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Steffen Schott
Steffen Schott (deixes) - 16.07.2012 16:45 Uhr

Geringschätzung

Nun aber - ist nicht die Geringschätzung der Schweizer Rechtsordnung kein weniger gravierendes Problem, als ein im Kern ungerechtes Steuersystem auch noch in den letzten Winkeln dieser Erde zu exekutieren?
Im übrigen wäre ich sehr gespannt auf das allgemeine Geschrei, wenn die USA, die bekanntermaßen bei der Durchsetzung ihrer Vorstellungen des eigenen Rechts nicht zimperlich sind, hier in Deutschland unter Bruch des hiesigen Rechts auf Fischzug gehen. Aus Sicht dessen, der die Rechtsverletzung begeht, wird diese immer entschuldbar sein oder weniger schwer wiegen als das Recht dessen, der dabei eingeschränkt wird.
International kann man mit Kooperation durchaus weiterkommen, aber wenn die SPD meint, die Steinbrück'sche Kavallerie ausreiten lassen zu müssen, wird das ihre Beliebtheit im Ausland vielleicht nicht so sehr steigern.

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Helmut Gugger-Wöhrmann

Was heißt schon "Diebe"...

Wie bei Korruptionstatbeständen, ist bei Steuerhinterziehung der Geschädigte der steuerehrliche Steuerzahler, der mehr zahlt als erforderlich. Er trägt die Kosten der Korruption, bzw. gleicht die Mindereinnahmen aus. Derlei Straftaten können in der Regel nur durch Informanten aufgeklärt werden, da die an korrupten Geschäften Beteiligten, bzw. die Banken, die Beihilfe zur Steuerhinterziehung leisten, natürlich vom Rechtsbruch profitieren und mit den Straftätern unter einer Decke stecken.

Ich sehe daher kein Problem darin, daß Strafverfolgungsbehörden sich (auch) zu vergütender Informanten bedienen, um Straftaten von erheblichen Gewicht aufzuklären. Die Geheimhaltung von Straftaten fällt nicht unter "Datenschutz" und die Offenlegung dieser Sachverhalte nicht unter Diebstahl.

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Alex  Frey

Der ehrliche ist der dumme

Die Autorin unterschätzt den Schaden am Rechtsempfinden des ehrlichen Steuerzahlers, wenn durch das Steuerabkommen mit der Schweiz Steuerhinterziehern die Absolution respektive eine Amnestie erteilt wird.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 16.07.2012 18:22 Uhr
klaus keller
klaus keller (klkeller) - 16.07.2012 18:22 Uhr

können sie mir erklären wer in zukunft mit d-land verträge unterschreibt?

Ein Volk der guten Nachbarn sein, nach innen und nach außen, das wollte einst Willy Brand.
Sehen so gute nachbarschaftliche Beziehungen aus wenn man ständig das Rechtssystem des Nachbarn misachtet ?

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Thomas Böhm

Welches Rechtsempfinden?

Das Steuerabkommen mit der Schweiz ist doch noch gar nicht in Kraft. Es ist höchstrichterlich bestätigt, daß der Datenankauf legal ist. Der kleine Mann ist dankbar für die Aktionen von Nordreihn-Westfahlen. Er muß immer mehr Steuern zahlen und hat kaum Möglichkeiten sich dem zu entziehen.

Die Mehrheit der Bevölkerung, Frau Göbel, fühlt sich im Gegenteil in ihrem Rechtsempfinden bestätigt, weil dann auch die Reichen geschröpft werden und das zu Recht.
Die Bevölkerung hat kein Verständnis z.B. für die damalige Entscheidung der Regierung Mappus, daß Baden-Württemberg keine Steuer-CD's kauft!

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Franz Müller

Benedikt XVI vor dem Bundestag

„Nimm das Recht weg – was ist dann ein Staat noch anderes als eine große Räuberbande?“

... damit ist doch alles gesagt.

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Jahrgang 1959, verantwortliche Redakteurin für Wirtschaftspolitik, zuständig für „Die Ordnung der Wirtschaft“.

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