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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Standortdebatte So weitergehen kann es nicht

25.07.2005 ·  Hat Köhler die wirtschaftliche Lage dramatisiert, um seine Entscheidung zur Auflösung des 15. Deutschen Bundestages zu untermauern? Oder steckt Deutschland wirklich in schier unüberwindbaren Schwierigkeiten? Antworten - ein FAZ.NET-Spezial.

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Die Bürgerinnen und Bürger sind bewegt von der Rede des Bundespräsidenten. Hat Horst Köhler die wirtschaftliche Lage dramatisiert, um seine Entscheidung zur Auflösung des 15. Deutschen Bundestages zu untermauern? Oder steckt Deutschland wirklich in schier unüberwindbaren Schwierigkeiten?

Köhler hat in seiner Fernsehansprache am Donnerstag abend ein düsteres Bild der wirtschaftlichen Lage Deutschlands gezeichnet. Millionen Menschen seien arbeitslos, viele seit Jahren. Die Haushalte des Bundes und der Länder seien in einer nie dagewesenen kritischen Lage. Die bestehende föderale Ordnung sei überholt. Die Menschen bekämen zu wenig Kinder und würden immer älter (was mithin die sozialen Sicherungssysteme sprenge). Und die Unternehmen und ihre Mitarbeiter müßten sich in einem weltweiten, scharfen Wettbewerb behaupten.

Die F.A.Z. gibt eine Übersicht über die von Köhler angesprochenen Themenfelder Arbeitsmarkt, Demographie, Haushalt, Föderalismus und Wettbewerb. Sie zeigt die Fakten, nicht die Wahlprogramme oder Versprechungen der Parteien. Schnell wird klar: So weitergehen kann es nicht. Deutschland steht vor enormen Herausforderungen.

Quelle: hap., F.A.Z., 23. Juli 2005
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