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Staatsausgaben Die Rente frisst den Bundeshaushalt auf

 ·  Deutschland nimmt so viel Geld ein wie nie. Doch der Regierung reicht das nicht. Glaubt man der Politik, fehlt es für wichtige Aufgaben an allen Ecken und Enden. Wo geht das viele Geld hin? In die Taschen der Rentner.

Artikel Bilder (1) Interaktiv (1) Lesermeinungen (186)
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Olaf Berggrün

Wie viel braucht es noch?

Meinen Kindern habe ich empfohlen, auszuwandern, wenn sie erwachsen sind. Die kinderlosen Rentner der Generation Seobstverwirklichung mögen dann sehen, wo sie bleiben. Natürlich wird es auch mir dann schlecht gehen, denn deutsche Rentner werden nirgendwo Sozailasyl finden. Aber das Jammern und Fluchen jener zu hören, die so gelebt haben, das ist Labsal genug, das sonstige Elend zu ertragen.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 04.09.2013 13:46 Uhr
Olaf Berggrün

Genau deswegen werden Sie auch auswandern

Ich werde von ihnen etwas bekommen, wenn ich zum arbeiten zu alt bin.
Sonst von niemanden. erwarte ich auch nicht. Dafür zahlen meine Kinder nicht für Kinderlose.

Wenn sie selbt Kinder haben sollten, werden die für sie zahlen. Und so weiter. Es gibt Völker, bei denen dieser Zusammenhang nicht verloren gegangen ist. Da ist die Zukunft. Hier bei uns nicht.

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Sophia Orti
Sophia Orti (rum) - 04.09.2013 12:20 Uhr

Wohin sollen Ihre Kinder auswandern, wenn Sie erwachsen sind, Herr Berggrün?

Wo sie von Sozialhilfe leben können? Wo sie von Ausbeutung leben können? Wäre es nicht besser Ihren Kindern zu sagen, sie sollen wenigstens für sich selbst verantwortlich sein?

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Petra Führmann
Petra Führmann (Deify) - 04.09.2013 11:48 Uhr

Bis heute

kann ich diese Argumentation nicht recht nachvollziehen: Auch wenn immer vom Umlage die Rede ist, also dass die Jungen für die Alten bezahlen, haben dann doch die Ersten damals genossen, ohne je gezahlt zu haben. Aber darum geht es mir gar nicht: Auch Kinderlose haben, zumindest in der Regel, über lange Jahre eingezahlt und damit Rentner unterhalten und deshalb, so meine Überzeugung, auch ein Anrecht auf Rente.

Die Kinder heute sind nicht per se Rentenzahler, die wissen wahrscheinlich selbst nicht, ob und wie sie jemals versorgt werden.

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Horst Schmidt
Horst Schmidt (Duranyr) - 04.09.2013 10:03 Uhr

Und angesichts solcher Zahlen wollen die Linken und SPD die Rente mit 67 zurückdrehen...

Wenn über Rentner die Rede ist, wird von linker Seite immer noch gerne ein Trümmerfrauen-Bild herausgeholt: geringer eigener Rentenanspruch, 4 Kinder großgezogen,früh verwitwet. Fakt ist: der aktuellen Rentnergeneration geht es (im Durchschnitt) so gut wie nie zuvor. Jetzt geht die 68er-Generation so langsam in Rente, d.h. öfters kinderlos, auch Frauen mit langer Erwerbsbiographie. Lebenserwartung steigt, die Gesundheit ist oft gut. Ich kenne einige 70+ die ein Leben führen, von denen viele jüngere nur träumen können. Große Wohnung, schönes Auto, viele Reisen,... Häufige Konstellation: Witwer mit eigener Rente + Hinterbliebenenrente hat eine Witwe mit gleicher Konstellation als Freundin, also 2 Personen, 3 Einkommen.

Es sei ihnen ja gegönnt. Sie haben oft hart gearbeitet und sollen ihren Ruhestand genießen. Allein - nachhaltig ist so ein Modell nicht. Da kann entweder die Rente auf Sozialhilfeniveau sinken oder die Lebensarbeitszeit steigen - letzteres ist klar besser.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 04.09.2013 11:44 Uhr
Jürgen Dannenberg

Die Durschnittsrente

liegt fast auf Hartz 4 Niveau.(937 €) Jede zweite Rente ist kleiner als 700 €. Sie meinen bestimmt Pensionäre.

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Uwe Wagner
Uwe Wagner (view) - 04.09.2013 10:45 Uhr

Zum Teil gebe ich Ihnen da recht,

..aber es sollte dem Menschen selber überlassen sein, ab welchem Alter er sich in Rente begibt.
Ausnahmen: die Selbstgefährdung bei körperlichen Schwerstarbeiten usw...
Mindestalter um in Rente gehen zu können 60 Jahre mit Abschlägen bis 3% pro Jahr zum 65. Lebensjahr. Wobei dann ab jedem Jahr länger als 65 gearbeitet 3% Aufschlag gezahlt werden.
Nur ein Vorschlag.

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Ulrich Heinrich

Die versicherungsfremden Leistungen der Gesetzlichen Rentenversicherung ......

.... waren in der Vergangenheit stets höher als der Bundeszuschuss.

Von der FAZ erwarte ich mehr Sorgfalt.

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Hans-Peter Fischer

Altersversorgungsmodelle sind nicht nur demographisch zum Scheitern verurteilt. Simple Mathematik.

Besser: Staatliches Versorgungssystem weg und durch reine private Eigenverantwortung ersetzen.

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Antworten (8) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 04.09.2013 12:05 Uhr
Ellen Wild

Doch, doch Herr Fischer,

mit welche bankrotten Staatsanleihen wüden Sie denn Ihre Renten sichern?

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Joachim Wegener
Joachim Wegener (Rabix) - 04.09.2013 11:50 Uhr

Aber nur auf dm Niveau

der Volksschule Sauerland. In der weiterführenden Schule werden dann Produktivitätsteigerungen, Lohnquote und ähnliche Geheimnisse der volkswirtschaftlichen Gesatrechnung gelüftet. Freuen Sie sich schon mal, das gibt's was zu lernen!

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Jürgen Dannenberg

Die ist jetzt im Zeichen des Euro auch weg.

Die Versorgungswerke und Betriebsrenten werden noch richtig zu kämpfen haben. Siehe Lufthansa Betriebsrente. Denen geht die Puste aus. Vertrag gekündigt.

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Moritz Voss
Moritz Voss (Movossi) - 04.09.2013 11:21 Uhr

Es klappt doch noch nichtmal

wenn die private Vorsorge staatlich unterstützt wird (Riester) wie soll es da rein privat funktionieren? Man kann da auch nicht rumexperimentieren, denn Millionen mehr Menschen in der Grundsicherung können wir uns nicht leisten.
Auch wenn die Privatisierung bei Ihnen Glaubenssache scheint, wenn etwas in der Realität wiederlegt wird, muss man damit aufhören.

Und jetzt antworten Sie nicht mit, dann verhungern die halt im Alter, wir sind zum Glück noch ein Sozialstaat.

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Peter-Georg Römer

Im Prinzip ja,

aber die Eigenverantwortung kann nicht gegen die Verantwortungslosigkeit des Staates bestehen. Wenn eine Zentralbank die Realverzinsung ins Minus bringt und ein Finanzminister fast täglich beweist, daß er nicht weiß wohin seine Politik führt und seien Zuflucht zu Zweideutigkeiten und Lügen nimmt, dann ist Eigenverantwortung gescheitert.

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Weitere Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen
Uwe Wagner
Uwe Wagner (view) - 04.09.2013 10:40 Uhr

Und wem sollen die Menschen da vertrauen?

Den Euroverbratern mit den tollen Rendite und Zinsertrags versprechen, bei denen dann nach 4 Jahren der Zaster bereits in dunkle Kanäle verschwunden ist?

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FloriWan Aksew

Private Eigenverantwortung

Und wie funktioniert diese Eigenverantwortung dann Makroökonomisch? Angenommen die Babyboomer hätten sich alle privat mit Aktien und/oder Schuldscheinen eingedeckt. WER kauft diesen dann das Massenangebot (=Preisverfall) zu viel höheren Aktienpreisen dann während ihrer Rente ab? Die jetztige Generation mit ihren Wahnsinnseinkommen in Zeiten der Dauerfinanzkrise???

Es tut mir leid, aber auch ihr System scheitert an der simplen Mathematik...

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Felix Rauscher
Felix Rauscher (frausch) - 04.09.2013 10:38 Uhr

Ich möchte mal sehen, was passiert ..

.. wenn wesentlich mehr Menschen sich ihre private Altersversogung auszahlen lassen als einzahlen. Kreditklemme, fallende Aktienkurse ..

Es ist ja nicht, dass man die Kartoffeln einlagern kann, die man in 10-30 Jahren essen will. Also läuft auch eine private Altersversorgung auf ein Umlagesystem hinaus.

Außerdem heißt hier privat eben auch privates Pech, z.B. bei einem Börsencrasch o.Ä.

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Ronald Schlimm
Ronald Schlimm (ronslim) - 04.09.2013 09:58 Uhr

"In die Taschen der Rentner"

Klingt so als würden die überquellen. Die Fakten liegen gänzlich anders: Rentensteigerungen die letzten Jahre: 0,9 bzw. 0,25 %. ; macht für eine "ordentliche" Durchschnittsrente zuletzt eine Erhöhung von gerade mal 3 € brutto - im M o n a t !! Dagegen werden an Hartz IV-Empfänger demnächst (es sei ihnen gegönnt) 2,3 % mehr ausbezahlt. Die Akzente der Aussagen stimmen nicht und die Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen auch nicht.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 04.09.2013 13:23 Uhr
Ronald Schlimm
Ronald Schlimm (ronslim) - 04.09.2013 13:23 Uhr

@Herrn Fischer

jede Mark, jeder Euro, der von Arbeitnehmern und Arbeitgebern in die Rentenkasse einbezahlt wurde ist durch Arbeitsleistung generiert; das nennt man erwirtschaftet. Weder die einen noch die anderen haben es von den Bäumen pflücken können. Schreiben ist nicht Ihre Sache, suchen Sie sich ein anderes Hobby.

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Herbert Mayer

Umlage

Tja, das Umlagesystem und unsere Politiker (somit also auch die Rentner von heute mit ihrem Kreuzchenmachen bei den ganzen Wahlen) haben uns den Statusquo heute eingebrockt.

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Hans-Peter Fischer

Die Renten in den Taschen der Rentner sind nicht erwirtschaftet, sodass egal ist,

ob Sie als "verdient" empfunden werden, zuviel oder zuwenig sind.

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04.09.2013, 09:38 Uhr

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Von Ralph Bollmann

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