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„Spread Ladder Swaps“ Eine Wette auf den Zinsabstand

08.02.2011 ·  Die Verluste der Käufer der „Spread Ladder Swaps“ erreichten zum Teil zweistellige Millionenbeträge - betroffen davon waren auch einige Kommunen. Holger Paul erklärt, wie das umstrittene Geschäft funktionierte.

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Herkömmliche Swap-Geschäfte dienen dazu, einen Tausch zu vereinbaren – etwa einen variablen gegen einen festen Zinssatz. Die umstrittenen und in vielen Prozessen angefochtenen „Spread Ladder Swaps“ (oder CMS-Swaps) hatten dagegen einen anderen Aufbau.

Der Käufer und die Deutsche Bank einigten sich zu Beginn auf einen Nominalwert des Geschäfts und schlossen dann auf dieser Basis de facto eine Wette über den Zinsabstand zwischen zweijährigen und zehnjährigen Staatsanleihen in den Folgejahren ab. Würde sich dieser sogenannte Spread vergrößern, entstünde daraus ein Gewinn für den CMS-Käufer.

Verringerte sich der Zinsabstand, gewänne die Bank. Fielen die langfristigen Zinsen sogar unter das Niveau der kurzfristigen Zinsen, ergäbe sich ein sehr hoher Verlust für den Swap-Käufer. Für das erste Jahr der Laufzeit sicherte die Bank ihren Kunden einen bestimmten Zinsgewinn vorab fest zu, um das Geschäft attraktiver zu machen. Auf der anderen Seite hatte sich das Kreditinstitut in vielen Fällen ein einseitiges Kündigungsrecht für die weitere Vertragslaufzeit gesichert.

Verkauft wurden die umstrittenen Produkte vor allem im Jahr 2005, im Folgejahr trat dann tatsächlich der seltene Fall einer inversen Zinsstrukturkurve ein. Die Verluste der CMS-Käufer erreichten zum Teil zweistellige Millionenbeträge – betroffen davon waren auch einige Kommunen.

Viele dieser Swap-Geschäfte wurden daraufhin vorzeitig gegen eine Abschlagszahlung aufgelöst, und genau diese Summen wollen die Betroffenen nun vor Gericht als Schadensersatz erstreiten. Eine ganze Reihe von Fällen wurde inzwischen außergerichtlich durch Vergleich gelöst; dabei hat die Bank zumeist deutlich weniger als die Hälfte der geforderten Schadensumme bezahlt.

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