29.09.2012 · Mit einem Plädoyer für die Bändigung der Banken erobert Peer Steinbrück die Kanzlerkandidatur. Dabei war er es, der das teure Bündnis zwischen Staat und Finanzwirtschaft geschmiedet hat.
Von Christian SiedenbiedelRichtlinien für Lesermeinungen
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Die Banken wissen:Steinbrück ist - trotz des Etiketts "Sozialdemokrat" - einer der Ihren,so paradox das auch klingen mag.Auch er hätte,wie die Kanzlerin es getan hat,den Geldinstituten Milliarden überwiesen mit dem lapidaren Hinweis,dies sei "alternativlos".Gewinnt die SPD,wird sich in Deutschland m.E. sowohl für die Vermögenden als auch für die Nichtvermögenden wenig ändern.
Ackermann "empfiehlt" Steinbrück als Kanzlerkandidaten
So der Bericht von Spiegel-Online heute über den Talkshowgast
Ackermann bei Günther Jauch.
Die Foristen der FAZ haben es hier längst gewusst, dass alles
bloß Inszenierung ist.
Mich würde es auch nicht wundern, wenn Steinbrücks
bankenkritisches Papier von den Banken (mit-)erarbeitet wurde.
Bankenkritik als reine PR-Nummer der Banken. Schließlich
möchten die Banken den Status quo ihrer Privilegien verteidigen,
was ihnen mit der SPD und Steinbrück am sichersten gelingen wird.
Dazu muss man dem Wahlvolk die Bankenkritikernummer vorspielen, denn
sonst könnte das Wahlvolk auf die Idee kommen, eine echte
Oppositionspartei außerhalb der Allparteienkoalition des
Bundestages zu wählen.
brillianter Artikel ! Hut ab ! Steinbrück ist ein Laieneschauspieler
.... und der Artikel zeigt wunderbar prägnant die
unüberwindbaren Widersprüche - um nicht zu sagen dreisten
Lügen und realitätsferne Selbstwahrnehmung - dieses arroganten
und Selbstverliebten Mannes, der bereits mit seinem Job als - nie
gewählter und dann sofort abgewählter - Ministerpräsident
und erst recht als katastrophaler Finanzminister und
Erfüllungsgehilfe der Erpresser der Finanzindustrie völlig
inakzeptabel war.
Er hat also das Peter-Prinzip bereits zwei mal bestätigt - auf ein
drites Mal können wir Bürger gerne verzichten.
Er kann sich sein leben ja weiterhin mit dem Erzählen witziger
Anekdoten vor Bankern finanzieren - das wäre dann auch angebrachter
als die erneute veruntreuung von dreisteligen Miliardenbeträgen im
öffentlichen Amt.
Ja, den Clown kann er gut machen, er ist als Komiker extremst begabt !
Man möge ihm eine Comedy-Sendung Freitagsabends im Dritten Programm
geben - aber bitte NIE MEHR EIN ÖFFENTLICHES AMT !!!
Es dürfte spannend werden, wie das Projekt Geschichtsklitterung für die Sozialdemokratie im Wahlkampf aussehen wird. Wird der Michel wieder totale Amnäsie haben und erneut den Schalchter wählen? Ich hoffe auf die Freien Wähler und die Wahlalternative 2013.
Interessant, wie sich die urban legend hält, die Sozialdemokraten wären Gegner der Bankster
Nichts ist falscher als das. Die entschiedensten Verbündeten der
Banken sind die Sozis. Und das kann bei deren Geschäftsmodell
(Verteilung von sozialen Wohltaten mit nicht vorhandenem Geld) gar nicht
anders sein.
Der "Yes we can"-Messias hat von den pösen Bankstern mehr
Wahlkampfhilfe gekriegt als der ach so reaktionäre GOP-Kandidat.
Und seit Steinbrück bei der letzten Bilderberg-Konferenz zu Gast
war deutet alles darauf hin, dass er der nächste Kanzler wird - der
Kanzler der Bankster.
Es ist mir unbegreiflich, warum die Leute immer noch auf die Sozis reinfallen.
Ein Appell an alle Wähler. Bitte sehen Sie genau hin. Die
Schuldenkrise wurde in erster Linie von den Schulden machenden Staaten,
respektive von deren Volksvertretern also den Politikern verursacht.
Also bitte nicht auf die Rhetorik von Herrn Steinbrück hereinfallen
und nicht mit den Wölfen heulen. Herr Steinbrück versucht auf
dieser "populären" Welle zu schwimmen und mit solchen
Taschenspielertricks Wählerstimmen zu gewinnen. Und wie in dem
Artikel richtig erwähnt, waren es auch überwiegend die
staatlichen Banken, welche bisher "teuer" "gerettet"
werden "mussten". Die Deutsche Bank ist ja bekanntlich ohne
Staatshilfe ausgekommen bzw. hat gesagt, dass sie keine Hilfe vom Staat
benötige und wurde dafür von manchen Kreisen auch noch scharf
angegangen.
Welch eine verrückte Welt ist denn das?
"die Banken gelassen reagieren", sie wissen um den Schaumschläger und Sprechblasenabsonderer mit dem Hang zu billigen "Wildwestheftchen"!
Na, was folgt denn mit Herrn Steinbrück? - Antwort: ADENDA 2020.
War er doch nicht bei der Agenda 2010 maßgeblich beteiligt?
Steinbrück = SPD = EUROBONDS
eines K-Kandidaten, welcher ohnehin keine Chance gegen Frau Merkel hat.
Glaubt denn irgendwer ernsthaft, dass sich Steinbrück Saulus zum
Steinbrück Paulus wechseln und nicht auch nur mit Wasser kochen
wird ?
Dazu verändert zitiert " Die Zukunft der
Peer-to-Peer-Technik wird vor allem davon abhängen, ob es gelingt,
einen Standard zu definieren – eine Technik welche es
ermöglicht, weitere und bessere Anwendungen aufzusetzen ".
Eben daran bestehen berechtigte Zweifel. Ändern wir sich nichts
außer - möglicherweise - dem Namen eines Kanzlers. Selbst
das ist aber höchst unwahrscheinlich.
... das gerade damals noch das symbolische Scheitern lassen von Lehman
Brothers erhebliche Verwerfungen erzeugt hatte? Dass ohne amerikanische
Hilfen an viele US-Großbanken auch die Situation in Deutschland
sich erheblich verschärft hatte? Die Hilfen an die Banken war
damals genau richtig, da die Kapitaldecke extrem dünn war. Da kann
die Gläubigerhaftung zu Masseninsolvenzen führen.
Das Einzige was man ihm vorwerfen kann: Er hat die miserabel
wirtschaftenden Landesbanken gestützt. Wer sich aber sein 30
Seitenpapier durchliest, wird sehen, dass es viele Punkte enthält
um die Kapitaldecke zu erhöhen und die Risiken der Banken zu
minimieren. Dann ist eine Gläubigerhaftung auch leichter
möglich. Steinbrücks Handeln war m.E. i.O., das Problem ist
nur, dass unter Merkel konsequentes Nichtstun in den letzten drei Jahren
zu nichts führte außer zu immer stärkeren
Maßnahmen der EZB... Dabei ist die Informationslage heute viel
besser als zu Steinbrücks Amtszeit...
Sozialist Steinbrück wird uns alle ein wenig retten
Aufrichtig bewundere ich jeden, dem zu Herrn Steinbrück, der eine Meinungswende nach der anderen vollzieht, noch etwas sinnvolles einfällt. Angekündigt als zukünftiger selbstbewußter Kanzler und leidenschaftlicher Europa-Politiker wie auch knalliger Sozialist, wird er uns nach der Wahl täglich mit einem neuen Beglückungserlebnis überraschen. Das Glaubensbekenntnis, Banken-Reformer, Europa-Politiker und Sozialist mit Leidenschaft sein zu wollen, sichert die unantastbare politische Trinität, um nicht von den Medien zerrissen zu werden. Ich werde ihn wählen. Ich bin für die Apokalypse – für Zeitenwende, Weltuntergang und Gottesgericht. Für die Zeitenwende - der Sozialismus mit menschlichem CDUSPDFDPGrüneLinkeNPD-Antlitz wird die Schellnhuber-Untergangs-Voraussage vermutlich noch ein wenig aufschieben. Für den Weltuntergang - was bleibt mir anderes übrig angesichts des menschengemachten Klimawandels (ich glaube nun einmal an Potsdam). Danach regelt das Gottesgericht alles andere.
Natürlich hat Steinbrück dummerweise die IKB und die HRE gerettet und damit den Startpunkt
für eine verderbliche Entwicklung gesetzt. Nämlich das Prinzip, dass es allerdings schon vorher an anderer Stelle gab: die Gewinne bleiben privatisiert und die Verluste werden sozialisiert. Aber genauso wie er damals entschlossen gegen des Volkes Wille diese Banken rettete hat er später als erster von der Wahrheit geprochen, dass Griechenland einen Schuldenschnitt zu Lasten der Banken braucht und dieser wurde dann auch, allerdings viel zu bescheiden, durchgeführt. Auch jetzt ist ihm die geistige Unabhängigkeit und der Mut und die Fachkenntnis zuzutrauen, dass er die Banken doch noch angemessen an dem Schaden beteiligt, welchen sie selbst angerichtet haben. Also: bemühen wir uns um Steinbrück! Merkel und Schäuble schaffen es nicht.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 30.09.2012 11:28 UhrDas Thema ist doch bis dahin längst durch!
Es sind jetzt schon nahezu alle Bankenrisiken (sprich der Bad-Bank EZB)
angehäuft. Und die Bad Bank EZB wird niemand anderer als der
gemeine Steuerzahler begleichen (jedenfalls die, die ihr Geld nicht vor
dem Zugriff des Fiskus "oasiieren" können). Damit
dürfte der Schaden, den Steinbrück aus Sicht der Banken
anrichten kann, nur noch eher symbolischer Art sein. Ich halte Ihren
Optimismus deshalb für unberechtigt.
Vor allem die HRE hat er ja perfekt gebändigt und damit gemeinsam
mit der großen Koalition einen Weg eingeschlagen, der nicht mehr
schadensbegrenzend verlassen werden kann, das war wohl auch das Ziel.
Eine Bändigung dieses Herrn sieht so aus: Anteilseigner enteignen,
Bank verstaatlichen (unter Verwendung von ganz viel Steuergeld, denn der
Staat musste ja die Mehrheit der Anteile erst kaufen für diesen
Coup) und alle Schulden in eine Bad Bank auslagern. Die Bad Bank
verschwindet mit der angestrebten Geldentwertung wie von selbst und die
restliche Staatsbank ist wieder in der Lage Staatsanleihen zu kaufen und
die Riesterrente zu bedienen.
Sie müssen nur den ausgetretenen Pfad verlassen.
wa2013 bietet sich zB an. Lohnt sich mal nachzuschauen und zu lesen, mitzeichnen.
Dazu gibts zB die PdV, Die Freiheit etc.
Wir sollten uns zum Wahlspruch machen: Nie mehr Blockparteien
CDUCSUFDPSPDGrüne, denn sie
haben gemeinsam das Volk verraten und verkauft (manche würden sogar
sagen: verschenkt ohne dafür etwas zurück zu bekommen).
Wer 30 Milliarden an Steuergeldern versenkt hat,
sollte eigentlich vor Gericht gestellt werden. Wie lange wollen
aufrechte SPD-Mitglieder sich von ihren Königsmachern eigentlich
noch verbiegen lassen?
Jedenfalls vielen Dank an Herrn Seidenbiedel für seinen Bericht.
Herr Lau: für lau haben Merkel u. Schäuble bereits das 10-fache versenkt.
Unter der Aera Maerkel und Schäuble werden nachfolgende
Generationen noch leiden und
schmachten. Steinbrück war nur "Ausführender
Merkels"!! Oder ist der Angestellte verantwortlich für die
Führung des Unternehmens Merkel???
für diese Informationen.
Sehr gut FAZ, sehr gut C. Siedenbiedel!
Der Autor hätte bestimmt noch gerne eine Schippe draufgelegt, aber
alles in Maßen. Doch muß man die Ansage stehen lassen:
"Gut gemacht!"
Sehr, sehr freundlich wurde hier ein doppelzüngiger Herlod
enttarnt. Wie lange läßt sich eigentlich eine
Sozialdemokratische Partei noch gefallen, vor allen Augen ständig
ihrer Prinzipien beraubt zu werden. In de SPD soll keiner die Rote
Flagge auf dem Reichstag hissen und die Internationale gackern, aber
etwas Arbeitnehmer.- und Volksvertretung darf es dann schon wieder sein.
Insgesamt hat sich hier eine Politbonzentruppe angesammelt, welche
parteienübergreifend nicht mehr das Volk vertritt, sondern dieses
zertritt. Bald brennt die Bude, auch Deutschland braucht es
demnächst harte Einschnitte, zur Stabilisierung von irgendwas, dann
macht der Michel eventuell einen auf Jakobiner.
Die Bundeswehr wurde bestimmt nicht für die Terrorabwehr im Inneren
aktiviert. Da ist demnächst was geboten.
Ich wünsche mir von der FAZ, dass dieser Artikel, von heute bis zum Wahltag, jeden Tag auf Seite eins der Online- sowie der Druckausgabe veröffentlicht wird. Politiker sollen ausschließlich an ihren Taten gemessen werden. Worte sind wie Schall und Rauch!
Unterm Strich-gegen den Strich!
Wenn Peer Steinbrück wirklich Kanzler würde-Martin Blessing würde bestimmt sein Finanzminister!
Christian Siedenbiedel Jahrgang 1969, Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
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