Home
http://www.faz.net/-gqg-7avnn
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER
easyfolio

Sparpaket in der Europäischen Union EU-Beamte müssen länger arbeiten und später in Rente

Auch die EU spart nun. Ihre Beamten werden künftig mehr Stunden in der Woche arbeiten und später in Pension gehen. Und außerdem sollen 2500 Stellen in den kommenden vier Jahren wegfallen - Gesamtersparnis: Beinahe 3 Milliarden Euro.

© dpa Vergrößern Auch die EU-Kommission muss Stellen streichen

Hohe Gehälter für die Beamten der Europäischen Union stehen schon seit langem in der Kritik. Beispielsweise erregten Berichte immer wieder Aufsehen, dass schon Mitarbeiter europäischer Institutionen, die nicht einmal auf der höchsten Führungsebene beschäftigt sind, mehr verdienen als dies etwa die deutsche Bundeskanzlerin tut.

Nun soll sich das offenbar langsam ändern - die EU-Beamten müssen künftig tendenziell mehr arbeiten für das gleiche Geld und später in den Ruhestand gehen. Mit entsprechenden Maßnahmen sollen die Brüsseler Institutionen bis zum Jahr 2020 rund 2,7 Milliarden Euro einsparen. Darauf einigten sich Vertreter der EU-Länder, des Europäischen Parlaments und der EU-Kommission am Freitagabend.

Konkret wirkt sich das zunächst so aus: Gehälter und Pensionen werden für zwei Jahre eingefroren, steigen also nicht. Die Wochenarbeitszeit steigt von 37,5 auf 40 Stunden ohne Lohnausgleich. Und das Pensionsalter wird von 63 auf 65 Jahre heraufgesetzt - womit es sich dem Niveau annähert, das etwa in Deutschland schon heute gilt. Bis zum Jahr 2017 schließlich fallen überdies 5 Prozent der Arbeitsplätze weg, das sind insgesamt 2500 Stellen. Die Europäische Union beschäftigt etwa 48.000 Beamte, die meisten von ihnen in der Kommission.

Mehr zum Thema

Quelle: FAZ.NET/DPA

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Verdi für Tariferhöhung Nullrunde bei der Linkspartei

Nach einem erfolgreichen Jahr für die Linkspartei, fordert die Gewerkschaft Verdi eine kräftige Tariferhöhung für Parteimitarbeiter. Diese hatten im letzten Jahr eine Nullrunde hingenommen. Mehr Von Dietrich Creutzburg, Berlin

24.10.2014, 21:12 Uhr | Wirtschaft
Kometenjäger im All

Die europäische Sonde Rosetta hat mehr als zehn Jahre Jagd auf den Kometen Tschuri gemacht. Jetzt hat er ihn erreicht und wird irgendwo zwischen Jupiter und Mars mit seiner Arbeit beginnen. Mehr

06.08.2014, 14:26 Uhr | Wissen
Was Sie heute erwartet Gleicher Sold für Jung und Alt?

<p> Ist es rechtens, wenn junge Beamte weniger verdienen? Mit dieser Frage befasst sich heute das <strong>Bundesverwaltungsgericht </strong>in Leipzig. Hintergrund ist die umstrittene <strong>Besoldung... Mehr

30.10.2014, 06:48 Uhr | Wirtschaft
Polizist täuscht Unfall vor

Ein Video über einen sehr seltsamen Einsatz bringt die argentinische Polizei in Erklärungsnot. Es zeigt einen Beamten, der bewusst auf ein fahrendes Auto springt - und anschließend so tut, als sei er angefahren worden. Mehr

06.09.2014, 20:44 Uhr | Gesellschaft
Junckers neue EU-Kommission Sternstunden und schlechte Vorzeichen

Slowenien bleibt eine zweite Schmach erspart: Die designierte EU-Kommissarin Bulc findet Zustimmung im Verkehrsausschuss. Nun ist der Weg frei für die neue EU-Kommission unter Präsident Jean-Claude Juncker, über die das Europaparlament an diesem Mittwoch abstimmt. Mehr Von Michael Stabenow, Straßburg

22.10.2014, 09:14 Uhr | Politik
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 29.06.2013, 10:40 Uhr

Geld rettet Japan nicht

Von Carsten Germis

Die japanische Zentralbank überrascht die Märkte mit einer noch weiteren Öffnung der geldpolitischen Schleusen. Doch das rettet das Land nicht. Mehr 5 11

Umfrage

Sparen Sie angesichts der niedrigen Zinsen noch?

Alle Umfragen

Bitte aktivieren Sie ihre Cookies.


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --

Grafik des Tages Womit im Umweltschutz am meisten verdient wird

Deutsche Wind- und Solarenergie sind weltweit gefragt. Das gilt auch für andere Bereiche aus dem Umweltschutz, wie unsere Grafik des Tages zeigt. Mehr

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden