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Sparpaket in der Europäischen Union EU-Beamte müssen länger arbeiten und später in Rente

 ·  Auch die EU spart nun. Ihre Beamten werden künftig mehr Stunden in der Woche arbeiten und später in Pension gehen. Und außerdem sollen 2500 Stellen in den kommenden vier Jahren wegfallen - Gesamtersparnis: Beinahe 3 Milliarden Euro.

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Hohe Gehälter für die Beamten der Europäischen Union stehen schon seit langem in der Kritik. Beispielsweise erregten Berichte immer wieder Aufsehen, dass schon Mitarbeiter europäischer Institutionen, die nicht einmal auf der höchsten Führungsebene beschäftigt sind, mehr verdienen als dies etwa die deutsche Bundeskanzlerin tut.

Nun soll sich das offenbar langsam ändern - die EU-Beamten müssen künftig tendenziell mehr arbeiten für das gleiche Geld und später in den Ruhestand gehen. Mit entsprechenden Maßnahmen sollen die Brüsseler Institutionen bis zum Jahr 2020 rund 2,7 Milliarden Euro einsparen. Darauf einigten sich Vertreter der EU-Länder, des Europäischen Parlaments und der EU-Kommission am Freitagabend.

Konkret wirkt sich das zunächst so aus: Gehälter und Pensionen werden für zwei Jahre eingefroren, steigen also nicht. Die Wochenarbeitszeit steigt von 37,5 auf 40 Stunden ohne Lohnausgleich. Und das Pensionsalter wird von 63 auf 65 Jahre heraufgesetzt - womit es sich dem Niveau annähert, das etwa in Deutschland schon heute gilt. Bis zum Jahr 2017 schließlich fallen überdies 5 Prozent der Arbeitsplätze weg, das sind insgesamt 2500 Stellen. Die Europäische Union beschäftigt etwa 48.000 Beamte, die meisten von ihnen in der Kommission.

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