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Mittwoch, 19. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Soziale Kosten Süchtige kosten die Gesellschaft 60 Milliarden Euro

 ·  Alkoholabhängige erkranken an Leberzirrhose, verursachen Autounfälle, müssen in psychiatrischen Kliniken betreut werden. Sucht ist teuer. Nicht nur für die Abhängigen, sondern auch für alle anderen. Das geht so nicht weiter.

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Heinz Drexelius
Heinz Drexelius (Drexi) - 28.09.2010 20:41 Uhr

Irreführende und unredliche Zahlen

Abenteuerlich sind die Zahlen, die der Autor entweder unkritisch oder (vielleicht) in missionarischem Antiraucherfundamentalismus nennt:
- Produktivitätsverlust durch Todesfall; bei über 3 Mio. Arbeitslosen kann die Lücke durch Todesfall doch kostenneutral geschlossen werden; zusätzlich entfällt das Arbeitslosengeld. Für das Ehrenamt tritt ohne Mehrkosten ein Nichtraucher an die Stelle des verstorbenen Rauchers; ich bezweifle, daß die Produktivitätsverluste im Haushalt die Gesellschaft berühren.
- Frühverrentungskosten können mit erspartem Arbeitslosengeld verrechnet werden, also mehr oder weniger null.
- wo bleiben die rund 13 Mrd. € aus der Tabaksteuer?
- wo ist die Gegenrechnung für ersparte Altersrenten durch kürzere Lebenserwartung der Raucher?
- wo sind die ersparten Krankheitskosten durch geringere Lebenserwartung(die Kosten steigen mit zunehmendem Alter).
Faßt man vorstehende Punkte zusammen, zeigt schon eine grobe Überschlagsrechnung, daß die Raucher im Endergebnis keine finanzielle Belastung, sondern eine Entlastung für die Gesellschaft sind. Das ist auch durch ausführliche Studien belegt worden. Konsequenz für mich: ich werde mich auch weiterhin ohne schlechtes Gewissen meiner Pfeife erfreuen können.

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Alwin Bumske
Alwin Bumske (alske) - 28.09.2010 11:02 Uhr

Ehrenamt und Haushalt fast 19 Mrd. EU.

Was ist denn das für ein Unsinn? Wo entstehen da die Kosten für den Staat, wenn ein ehrenamtlicher Feuerwehrler zu tief ins Glas geschaut hat und am nächsten Tag verkatert ist.
Als die Raucher abgeholt wurden - egal ich rauche nicht.
Als die Trinker abgeholt wurden - egal ich trinke nicht.
Als die Kranken abgeholt wurden - egal ich bin nicht krank.
Als ich abgeholt wurde - egal war keiner mehr da, der sich auflehnt.
Merkt irgendjemand was hier läuft - relativieren, hetzen, abwiegeln, aufwiegeln und es geht immer noch - nach 70 Jahren, aber alles politisch Korrekt.

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Karl Hammer

Till Diesing (Zabel24) zuende denken

--->>>Warum soll ich als Nichtraucher und Nichtalki die Folgekosten anderer Leute Süchte bezahlen?<<<---
.
Beschweren Sie sich bei denjenigen, die Sie dazu zwingen für die Folgekosten aufzukommen, und nicht bei mir. Habe ich, oder hat irgendein Süchtiger Sie um Geld gebeten?

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Karlheinz Lamprecht

Drogen?

Da der Mensch nun mal so ist wie er ist, interessiert eine reine Kostenbetrachtung nun wirklich nicht. Da man sich ebenfalls nur auf die legalisierte Sucht beschraenkt hat man automatisch die groessten Problemfelder ausgeklammert.
Illegale Drogen bringen unmittelbar mehr Menschen um als Tabak und Alkohol. Die Kosten zum Gesamtsystem sind ebenfalls hoeher. Warum faegt man nicht an und legalisiert Drogenkonsum? Der Prohibitionskrieg wurde hier schon lange verloren - ein kurzer Blick nach Mexiko und dem frueheren Afganistan kann dabei helfen.
Sucht wiederum sollte ueber Aufklaerung/ Erziehung und Behandlung angegangen werden - hier ist noch vieles im Argen. Eine Besteuerung wirkt hier jedenfalls nicht - der Hausbrau, "Medizingetraenke" etc wuerde den nicht regulaer verkauften Alkohol ersetzen. Wohlgemerkt der Preis diktiert nicht den Markt, der Markt diktiert den Preis!

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kmeier01 (kmeier01) - 27.09.2010 14:12 Uhr

Harry Hain (zx10)

naja so ganz ohne Konzept ist das nicht. Aus eigener Erfahrung weiß ich was Preiststeigerung ausmacht. Die Alkoholiker wird man nicht los aber es werden weniger hinzukommen.
Während meiner Ausbildung waren 50% Raucher. Mit jeder Erhöhung wurden es weniger, sie nahmen die Erhöhung als Grund an die Sucht zu bekämpfen. In diesem Bsp.: zu 100% erfolgreich. Nach 3 Jahren war es noch ein Raucher! Nur kann man Raucher nicht mit Spielern und Alkis vergleichen, die Sucht ist eine andere. Aber die Mittel dafür streichen finde ich trotzdem gut. Dann leiber Einweisen lassen bis zu Heilung. Zudem müsste der Staat und auch wir Bürger mal dafür sorgen das unsere Phsyche nicht so dem Alkohol und den Drogen verfällt. Die ursache für diese Form der Sucht ist phsychisch. Job verloren oder Familie verloren, oder unglücklich etc etc. Gegen viele Faktoren die sowas begünstigen können wir was tun. Der Staat mit Gesetzen wir mit verhalten. Fängt damit an das wir unsere Kinder bestrafen wenn sie andere mobben, oder das wir nicht hinter Rücks über Kollegen herziehen - unser allg. Verhalten also verbessern

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fritz Teich

Was kosten uns Konkurse?

Was kostet uns das neue Gesundheitssystem usw, die Suechtigen herauszupicken ist kein guter Stil.

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Hans-Peter Hammer

Ach?

@ h. Frisch (dr.h.frisch)
"Fettsüchtige, Raucher, Trinker, Junkies und Süchtige aller Art belasten [58]
h. Frisch (dr.h.frisch) die Sozialsysteme zusätzlich weit düberdurchschnittlich auch dadurch, dass nicht in der Lage sind in das System, durch sozialversicherungspflichtige Arbeit, einzuzahlen!"
Komisch, kenne einige stark Übergewichtige und Raucher, alle haben Arbeit (selbstständig oder angestellt) und zahlen daher sogar überdurchschnittlich an Steuern und sind seltsamerweise durchaus NICHT häufiger krank als die mir bekannten "Gesundheitsapostel", im Gegenteil!
Haben Sie eigentlich den Bericht über die OECD "Übergewichtsstudie" gelesen?
Interessanterweise kommen ausgerechnet die zu dem Schluß, daß alle von ihnen vorgeschlagenen Gegenmaßnahmen soviel kosten würden, daß eine echte Einsparung für die Sozialsysteme dabei NICHT herauskäme!
Noch eine Anmerkung zu den Verkehrsunfällen durch Alkohol! 10% aller Verkehrsunfälle geschehen im Zusammenhang mit Alk., was aber gleichzeitig heißt: 90% (!) geschehen OHNE Einfluß von Alkohol! (Hatten die Fahrer beim Busunfall in Brandenburg Alkohol im Blut? Nein! Trotzdem leider 13 Tote!)

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K. Peter Luecke

Komisch !

Die 'Welt' wird immer gesünder, Bio und Gesundheitsnahrung überall, Rauchverbote, Gesundheitswarnungen wohin man blickt, Zigaretten und Alkohol nur noch kompliziert gegen Nachweise wie im Pornoladen, Anschnallpflicht, Tempolimits, soziale Kontrolle , Blitzerbatterien zur flächendeckenden Verhaltenskontrolle, jährlich mit 2stelliger Rate steigende Bußgelder gegen Normverstöße ... Da sollte man doch meinen, dass die Mehrheit der Bevölkerung sowas von gesund und risikolos lebt und dass dadurch die 'Gesundheit' viel, viel billiger würde. Aber nichts da ! Nirgendwo explodieren die Kosten mehr als im Gesundheitswesen, bei den Privatversicherungen (wo doch sogar eigentlich der noch 'gesündere' Teil der Bevölkerung versichert ist) gibt es seit 15 - 20 Jahren oder noch länger pro Jahr Aufschläge von jeweils 10% oder mehr. Und an diesen Kostenexplosionen sollen auf einmal die 'Süchtigen' schuld sein, die sowieso früh sterben !??? Hier wird mal wieder ein Popanz aufgebaut ! Ablenkungsmanöver und Volksverdummung im Großvormat.

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Hans Werner Danuser

tiefere Gründe...?

In der Tat sind suchtförmige Abhängigkeiten ja inzwischen allerorten, insbesondere auch im Umgang mit moderner Technik zu beobachten. (Ich frage mich, ob die WHO so etwas wie "e-Kommunikationssucht" schon als Krankheit klassifiziert...?) Es drängt sich doch aber die Frage auf, welche Gründe das Grassieren suchtförmiger Verhaltensformen haben könnte. Hat das nicht etwas mit einer gewissen Lebensinhaltsarmut zu tun - und wäre derselben steuerpolitisch zu begegnen? Liegt das Problem nicht im seltsamen Auseinanderklaffen einer angeblich wertfreien Wissenschaftsrationalität und einer existenzialistischen Privatmoral, also dem, was Karl-Ott Apel das ideologische "Komplementaritätssystem" des Westens nennt und das strukturell bestimmte tiefere Sinnerfahrungen unmöglich macht?

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Uwe Bussenius
Uwe Bussenius (uwebus) - 27.09.2010 11:58 Uhr

Ich wiederhole mich:

Verbot von Alkoholwerbung, Verbot der Aussendung von Programmen mit saufenden Politikern in Großaufnahme (Oktoberfest u.ä.), kein Alkohol mehr in Betriebskantinen, keine steuerliche Förderung der Alkoholproduktion (Weinbau, Bierbrauer, Schnapsbrenner), Steuern auf Alkoholprodukte in der Höhe der Tabaksteuer, augenomen medizinischer Alkohol. Eine Flasche Bier muß 10 Euro kosten, ein Liter Penner-Rotwein vom Discounter 20 Euro, dann verschwinden die Schnapsleichen aus den Innenstädten.
Gegen das Rauchen wurde ein Kreuzzug unternommen, warum nicht auch gegen das Saufen? Die Folgen des Alkohols sind wesentlich schlimmer für die Gesellschaft als das Qualmen. Denn Saufen erzeugt nicht nur Folgekosten, sondern zerstört Familien und die Zukunft von Kindern. Und zwar auf Dauer.

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Monis (Monis) - 27.09.2010 11:21 Uhr

Sieben Jahre @michael blume (oldtimer58)

Mag ja sein, dass die Alkohol- und Tabaksüchtigen im Schnitt 7 Jahre früher sterben, daher 7 Jahre weniger Rente kassieren etc., aber allein durch ihre Erkrankungen, die sie bis zu ihrem Tod haben, kosten sie die Kassen mehr als jemand, der ohne diese Süchte 7 Jahre älter wird. Habe einen Alkoholiker im Bekanntenkreis, der hat schon so viele Therapien bezahlt bekommen von der Krankenkasse, dass davon jemand anders 7 Jahre Rente kassieren könnte. Er ist übrigens inzwischen Frührentner - gerade erst 40 Jahre alt geworden, da sein Herz so geschädigt ist, dass er einen Defibrilator eingepflanzt bekommen hat (was meinen Sie, was der kostet? allein eine Nacht auf der Intensivstation eines Krankenhauses kostet die Kasse minimum 2500 Euro!) Tja - gelernt hat er bis heute nichts, er säuft nach wie vor und qualmt mehr als vor der OP - weil "mein Defi passt ja auf mich auf".

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zx10 (zx10) - 27.09.2010 11:00 Uhr

"Die Tabaksteuer müsse um 30 Prozent rauf. "

Beim Lesen der ersten Zeilen dachte ich: " Auf was soll dieser "Pressetext" und nun vorbereiten". Siehe oben: Steuererhöhung. Lächerlich zu glauben, daß Süchtige weniger Tabak und Alkohol zu sich nehmen werden. Mal sehen welceh Gesetze und jetzt noch aufgebürdet werden sollen. Das ganze erscheint mir mehr Kampagne als ernsthafte Analyse mit wirksamen Lösungskonzepten.

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St. Koch
St. Koch (Pensacola) - 27.09.2010 10:39 Uhr

Kostenfragen der Zeitgeschichte

Ich möchte hier weder Alkoholsucht noch Nikotinabhängigkeit das Wort reden aber mir ist da dennoch was Seltsames aufgefallen: Wenn die Behandlung von Suchtkranken im Jahr 60 Mrd. an Kosten verursacht, bricht irgendwer sofort eine öffentliche Debatte über die Position dieser Menschen im gesellschaftlichen Gefüge los (erstaunlicherweise auch noch just in dem Moment, in dem der Anteil von Bier und Zigaretten an den HartzIV-Bezügen gestrichen wird).
.
Gechichtsinteressierten Menschen werden Parallelen zu einer Rechnung auffallen, die den erstaunten Deutschen vor etwa 70 Jahren von ihrer Regierung aufgemacht wurde. Darin wurde verglichen was eine bestimmte Personengruppe die Gesellschaft kostet. Gnade uns Gott, wenn wir so wenig gelernt und so viel vergessen haben.
.
Am Rande: Wenn in verstaatlichten Geldvernichtungsmaschinen wie der HypoRealEstate einfach 150 Mrd. (und das ist sicher noch nichtmal das Ende der Fahnenstange) aus Steuergeldern lautlos versacken und sich die dort beschäftigten Berufszocker zugleich vom diesem Stützungsgeldern gut 25 Millionen € an Boni auszahlen - ist die Redaktion der Tagesschau offensichtlich der einzige öffentlich-rechtliche Bereich, der wenigstens mit einem 2-Zeiler davon Notiz nimmt.

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Bertram von Steuben

Bahn frei für die nächste Steuererhöhung !

Auffällig ist bei dieser Studie, dass die höchsten Kosten in dem netten Diagramm auf einen hypothetischen Posten fallen: die Sekundärkosten des Produktivitätsverlustes in Haushalt und Ehrenamt. Kosten, die nach Wunsch der Betroffenen bis dato gerne häufiger von staatlicher Seite hätten Anerkennung finden sollen. Hier handelt es sich folglich nur um Schätzungen, die nie realen Finanzwert erfahren.
Wie andere Leser schon schrieben, ist auch eine Gegenüberstellung belastbarer Zahlen der Einsparung hier zwar ausgelassen worden, jedoch unabdingbar, wenn diese Studie eine Aussagekraft haben soll. Das vorzeitige Ableben erspart reale Kosten, die hier nicht eingeflossen sind.
Um das durchaus wünschenswerte Ziel zu erreichen, den Alkohol- und Tabak-Missbrauch einzudämmen, sind diese Zahlen nur wenig hilfreich.
Steuererhöhungen stellen kein probates Mittel dar, wie die im Text angesprochenen Skandinavier zeigen. Denn dort wird, trotz Hochsteuer, mehr pro Kopf konsumiert als hierzulande. Dieser Schritt würde zeigen, dass hier lediglich eine neue Tür zur Erhöhung der Staatseinnahmen aufgetreten werden soll.
Auch haben die Rückgänge des Tabakkonsums durch die Steuererhöhung der letzten Jahre, nicht annäherend die Prognosen erfüllt.

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Günter Blümel

Menschen verstehen

Die Zahlen sind interessant, um eine Größenordnung zu erahnen. Wichtiger wäre mir die Zahl, wieviele gesunde Qualitätsjahre die Süchtigen ohne ihre Schwäche insgesamt gewinnen würden. Und dann könnte man überlegen, wie wir ihnen und damit letztlich auch uns helfen sollten. Meiner Meinung nach geht es nur über eine psychologische Stärkung der Gefährdeten und Süchtigen. Und das bedeutet wohl langfristig mehr Fähigkeit zur Eigenverantwortung und nicht immer mehr Bevormundung.

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Markus Bräuer

DDR in der FAZ

Also dieser Beitrag von Paul-Nikolaus Hinz erinnert mich in charakteristischer Weise an die DDR, wo die Regierung dem Volk auch nichts zugetraut hat und voll auf entmündigende Gängelung setzte. Der Unterschied zwischen DDR und Bundesrepublibk ist aber der: Die DDR war ein nicht legitimierter Staat, der seine Bürger zwang, in ihm zu leben. Die Bundesrepublik ist ein Land freier Bürger, die Bevormundung und Gängelung nicht bedürfen. Man kann gern Kranken und Schwachen helfen, aber bitte nicht Zonenzwang per Steuer. Komisch, dass Herrn Paul-Nikolaus Hinz nicht in den Sinn kommt, mal an positive Akzente zu denken: Vorteile von nikotinfreiem und alkoholbeschränktem Leben, Sport und intellektuelle Angebote, die Suchtgefahren mindern. (Am besten ist natürlich: Sinnvolle Arbeit!) Schade, dass selbst die FAZ immer mehr DDR-Parteipresseorganen zum Verwechseln ähnlich sieht.

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Wolfgang Schlage

Kosten im Nahbereich

Die schlimmsten, zum großen Teil seelischen Kosten verursachen die Süchtigen im Nahbereich: bei Kindern, Ehepartnern, Eltern, weiteren Verwandten und Freunden (bevor sie sich abwenden). Und die profitieren auch nicht richtig von der Rentenersparnis, die dadurch entsteht, dass der Süchtige früher stirbt.
Bei den gesellschaftlichen monetären Kosten sollte man unbedingt die ersparten Rentenzahlungen gegenrechnen. Ich habe vor vielen Jahren gelesen, dass Raucher durch ihren frühen Tod für die Gesellschaft ein monetärer Gewinn sind. Ob das immer noch stimmt?

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Klaus Dieter

Sucht ein Problem des Steuersystems?

Seltsam, Sucht als Problem des Steuersystems darzustellen.
Alkohol kann man sich auch selbst machen, was jahrelang in Schweden vorgemacht wurde. Zigaretten bekommt man im Ausland äußerst günstig. Die Zigarettenschwarzmärkte in Deutschland wurden erst vor kurzem ausgetrocknet. Den Drogenmarkt bekommen wir nicht in den Griff, statt dessen geht die Tendenz zur Legalisierung ("Entkriminalisierung der Süchtigen"). Und nun Steuern gegen Leberzirrhose? Und das hilft?
Anscheinend nicht, wie das Beispiel der Spielsucht zeigt. Nirgendwo gibt es höhere Steuern als beim Spielbetrieb.
Hohe Steuern für Alkohol und Zigaretten sind sicher berechtigt. Allerdings sollte man die Steuerungswirkung nicht überschätzen und die Realitäten im Auge behalten. Wenn dann das Feierabendbier teurer wird, um unsere Gesundheit zu retten, wird es zur bloßen Abzocke.

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Peter Orth
Peter Orth (troret) - 27.09.2010 05:23 Uhr

Suechtige

jeder Suechtige ist keinen Pfennig wert,das Letzte vom Letzten einfach verrecken lassen,die Natur macht es genauso und das ist nicht verkehrt.
Peter Orth

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nick fury
nick fury (monoman) - 27.09.2010 01:48 Uhr

Das geht so nicht weiter. Wirklich?

Da ist im Moment aber wenig davon zu erkennen, daß das so nicht weiter ginge, lediglich eine geringe Rückläufigkeit. Vielleicht ist diese tatsächlich auf die stetige Verteuerung der entsprechenden Suchtmittel zurückzuführen, wie sie ja auch als Gegenmaßnahme vorgeschlagen wird. Das dürfte nach wie vor die einfachste und unbürokratischste Maßnahme sein. Der kontrollierte Gelegenheitskonsum bleibt relativ unbeeinträchtigt, die Einstiegsschwelle der besonders gefährdeten Heranwachsenden wird erhöht.
Wie das die Vorkommentatoren schon anmerken, würde es mich auch interessieren, ob man gegen die aufgezählten Kosten der Suchtkrankheit nicht auch die Einsparungen durch das frühere Sterben der Betroffenen rechnen kann, wenngleich das eine besonders zynische Rechnerei ergibt. Der Einwand als solcher ist in Diskussionen zum Thema jedenfalls immer wieder zu hören.

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