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Seehofer ist empört Oettinger will Atommüll in Süddeutschland

 ·  EU-Kommissar Oettinger will Atommüll in Gestein statt in Salz lagern - und nimmt Süddeutschland als Standort für ein Endlager in den Blick. Ministerpräsident Seehofer reagiert empört.

Artikel Bilder (2) Lesermeinungen (31)
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Rainhart Raack
Rainhart Raack (cavolo) - 05.07.2013 08:53 Uhr

Hin wo's herkommt

Der Müll muß hin, wo er produziert wurde. Die Bayern waren doch deutscher Meister in der Verteidigung des Atomstroms. Nun sollen sie auch die Folgen tragen. Deutschland ist nicht Bayerns Müllkippe!

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Markus Sommer
Markus Sommer (marcxl) - 04.07.2013 22:04 Uhr

In Deutschland gibt es bereits Endlager

In Deutschland sind aktuell vier Endlager in Betrieb: in Herfa-Neurode, Zielitz, Cröbern und Schöna. Allein in Herfa-Neurode lagern aktuell mehr als 2 Mio Kubikmeter chemisch-toxischer Müll. Da dieser übrigens nicht zerfällt, ist er immer, also bis ans Ende der Erde, hochtoxisch und gefährlich. Nur gut, dass sich die grünen Irrationalisten nur auf den langfristig weit harmloseren Atommüll eingeschossen haben, ansonsten hätten wir auch noch ein Problem mit den chemischen Abfällen.

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Manfred Schwierz

Die Schwaben-Bayern Hass-Liebe...

...ist so alt wie das Land...

Sollen sie sich doch fetzen...

Das freut die nördlichen Bundesländer...,

...die man im Süden verächtlich Fischköppe nennt...,

...nördlich der Maingrenze...

In Geographie waren diese Südlinge nie bewandert...,

diese Voralpen-Narzissen.

ROFL

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Wolfgang Wurtz
Wolfgang Wurtz (wolwul) - 04.07.2013 21:29 Uhr

Der Atommüll gehört nach Russland. Dort liegt schon das tausendfache der Menge unseres Atommülls.

Dort würde er keinen weiteren Schaden anrichten. Und es wäre um vieles billiger, würde allerdings unsere korrupte Bauindustrie um Milliarden von leicht verdienten Euros bringen. Und das dürfte der Grund sein, dass wir stattdessen noch Jahre lang den Entsorgungsplatz in Deutschland suchen.

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Closed via SSO
klaus keller (klkeller) - 04.07.2013 20:14 Uhr

Wie lagern wir vergleichbar gefährliche Chemieabfälle ?

Das will in diesem merkwürdigen Land keiner Wissen.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 04.07.2013 21:51 Uhr
Markus Sommer
Markus Sommer (marcxl) - 04.07.2013 21:51 Uhr

Zum Beispiel in Herfa-Neurode

Der dort gelagerte Müll behält auch noch in Millionen Jahre seine Giftigkeit oder wird sogar noch gefährlicher. Bei sogenannten Atommüll nimmt die Strahlung permanent ab und in ein paar Tausend Jahren ist er völlig harmlos.

Übrigens, ein abgebrannter Kernbrennstab ist kein Müll sondern wertvoller Rohstoff, da nur 4 Prozent der darin enthaltenen Energie verbraucht. Darum spricht man außerhalb vom energiepolitisch rückständigen Deutschland nur noch von rückholbarer Einlagerung. Schon heute werden Reaktoren geplant und gebaut, die bereits genutzte Brennstäbe wieder verwenden können.

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Dr. Bjoern Merten

Die einzig vernünftige Lösung. Dankeschön.

Endlich sagt es auch mal einer, der auch was zu sagen hat.
Es ist kein Müll. 97% des sogenannten Atommülls könnten in schnellen Brütern oder ähnlichen Anlagen umgesetzt werden. Es ist ein Verbrechen an unserer Nachwelt, diesen enormen Energievorrat unwiderruflich zu verbuddeln.
Salzbergwerke haben sich aufgrund der Laugenbildung sowieso als unbrauchbar erwiesen. Machen wir es also wie die klugen Skandinavier und parken das Zeug im Granit.

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Albert Sommer

Man sollte den Atommüll

bei ähnlich gefährlichem Müll lagern.
Wo tagen doch gleich noch einmal die Kommissare der EU?

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Wolfgang Ebel

ob Oettinger

recht hat und ob Seehofers Protest berechtigt ist, ist eigentlich subsidiaer. Wir Menschen haben den Atommuell schliesslich gemeinsam geschaffen und wir muessen auch gemeinsam das Endlagerproblem loesen. Otto Hahn hat eine bahnbrechende Entdeckung gemacht. Dass diese aber zugleich die teuerste und toedlichste war, konnte er damals nicht ahnen. Heute kann es doch nur noch darum gehen, die Nachteile seiner Entdeckung in den Griff zu bekommen. Dies ist ungleich schwieriger als Hahn's damaliges Problem. Wieviell Muell wollen wir unseren Nachkommen eigenlich noch aufbuerden ? Nach uns die Sinflut-Denken hilf ebenso wenig weiter wie kleinstaatliches Geschwafel Herr Seehofer.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 05.07.2013 14:17 Uhr
Johann Graf
Johann Graf (hagra) - 05.07.2013 14:17 Uhr

Müll...

der Müll von gestern und heute ist morgen ein Rohstoff! Wie oft haben uns das Grünen schon erzählt! Warum nicht auch beim sog. Atommüll! Ach so, ist nach grüner Ideologie Teufelszeug und taugt nur als Bürgerschreck.

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sascha wächter

Die EU

geht mir auf den Keks, vor allem die Kommissare. Aber hier hat er Recht, auch wenn es augenscheinlich nicht "sein Gebiet ist". Warum sollten gute Vorschläge/Ideen nicht auch von Leuten kommen dürfen, die nicht offiziell mit dem Thema betraut wurden? Was Letztere leisten, sieht man seit Jahrzehnten: es kommt nichts dabei raus. Ich finde es bedeutend logischer und auch sicherer, den Müll

1.) so unterzubringen, dass er auch in 30 Jahren noch gut zugänglich ist (Gegenteil: siehe Asse) und in trockenem, salzfreien und geologisch unbedenklichem Gestein lagert
2.) nicht in irgendeinen Salzstock zu lagern, wo das "Restrisiko" besteht, dass doch einmal Wasser einsickern kann. Das kleinste Kind würde dieses Risiko nicht eingehen, denn schon es weiß, dass Wasser und Salz in Kombination Unheil anrichten können. Die Experten sind in dieser Problematik wohl blind.
3.) dort zu lagern, wo er auch hauptsächlich produziert wurde, nämlich im Süden. Sagt einer aus Baden-Württemberg.

Beste Grüße

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Michael Radloff

Nicht neu, aber richtig

Alle "Mülle" und "Abfälle" werden neudeutsch zu sekundären Rohstoffen geadelt. Für Radionuklide sollte dies auch gelten. Wenn wir sie heute nicht nutzen wollen, so gilt dies vielleicht nicht für 2050 oder 2110.
Die unmögliche und unvorstellbare Gewährleistung eines sicheren Einschlusses für 1 Million Jahre halte ich ohnehin für ein bewußt gewähltes Totschlagargument der Atomkraftgegner.

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Ekke Hoffmann

Oettingers Fachkenntnisse über die Lagerung von Atommüll

scheinen noch schlechter zu sein als seine Englischkenntnisse. Si tacuisses, philosophus manisses!

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 04.07.2013 23:05 Uhr
Gerhard Katz

Und Deutschkenntnisse,

nicht zu vergessen...

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fridolin hinterhuber

Klar

Klar,Seehofer muss eine Wahl gewinnen.Da bleibt natürlich nichts anderes übrig als den Empörten zu geben.Man muss schon fragen dürfen,ob es quasi ein Naturgesetz ist,den Atommüll im Norden zu lagern oder ob auch die süddeutschen Wohlstandsländer nicht vom Atomstrom profitiert haben.Ich bin schon gespannt,bis sich die ersten Bürgerinitiativen aus "besseren Kreisen" formieren,die diese Art der Bürgerbeteiligung sonst eher als linke Spinnerei betrachten.

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Closed via SSO

Gerne!

Als Baden-Württemberger würde ich das sehr begrüssen!!! Wir nehmen doch gern die Arbeitsplätze und die Milliardeninvestitionen, die die Niedersachsen nicht haben wollen. Außerdem kann ich Herrn Sax nur Recht geben. In ein paar Jahren, wenn alle (außer Deutschland) sich beeilen die neuen Reaktoren der 4. Generation mit Treibstoff zu bestücken, werden die uns den sogenannten "Atommüll" für viel Geld abkaufen. Ist doch viel billiger als Uran mühsam aus dem Bergwerk zu holen.

Das war der erste gute Vorschlag von Günther Oettinger überhaupt. Funktioniert das Schwabengen bei ihm trotz jahrelanger Mitgliedschaft in CDU und EU wider Erwarten doch noch ganz gut.

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Johannes Täufer

Seehofer LOL

Was ein Getöse. Der Landespapa von Deutschlands reinstem und edelstem Ländle verbittet sich derartige Gedankenspiele und sucht sie im Keime zu ersticken, mögen sie noch so nageliegend und begründbar sein. Und überhaupt, was erlaubt sich Herr Öttinger überhaupt das Denken. "Also, mia san hier mal sowas von völlig außen vor, da geht nimmer nix, niemals!!!" (Haben wir eigentlich schon das Sommerloch?... dann könnte man den Müll doch gleich da hinein...)

Aber, gut, dass der Herr Seehofer sicher nicht mehr die Entscheidungsinstanz sein wird, oder glaubt jemand ernsthaft, dass dies zu Lebzeiten dieser Generation entschieden würde.
Aber, die zahlreichen Enkel und Urenkel des Herrn Seehofer, die werden sich sicher mit ein wenig Wehmut an ihren Opa bzw. Ur-Opa erinnern, der dereinst zwar bar jedweder wissenschaftlichen Grundlage, aber so vehement streitend versucht hat, das Unaufhaltsame zu verhindern. Will man etwas "schön" sicher endlagern, dann ist und bleibt Bayern "eine erste Adresse.

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Herr Wunderlich

Das Ergebnis entspricht nicht bayrischen Wünschen also muss die Frage geändert werden...

Dieser ganze Endlagersuchvorgang ist sowas von albern. Da werden so viele Kriterien aufgestellt die der "perfekte" Standort zu erfüllen hat, bis sich in Deutschland so kein Ort finden lassen wird. In Bayern ja schon gar nicht, die würden ja gern helfen, aber die Kriterien lassen LEIDER keinen Standort in Bayern zu. So schade aber auch. Am besten und vielleicht auch günstigsten, wir schießen den ganzen Atommüll auf den Mond. Wollten die Chinesen nicht eh bald dorthin fliegen?

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 05.07.2013 12:29 Uhr
Georg Schuster
Georg Schuster (amwald) - 05.07.2013 12:29 Uhr

nicht auf den Mond, herr Wunderlich

... in die Sonne, in die Sonne

auf dem laaaaaangen Weg dorthin ist schon mal ein Teil der Strahlekraft abgeklungen und den Rest erledigen dort die astronomischen Temperaturen von nach neueren Theorien bis zu 1 Mio Grad, ob nun Kelvin, Celsius, Fahrenheit oder sonstiger Skalierungen spielt dabei keine Rolle mehr.
Nützlicher Nebeneffekt: der Brennstoffvorrat der Sonne würde um eine kaum messbare Winzigkeit erhöht.

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Robert Hagen
Robert Hagen (Giscard) - 04.07.2013 16:42 Uhr

Umgekehrt

Widerspruch: Oettinger hat völlig recht. Seehofer ist durch und durch Populist, bekanntermaßen.

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Axel Wittenberg

Au ja, super!

Hier um die Ecke ist der Schauinsland, ein uraltes, schon längst aufgegebenes Silberbergwerk. Immer rein mit dem Scheiß! Wir Schwarzwälder freuen uns schon mordsmäßig drüber. Das erklärt zukünftig dann auch unser dauerhaft versonnen strahlendes Lächeln: "Mir freue uns halt, weil´s ebbe so schön isch!" Unser schwäbischer Landesvater hatte seine badischen Landeskinder immer lieb - er konnte das nur nie so richtig zeigen.

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Frank Pauls
Frank Pauls (faweho) - 04.07.2013 16:13 Uhr

Verursacherprinzip:

Die Befuerworter und auch die meisten Atommeiler wurden und sind doch in Sueddeutschland anzutreffen.
Was liegt also naeher,als den Abfall dann auch dort zu entsorgen?
Gerade in Bayern sollte doch in Wackerdorf gar eine Wiederaufbereitugsanlage errichtet werden.
Herr Horst Lorenz Seehofer sollte sich etwas mehr mit der Geschichte seines weiß-blauen Landes beschaeftigen.

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Will sich Oettinger an seinen Badenern und Schwaben rächen,

die ihn nicht mehr gewählt haben oder hat er einfach nicht genug zu tun?

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 05.07.2013 12:12 Uhr
Georg Schuster
Georg Schuster (amwald) - 05.07.2013 12:12 Uhr

der Schnellsprecher Oettinger wurde nicht

von seinen Landsleuten aus Baden und Schwaben nicht mehr wiedergewählt, sondern er musste auf Geheiß "Muttis" nach Brüssel entfleuchen um einem Frosch Mappus das von "Mutti" geförderte Auftauchen zu ermöglichen.

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Stephan Behm
Stephan Behm (SteBe) - 04.07.2013 16:01 Uhr

Warum eigentlich nicht?

Auch wenn der Begriff Endlager in diesem Kontext fragwürdig erscheint, so halte ich Oettingers Vorschlag für diskussionswürdig. Seehofer wirft als Antwort lediglich mit leeren Phrasen durch die Gegend. Gegenargumente? Fehlanzeige!

Bisher relativ unbedeutende Reaktortypen (Thorium!) könnten in den nächsten Jahrzehnten aufkommen, da der bisherige Zweck der Urannutzung, nämlich die Herstellung von Kernwaffen ein zunehmend unbedeutender werdendes Argument ist. Des Weiteren ist die Weiternutzung von Atom"müll" (massig gespeicherte Energie vorhanden!) in diesem Reaktortyp möglich. Die Chinesen sind bereits wieder am Flüssigsakzreaktor zu schaffen.

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04.07.2013, 13:01 Uhr

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Von Patrick Bernau

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