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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Schuldenkrise Warten auf Griechenland

 ·  Vordergründig ist die Wahl in Griechenland eine Abstimmung über den Euro. Doch die Eurogruppe lehnt den Austritt Athens kategorisch ab, weil das kurzfristig bequemer ist. Damit lädt sie die Griechen ein, ihr weiter auf der Nase herumzutanzen. Eine Analyse.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (68)

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Volker Kraft

Eine neue Klein-EU

Vorschlag: D+NL+A könnten aus dem Stand eine Wirtschaftsunion bilden. Diese Mini-Union hätte eine wirtschaftliche Macht, an der keiner mehr vorbeikäme. Die 3 Länder liegen in jeder Hinsicht auf einer Linie. Frau Merkel müsste nur diskret Kontakt aufnehmen, dann könnte das ganz schnell laufen. Man müsste es nur wollen. Wahrscheinlich würden B, Lux, DK und Finn dann auch mitmachen. Dann müssen die Franzosen gefragt werden, ob sie entsprechend den in der Basisgruppe festgelegten Regeln beitreten wollen. Und da muß die Frage einfach lauten: Ja oder Nein. Es würde auf ein Ja hinauslaufen, auch wenn sie erst maulen, aber die Franzosen sind nicht blöd, und letztlich haben D und F doch meistens ganz gut harmoniert.
Immer müsste man sich bewusst sein, dass die 3 Gründungsländer zusammen bestens zurecht kommen und eigentlich niemand anders brauchen. Man könnte sogar in der EU bleiben, aber wenn die anderen uns dann rausschmeissen, was solls? Unser Neu-Brüssel kommt dann eben nach Helgoland...

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Paul Rabe

Wenn der Euro nicht mehr zu den Griechen kommt...

..dann kommen die Griechen zum Euro.
Ist das gut für Deutschland, wenn demnächst Millionen von Griechen nach Deutschland auswandern ? Das Recht dazu haben Sie ja...

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 13.06.2012 19:29 Uhr
Jakob Knoblauch

Ja.

Einwanderer aus der EU sind die besten, die wir bekommen können. Je mehr Europäer zu uns kommen wollen, desto besser.

Für uns wäre das gut. Für die südeuropäischen Länder, die auf diese Weise ihre besten Köpfe verlören, natürlich nicht.

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Ralph Burgwald

Bitte liebe Griechen bleibt!

Bitte nehmt unser Geld, wir flehen Euch an! So lautet übersetzt alles was zur Zeit in Brüssel und Berlin zu dem Thema gesagt wird.

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Alexander Berg

Anfangs war ich noch verwundert...

als noch letzte Reste Glaubens an irgendeine Spur von Vernunft in die deutsche Politik bei
mir vorhanden waren. Seit einigen Jahren Rettungspolitik à la Merkel und Schäuble habe ich mich daran gewöhnt, dass die Systemarchitektur Europas Gemälden von M.C. Escher oder Filmen von Monthy Python nachempfunden zu sein scheint.
In Sachen Vertretung der Eigeninteressen des Volkes verhalten sich die griechischen Politiker wenigstens nachvollziehbar opportunistisch. Was unsere Parlamentarier umtreibt, ist und bleibt, gelinde gesagt, ein Mysterium (außer Finanzlobbyismus). Europa steuert volle Kraft voraus düsteren Zeiten entgegen, der Euro hat Nationalismus, Wohlstandsverlust, Irrationalismus bis zum Wahnhaften und eine Regression der Nachkriegsaußenpolitik im Gepäck.
Es ist auch absolut keine Hoffnung in Sicht, es gibt nur Verkettungen von leeren Wahl- und Heilsversprechen und Verträgen, an die sich schon lange niemand mehr hält.
Vielleicht sollte jemand den RESET-Button drücken.

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Erwin Stahlberg

Eigendynamik in den Bankrott

Politiker, die uns verklickern wollen

„Wir müssen das Vertrauen der FINANZ-MÄRKTE
zurückgewinnen“,

sind absolut fehl am Platz und merken nicht einmal,
daß sie mit solcher Äußerung ein EIGENTOR geschossen haben.

Es ist doch gerade die EU, die ihr Leben lang
diesen Märkten hündisch zu Diensten war und heute
keine anderen Weisheiten kennt, als Banken zu retten.

Diese Politiker kennen gar nichts Besseres,
und insofern scheint es mir logisch,
daß der Verlauf der europäischen EU-Episode mit der jetzigen
Banken-Welt zugrunde gehen muß.

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Ronald Gruenebaum

Ja, aber

Die Analyse stimmt so erst einmal.

Wir sollten aber nicht vergessen, dass auch in Deutschland gelegentlich gewählt wird. 2013 wird das Thema Euro/EU ganz oben stehen. Eine verzweifelte FDP könnte dann massiv mit einer aggressiven deutschen Linie punkten, vielleicht auch eine Henkel/Sarrazin Partei.

Die EU (allen voran die Franzosen) würde vor der Wahl stehen, Griechenland fallen zu lassen oder Deutschland ziehen zu lassen (rechtlich hindert Deutschland nichts daran, mit den 5-6 soliden Eurostaaten eine neue Eurozone zu gründen, die wirtschaftlich bestehen kann). Die Antwort wäre klar.

Merkel baut jetzt schon die Basis, indem sie das existierende Europa der 2 Geschwindigkeiten thematisiert. Alle brauchen Deutschland, niemand braucht Griechenland. Und eine "Neugründung" der EU mit sehr viel mehr Demokratie wird den alten Verein des Herrn Barroso schnell vergessen lassen. Selbst Belgien würde endlich Reformen unternehmen, damit man europäische Hauptstadt bleibt.

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Herold Binsack
Herold Binsack (Devin08) - 13.06.2012 14:53 Uhr

Somit warten wir doch gerne

Und hier der Dialog aus Beckets „Warten auf Godot“:
Estragon: Komm, wir gehen!
Wladimir: Wir können nicht.
Estragon: Warum nicht?
Wladimir: Wir warten auf Godot.
Estragon: Ah!(Quelle: Wikipedia)
Auch in Bezug auf Griechenland wäre die Frage zu stellen: Was würde denn passieren, wenn Griechenland seinen Verpflichtungen nachkäme? Der diesbezüglich plötzliche Einbruch in unser geliebtes Weltbild, würde diese Welt vielleicht schlimmer erschüttern als ein Zusammenbruch des Euro. Somit warten wir doch gerne.

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Suzy Carter

Veränderung

Schwer vorstellbar, wie die großen deutschen Parteien die Bundestagswahl 2013 überleben wollen. Dieses Land wird sich politisch stark verändern.

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Lutz von Peter

So vorhersehbar und unnötig

Man hätte zu Beginn der Krise die Griechen rausschmeissen müssen, das hätte die Märkte bezüglich des Euros beruhigt, hätte den Griechen wieder auf die Beine geholfen und hatte alllen anderen klar gemacht, dass die EU es ernst meint.
Denn wies nun kommt, das war seit zwei Jahren vorhersehbar. Keine Rechtsgrundlage für den Rausschmiss? Nun, die gibt es auch nicht für die Schuldenvergemeinschaftung, und dennoch gehts.

Haut sie raus, die Griechen, sie haben uns genug geschadet und ausgesaugt.

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Michael Arndt

Egal wie die Wahl ausgeht,

was sollte sich konkret ändern?
In Griechenland droht der vollständige Energieausfall, Kranke können nicht mehr behandelt werden, keiner zahlt seine Rechnungen und seine Steuern etc. etc.
Warum sollte sich das ändern, ob mit EURO oder DRACHME?
Wir werden nach der Wahl in die 3. Stufe der "Rettung" einsteigen müssen, in der aus den 10 Mill. Griechen 10 Mill. Sozialhilfeempfänger gemacht werden. Natürlich unter Beibehaltung aller Einkommen- und Rentenansprüche...

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Joachim Schroeder

Wie man aus Schulden einen Staat macht?

Was haben Sie denn da ausgegraben?
Seit dieser Zeit haben sich die Ansichten in den U.S.A. aber grundlegend
geändert, wie man an der Verurteilung von Bernie Madoff, dem Vorbild
des EU-Schneeballsystem sehen kann, der sich mit seinen Ideen die ei-
genen Schulden zu verringern, 150 Jahre Haft eingehandelt hat!!

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 13.06.2012 16:08 Uhr
Hans Edelmann

Die historischen USA und das heutige Europa unterscheiden sich fundamental.

Das Maß vorhandener Schulden und der Umfang bestehender Abgaben sind von den einzelnen
Euro-Staaten bereits überzogen. Eine zusätzliche zentrale Geldquelle wie bei Amerika in der
Gründerzeit die Zölle, um einzelne Staaten jeweils aus individueller Schuldenhölle zu retten, ist beim heutigen Europa keineswegs in Sicht. Eine neue Gründerzeit in Europa käme wohl allenfalls mit einer Revolution oder als Frucht eines großen Kriegs über uns. Beides würde aber
schwere Opfer kosten und unverantwortliche Zerstörungen bewirken. Staatsschulden in Europa
bleiben hochriskant. Staatsschulden mit Inflation bekämpfen zu wollen, ist extrem gefährlich.

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Carlos Anton

Völliges Versagen der Verantwortlichen

Die Politik im Zusammenhang mit Griechenland und dem Euro allgemein ist derart schwachsinnig, dass sie jede Satire und Karikatur übertrifft. Leider bringen die Medien das nicht deutlich zum Ausdruck, denn Widerstand ist hier Pflicht.

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Burkhardt Brinkmann

Hört auf zu meckern, ihr Mausdemonstranten!

Und begebt euch (soweit ihr im zumutbaren Umkreis wohnt) am 16. Juni 2012 um 12:00 Uhr nach Karlsruhe zum Marktplatz zur Anti-ESM-Demo!

Oder lasst euch - und euren größeren oder bescheideneren Wohlstand - von unserer verbrecherischen Politkasten begraben!

Kampf der UdESFR, der Union der Europäischen Sozialistischen Falschgeldrepubliken!

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 13.06.2012 15:27 Uhr
Eric Arnesen

...da liegt das Problem:

...(soweit ihr im zumutbaren Umkreis wohnt)...
...eine Demonstration an einem Ort.

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egon soppe
egon soppe (egonsoppe) - 13.06.2012 12:42 Uhr

Die Politik ist krank,

so krank wie der Euro.
Wenn hier einer meint, der Markt würde entscheiden, so ist das ein Irrtum. Die Griechen werden weiterhin Milliarden bekommen und sie werden auch die Drachme nicht einführen. Es wird zwar so sein, daß kein Urlauber mehr nach Griechenland kommt - wegen der hohen Preise aber was stört´s die Griechen. Dann brauchen sie auch nicht schwer arbeiten. Sie werden dann die Milliarden und Abermilliarden, die Europa hinschiebt, für ihren Lebensunterhalt ausgeben. Und so wird Europa, bzw. die Länder die es noch können, den Griechen den Unterhalt bezahlen bis zum bitteren Ende. Und das kommt. Denn Griechenland ist kein Einzelfall. Es folgen nacheinander Portugal, Cypern, Spanien, Italien, Frankreich. Und die werden sich an den inzwischen eingeführten Euro-Bonds gütlich tun. Bis entweder das ganze Finanzsystem zusammenbricht oder die Deutschen sich bequemen und auf die Straße gehen. Und hoffentlich die verantwortlichen Politiker lebenslang einsperren.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 13.06.2012 16:32 Uhr
egon soppe
egon soppe (egonsoppe) - 13.06.2012 16:32 Uhr

Herr Schwarzer, das glauben Sie doch wohl selber nicht.

Die Griechen haben doch ihr bischen Industrie verloren. Durch das viele Geld aus Europa lohnte es sich nicht, eigene Industrien zu fördern. Die führen doch sogar schon Fisch für ihre Restaurants ein obwohl von Meeren umgeben. Ihre Oliven gehen nach Italien und werden dort veredelt und vermarktet. Das bischen Ziegenkäse ist der Rede nicht wert. Die Griechen sind doch überhaupt nicht in der Lage, ihre innerstaalichen Verpflichtungen nachzukommen. Wer soll denn die Beamten bezahlen und wovon? Die Griechen verhungern im eigenen Land, wenn sie nicht alimentiert werden. Der Fremdenverkehr ist nicht mehr wettbewerbsfähig. Da hat ihnen die Türkei den Rang abgelaufen. Zudem wird demnächst der Deutschenhaß dort so groß, daß kein Deutscher es mehr wagen kann, dort Urlaub zu machen.
Und Herr Schwarzer, es sieht noch düsterer aus, wie ich es Ihnen schreibe aber ich habe keinen Platz und keine Lust mehr. Griechenland wird eine einzige Armenküche werden. Wer Geld hat, ist weg.

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Matthias Schwarzer

Wieso

Wie kommen Sie darauf, dass Europa den Griechen in Zukunft noch den Unterhalt zahlen wird? Dafür gibt es keinerlei Verpflichtung. Wir zahlen allenfalls Mittel aus dem europäischen Sozial- und Strukturfonds, unter strengen Auflagen. Griechenland wird einen weiteren Schuldenschnitt hinlegen, und dann ist das Schuldenproblem Griechenlands gelöst. Griechische Staatsanleihen wird es dann nur noch in Griechenland geben.

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Eric Arnesen

...wer einen ESM-Vertrag unterschreibt und jetzt schnell ratifiziert haben will...

...hat die wenigen Zahler bereits fest im Visier: den Nordländern soll das Portemonnaie geleert werden. Und dann wird halt weginflationiert.
Aus der (Kurz-)Sicht der Südländer ist das zwar eine tolle Lösung - bis dann die ganze EU, mangels internationaler Konkurrenzfähigkeit, in der wirtschaftlichen und damit auch politischen Bedeutungslosigkeit versunken ist.
Was war denn die VR China vor dem Wirtschaftsboom ? Einfach nur groß mit vielen Einwohnern.
Aber warum machen das unsere Politiker und die Mainstream-Medien mit ?
» Weil die Masse der Wähler derzeit nicht zuckt ?
» Weil sich eine wählbare Alternative (noch) nicht gefunden hat ?
» Weil sehr viele Wähler gar nicht wissen, was da ratifizert werden soll ?

Darum bitte den Original-ESM-Vertragstext lesen, und den eigenen Bundestagsabgeordneten ansprechen…
Hinweise auf zentrale Artikel des ESM Vertrages finden sich bei Youtube:
"ESM - Der europäische Rettungschirm"
(10 Minuten die sich lohnen !)

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Christian Borgelt

Kettenreaktion

Immer wieder wird als Argument angeführt, daß der Euro-Austritt Griechenlands (verursacht durch einen Staatsbankrott, weil weitere finanzielle Hilfen verweigert werden) eine Kettenreaktion auslösen könnte, weswegen man ihn um jeden Preis verhindern müsse. Wie aber steht es mit der Kettenreaktion, die eine erfolgreiche Erpressung der EU durch Griechenland hervorriefe (und schon hervorgerufen hat)? Welcher andere Staat wäre dann noch bereit, echte (Spar-)Anstrengungen zu unternehmen? Ist diese ebenso offensichtliche und vorhersagbare Kettenreaktion weniger gefährlich?

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 13.06.2012 12:50 Uhr
Rolf Huchthausen

@ Herr Borgelt, ...

... diese Kettenreaktion dauert länger bzw. zieht sich noch lange hin bis belastenden Phänomene messbar werden. Bis dahin genießen die entscheidenen Exzellenzen längst ihre üppigen Pensionen oder leisten sich Aussetzer wie Herr Kohl: " Die macht mir mein Europa kaputt!".

Das Europa der Bürgergesellschaften wird vernichtet, es verbleibt Feudalismus als Vorstufe zu kriegerischen Auseinandersetzungen.

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Jean Lazard

Schmunzeln erlaubt...

Hier das gewohnte "Griechenland-Repertoire", wo das Wort Neuverhandlung bei manchem Leser pure Ungläubigkeit hervorruft und nur ein Klick davon entfernt eine Lobeshymne auf den spanischen Finanzminister, der als Verhandlungsmeister mit seinen Drohgebärden der EU quasi im Alleingang die Konditionen für die 100 Milliarden diktierte.

Danke liebe FAZ, denn ein Grund zum Schmunzeln ist stets willkommen.

ps. Spanien ist nicht Griechenland? Ja, bis die Medien damit beginnen, das Wort Griechenland durch Spanien zu ersetzen.

JL, Athen

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 13.06.2012 12:49 Uhr
Paul Banaschak

hier lobt keiner GR und auch nicht ES

höchstens die ganz Linken, wie der heidepaul und der Konstantin Schneider. Aber sicher keiner, der auch nur etwas von Ordnungspolitik versteht. Die wissen alle, dass weder die Griechen noch die Spanier ihren Wohlstand selbst erarbeiten wollen.

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Arwed Schmidt
Arwed Schmidt (SDT) - 13.06.2012 12:22 Uhr

Was spricht denn gegen Bankrott ohne Austritt?

Ein Austritt ist sowieso unwahrscheinlich, weil
- es keine Rechtsgrundlage dafür gibt
- keine geschaffen werden kann ohne Beteiligung ALLER
- Griechenland im jetzigen Zustand gar keinen Austritt organisieren könnte.

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Antworten (5) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 13.06.2012 16:55 Uhr
Paul Hansen

Aufruf zum Rechtsbruch?

Wenn die gr. Nationalbank nach einem Bankrott Euro's druckt - auf Papier oder elektronisch - das waere dann wohl Rechtsbruch... da in reiner Theorie nur die EZB Euro kreieren darf.

aber Sie haben natuerlich Recht - and Gesetze und Recht halten sich unsere Politiker auch nicht mehr - warum sollten es dann die Griechen tun?

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Paul Rabe

Die griechische Nationalbank könnte weiterhin Eurokredite vergeben...

...das ist nur eine buchhalterische Aktion verbunden mit ein paar Rechenoperationen in ihren eigenen Bankcomputern.
Ob die EZB damit einverstanden ist kann der Nationalbank egal sein, die ist im Zweifel zuerst der eigenen Regierung Rechenschaft schuldig und ein Prozess darüber (EZB gegen Nationalbank) würde Jahre dauern in denen alles erstmal so weitergeht wie bisher, also die griechische Nationalbank "druckt" elektronische Euros.

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Joachim Schroeder

Rechtsgrundlagen?

Welche Rechtsgrundlagen? Die gibt es doch schon lange nicht mehr in der
EU, wenn Sie die 60 Rechtsbrüche der EU-Verträge ansehen, dann dürfte
der Wilde Westen mit seinem rechtsfreien Raum in Nichts mehr nach-
stehen!!

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Arwed Schmidt
Arwed Schmidt (SDT) - 13.06.2012 13:18 Uhr

Was soll denn an einem Bankrott "nicht funktionieren"?

Die funktionieren immer gleich. Das Geld ist futsch.

Ein Austritt GRs aus dem Euro würde ja auch kein Geld vom Himmel fallen lassen. Es wäre genauso futsch.

Man muß den Tatsachen mal ins Auge blicken. Der Bankrott ist überhaupt nicht zu verhindern. Ein Austritt ist weder rechtlich möglich noch praktisch durchzuführen noch ändert er irgendwas daran, daß das bisher geflossenen Geld längst weg ist.

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Paul Hansen

Nichts, ausser

das es nicht funktioniert.

Wenn GR - immer noch mit Primaerdefizit (weniger Steuereinnahmen als Staatsausgaben vor Zinsen) - die Rueckzahlung and private Glaeubiger, IWF und Troika einstellt - dann wird es eine Kettenreaktion geben. Vermutlich wird die EZB dann die ELA (ca. EUr 100 Mrd griechische Euro, gedruckt von der gr. Nationalbank) einkassieren, den Target Saldo (auch so Eur 100 Mrd) faellig stellen.

Woher soll der gr. Staat dann noch Euro's nehmen, um die Beamten zu bezahlen?

Die Verluste, die dann bei der EZB, (hier kommen dann noch ca. Eur 50Mrd SMP Bonds) dazu, Banken, IWF etc. belaufen sich dann auf ca. EUR 500- 600Mrd.

Da wuenscht sich sicher mancher in Bruessel man haette den Geldhahn im Mai 2010 zugedreht...... damals waren EUR 200 Mrd..... ca.....

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Karl-Heinz Drux
Karl-Heinz Drux (khd54) - 13.06.2012 12:18 Uhr

Drachme Einführung entscheidet der Markt - nicht die EURO Gruppe

Unabhängig, ob sich die EURO Gruppe "kategorisch zu einem Verbleib des Landes im Euroraum " bekennt oder nicht, werden sich früher oder später die Marktkräfte durchsetzen.
Allein durch die Unsicherheit im Markt - belegt durch den stark rückläufigen Tourismus -, ob und wann die Drachme eingeführt wird, wird die Liquidität in EURO im Land immer stärker gegen Null konvergieren, so dass langsam ein Tauschhandel aus Mangel an Geldmitteln sich selber eingeführt. Da dadurch keine Steuereinnahmen und Importe mehr möglich sind, wird der Regierung Geldmittel einsetzen müssen, um selbst existieren zu können.

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Claudia Otlo

Schlimmer noch: jegliches Vertrauen in europäische Absprachen und Verträge ist dahin

Wie man am Beispiel Griechenland sieht, sind Absprachen nicht wirklich der Mühe und das Papier wert, auf dem sie stehen. Wer will da noch glauben, daß urplötzlich Bedingungen eines Fiskalpaktes, Kredite aus dem ESM oder Bedingungen für irgendwelche "Eurobonds" eingehalten werden?

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Jahrgang 1966, Wirtschaftskorrespondent in Brüssel.

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