Home
http://www.faz.net/-gqg-top7
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Schienenverkehr Von Schanghai bis Köln

22.11.2006 ·  Die Deutsche Bahn treibt ihr Projekt einer Schienenverbindung nach China für den Güterverkehr voran. Die Bahn will Europa an die Wirtschaftsmacht China anbinden und ihre Kunden aus der deutschen Industrie bei ihren Investitionen begleiten.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (0)

Die Deutsche Bahn treibt ihr Projekt einer Schienenverbindung nach China für den Güterverkehr voran. „Ich denke, daß wir in den nächsten drei Jahren ins Geschäft kommen können“, sagte Bahnchef Hartmut Mehdorn am Dienstag abend in Berlin nach seiner Rückkehr aus China. Mit einem russischen Partner sei bereits ein Vorvertrag unterschrieben worden.

„Wir denken, daß wir von Schanghai bis Köln fahren können“, sagte Mehdorn. Dies werde letztlich in zwölf Tagen oder gar kürzerer Zeit möglich sein - deutlich schneller als per Schiff. Die Bahn wolle so Europa an die aufstrebende Wirtschaftsmacht China anbinden. Gleiches gelte damit auch für Osteuropa. „Da gibt es Möglichkeiten ohne Ende.“ Die Bahn wolle so ihre Kunden aus der deutschen Industrie bei ihren Investitionen begleiten.

Bahn sucht Zugang zu Häfen

Mehdorn machte auch deutlich, daß das Unternehmen im Güterverkehrsmarkt weiter Zugang zu den Häfen suche. Dabei spiele auch ein Einstieg im Hamburg eine Rolle, wo man sich an der Hafengesellschaft HHLA beteiligen wolle. In diesem Zusammenhang sei auch ein Umzug der Logistik-Führung in die Hansestadt möglich. „Da würden wir ganz gut hinpassen“, sagte Mehdorn. Anfang des Jahres war das Unternehmen vom Eigentümer Bund gebremst worden, als es einen Umzug der Konzernzentrale an die Elbe erwogen hatte.

Nach Angaben Mehdorns befindet sich die Bahn in diesem Jahr erneut auf Rekordkurs. Der Umsatz werde annähernd 30 Milliarden Euro erreichen, der Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) knapp unter zwei Milliarden Euro betragen. Die Passagierzahl werde um fünf Prozent auf fast zwei Milliarden steigen. Der Konzern sei reif für den Kapitalmarkt und werde eine Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROCE) von etwa acht Prozent erzielen, sagte der Bahnchef. Diese für den geplanten Gang an die Börse wichtige Ziffer werde der Konzern in den folgenden Jahren auf zehn Prozent steigern.

  Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen

Eine deutsche Bank

Von Gerald Braunberger

Josef Ackermann verlässt die Deutsche Bank, die Doppelspitze Anshu Jain und Jürgen Fitschen übernimmt. Das Kredithaus agiert überall auf der Welt - von der Rolle eines Weltmarktführers ist die Bank allerdings weit entfernt. Mehr 3

30.05.2012 17:45 Uhr
  Vortag
Dax 6.280,80 −1,81%
 OK
NameKursProzent
FAZ-INDEX 1.368,84 −1,82%
Dow Jones 12.419,90 −1,28%
EUR/USD 1,2375 +0,04%
Rohöl Brent Crude 103,14 $ −0,11%
Gold 1.540,00 $ −2,50%
Umfrage

Anonym bewerben? Ist das gut?

Alle Umfragen

Bitte aktivieren Sie ihre Cookies.