13.03.2006 · China hat grünes Licht für die Verlängerung der Flughafenstrecke der Magnetschnellbahn Transrapid gegeben. Damit können die Verhandlungen mit dem Transrapid-Konsortium von Siemens und Thyssen-Krupp beginnen.
China hat grünes Licht für den Bau der neuen Strecke der deutschen Magnetschnellbahn Transrapid gegeben. Die zuständige Reform- und Entwicklungskommission in Peking berichtete am Montag, der Staatsrat habe die geplante Verlängerung der bestehenden Flughafenstrecke in Schanghai in die Nachbarstadt Hangzhou genehmigt. Das ist allerdings noch nicht die Baugenehmigung, erläuterten informierte Kreise.
Mit der Zulassung des Milliardenprojekts können die konkreten Verhandlungen mit dem Transrapid-Konsortium von Siemens und Thyssen-Krupp beginnen. Die Kosten der 170 Kilometer langen Strecke wurden vergangene Woche auf 35 Milliarden Yuan (mehr als 3 Milliarden Euro) geschätzt.
Ein Sprecher des Transrapid-Konsortiums sagte, es gebe noch keine endgültige Entscheidung. Nach dem Beschluß des Staatsrates in Peking im Februar hatte das Bundesverkehrsministerium darauf verwiesen, daß nach chinesischen Angaben mit einer „technischen und wirtschaftlichen Machbarkeitsstudie“ die Grundlagen für eine endgültige Entscheidung geschaffen werden sollten.
Der Staatsrat gab auch die Projektgenehmigung für den Bau der Hochgeschwindigkeitsverbindung zwischen Peking und Schanghai. Auf der 1320 Kilometer langen Schienenstrecke sollen Geschwindigkeiten von 350 Stundenkilometern erreicht werden, hieß es in der Erklärung.
Dämpfer für deutsche Hoffnungen
Für diese Strecke, für die sich auch Siemens mit seinen Hochgeschwindigkeitszügen bewirbt, hatten in der vergangenen Woche allerdings die Hoffnungen ausländischer Unternehmen einen Dämpfer erhalten. Technik aus Deutschland, Frankreich oder Japan werde auf dieser Strecke nicht zum Einsatz kommen, hatte der chinesische Bahnminister Liu Zhijun nach Angaben der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua erklärt.
Für den Bau ist ein Budget von umgerechnet rund 20 Milliarden Euro vorgesehen. Der Hochgeschwindigkeitszug soll die Fahrtzeit zwischen der Hauptstadt Peking und der Wirtschaftsmetropole Schanghai von derzeit 13 auf fünf Stunden verkürzen.
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