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Schienenverkehr Bahn will von Konkurrenten mehr Geld für Schienen-Nutzung

16.02.2007 ·  Die Deutsche Bahn will ihren Rivalen offenbar höhere Preise für die Nutzung ihres Schienenetzes aufzwingen. Dadurch fielen gerade in ländlichen Gegenden immer mehr Zugverbindungen weg, warnen Verbraucherschützer.

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Die Deutsche Bahn will künftig mehr Geld für den Zugang zu ihrem Schienennetz verlangen. Ein Sprecher der Bahn-Tochter DB Netz sagte auf Anfrage, dass für 2008 eine Anhebung um 2,4 Prozent geplant sei.

Medienberichte, wonach der Zugang zum Netz bis 2011 um mindestens neun Prozent steigen soll, wies er zurück: „Das ist noch nicht entschieden.“

Verbraucherschützer kritisierten die geplante Preiserhöhung als Wettbewerbshindernis vor allem im Nah- und Güterverkehr. Mit steigenden Trassenpreisen stiegen die Betriebskosten für die Bahnbetreiber und die Bundesländer könnten daher mit ihren Regionalisierungsmitteln in Zukunft weniger Zugleistungen kaufen, sagte Holger Krawinkel vom Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv). Dies führe zwangsweise zu einer Ausdünnung des Fahrplans - vermutlich vor allem in ländlichen Gebieten.

„Völlig intransparent“

Krawinkel hält das ganze System der Trassenentgelte für „völlig intransparent“. Niemand könne nachvollziehen, für welchen Zugtyp auf welcher Strecke was bezahlt werden müsse. Erst wenn dieses System transparent gemacht werde, könne man überprüfen, „wie effizient die Deutsche Bahn ihr Schienennetz tatsächlich betreibt“, fügte der vzbv-Experte hinzu.

Ein Bahn-Sprecher entgegnete, die Preiserhöhung betreffe natürlich nicht nur die Züge der Mitbewerber, sondern auch die der Deutschen Bahn. Von einem Wettbewerbshindernis könne daher keine Rede sein. Die
„moderate Preiserhöhung“ diene der Instandhaltung des Netzes.

Sie sei nötig, weil die Bahn-Tochter seit Jahren rote Zahlen schreibe. „Wären wir ein profitables Unternehmen, könnte ich diese Aufregung verstehen“, sagte der Sprecher.

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