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Rundbrief an 15.000 Unternehmer Debatte um Managergehälter: BDI-Chef organisiert Gegenwehr

22.12.2007 ·  Kurz vor Weihnachten gibt es neuen Streit um Managergehälter. Der BDI-Präsident Jürgen Thumann hat jetzt laut „Bild“-Zeitung einen Rundbrief an 15.000 Unternehmer geschrieben. Denn er will, dass sie sich gegen die Vorwürfe wehren.

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In einem Brief an 15.000 Unternehmer hat sich der Chef des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Jürgen Thumann, gegen Vorwürfe aus der Politik gewehrt, die Managergehälter in Deutschland seien zu hoch.

Nach einem Bericht der „Bild“-Zeitung (Samstagausgabe) heißt es in dem Schreiben: „Wir Unternehmer und Manager orientieren uns an klaren Werten. Moral lässt sich nicht in Zahlen gießen, aber wir folgen dem Leitbild des ehrbaren Kaufmanns.“

Thumann betonte: „Die große Koalition sollte sich von den Wahlkämpfen in den Bundesländern nicht auf den Holzweg führen lassen, Vorstandsvergütungen gesetzlich zu begrenzen.“ Der BDI-Präsident forderte die Unternehmer auf: „Lassen Sie uns gemeinsam klarmachen, wer in Deutschland Wohlstand und Wachstum erwirtschaftet: die vielen ausgezeichneten Unternehmen mit ihren hoch qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.“

Lammert äußert sich besorgt

Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) hat sich dagegen besorgt über die wachsende Kluft zwischen Managergehältern und Durchschnittseinkommen in Deutschland geäußert. „Das Problem besteht darin, dass die Proportionen aus dem Ruder geraten: Die Bezüge von Managern erhöhen sich spektakulär, während die Durchschnittsgehälter der Erwerbstätigen stagnieren“, sagte der CDU-Politiker der Zeitung „Bild am Sonntag“ laut einem Vorabbericht. „Da darf man sich nicht wundern, wenn das Gerechtigkeitsempfinden der Menschen berührt ist.“

Eine gesetzliche Begrenzung von Managerbezügen lehnte Lammert allerdings ab. „Diese Frage kann von der Politik nicht überzeugend gelöst werden“, betonte er. „Meine dringende Empfehlung richtet sich an die Wirtschaft selbst: Die Unternehmen sollten bei den Vorstandsbezügen mehr Fingerspitzengefühl zeigen.“

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