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Resolutionsentwurf Afrika will 67 Milliarden Dollar für Klimaschäden

25.08.2009 ·  Afrika gilt als der Kontinent, der am meisten unter den Folgen des Klimawandels zu leiden hat. Deshalb wollen sich die afrikanischen Staaten nun von den Industrieländern entschädigen lassen. Nach einem am Dienstag bekanntgewordenen Resolutionsentwurf ist von 67 Milliarden Dollar die Rede.

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Die afrikanischen Staaten wollen sich von den Industriestaaten für die Klimaschäden auf dem Kontinent mit einer Milliardensumme entschädigen lassen. Nach einem am Dienstag bekanntgewordenen Resolutionsentwurf, über den im äthiopischen Addis Abeba Umwelt- und Agrarminister aus zehn afrikanischen Ländern beraten, ist von 67 Milliarden Dollar (knapp 47 Milliarden Euro) die Rede.

Außerdem wollen die Afrikaner auf dem Klimagipfel Ende des Jahres in Kopenhagen voraussichtlich eine Senkung der Schadstoffemissionen um 40 Prozent bis zum Jahr 2020 fordern. Über den Entwurf soll am Wochenende auf einem Treffen der Afrikanischen Union (AU) in Libyen entschieden werden.

Nach Vorstößen einzelner Staaten wird auf Einladung der AU, die ihren Sitz in Addis Abeba hat, nun erstmals der Versuch unternommen, zu einer einheitlichen afrikanischen Position zu gelangen. „Die Entwicklung in Afrika sollte nicht den Fehlern der entwickelten Länder folgen“, sagte die kenianische Umweltministerin Alice Kaudia dem britischen Sender BBC.

Video: Ringen um den Klimaschutz beim G 8-Gipfel

Afrika hat am meisten unter dem Klimawandel zu leiden

Afrika gilt als der Kontinent, der am meisten unter den Auswirkungen des Klimawandels zu leiden hat, ohne zu den Verursachern zu gehören. Allerdings werfen Umweltverbände den Erdölproduzenten unter den afrikanischen Staaten erhebliche Schädigungen und Zerstörungen des ökologischen Gleichgewichts etwa im nigerianischen Nigerdelta vor. Auch die Abholzung der Wälder ist laut Earth Institute der Columbia Universität in Afrika deutlich höher als in anderen Teilen der Welt.

Die kenianische Umweltpolitikerin und Friedensnobelpreisträgerin Wangari Maathai erinnerte deshalb im Vorfeld des Treffens an die Verantwortung der afrikanischen Staaten, nicht die Umweltsünden der Industriestaaten zu übernehmen.

Durch die Folgen des Klimawandels ist die Ernährung der Bevölkerung in einer Reihe afrikanischer Staaten noch schwieriger geworden, weil die Ernten nach anhaltender Dürre nur unzureichend ausfallen. Beim Klimagipfel im Dezember in Kopenhagen soll eine Nachfolgevereinbarung für das Kyoto-Protokoll gefunden werden.

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