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Reise Wir Billigflieger

 ·  Billig fliegen ist wie eine Droge, der immer mehr Deutsche verfallen. Dabei stellt sich die Frage: Ist es eine soziale Errungenschaft, Menschen Fernreisen zu ermöglichen, die sie sich sonst nicht hätten leisten können? Auf jeden Fall scheint beim Reisen die Begeisterung für den Klimaschutz aufzuhören, meint Brigitte Scherer.

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Angelika Otto
Angelika Otto (vdrvdr) - 20.07.2007 20:01 Uhr

Wir Billigflieger

Liebe Frau Scherer,
Ihr Artikel in allen Ehren, aber ganz ehrlich, ganzseitigen Anzeigen von "Ryanair und Co." mit Werbung für die angeprangerte "Ramschware des Luftverkehrs" kann sich doch auch die F.A.Z. nicht entziehen. Bitte Vorsicht mit "Steinen im Glashaus".

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Johannes Kleinschnittger

Billigflieger

Guten Tag Frau Scherer,

Ihren Beitrag vom 14. Juli 2007 habe ich gelesen. Ich kann nicht für die Situation an anderen Flughäfen in Deutschland sprechen, aber die Situation in Dortmund ist mir bekannt.

Mitte 2004 ging in Dortmund der Billigflieger easy Jet an den Start, andere folgten. Die Erträge pro Fluggast für den Airport Dortmund fielen um 50%. Die Verluste entsprechen in 2006 ca. den Verlusten und der Ausbau geht weiter.

Die Argumente sind Arbeitsplätze, Arbeitsplätze und Arbeitsplätze, die allerdings höher subventioniert als im Bergbau. Die Stadtwerke bzw. die Stadt Dortmund und damit deren Bürger subventionieren die Billigfliegerei mit 36 € pro Kopf. Das entspricht einem Billigticket für Mallorca.

Der Beschwerde (AZ CP253-06) vom 27. Nov. 2006 wurde in Brüssel nun endlich nachgegangen und am 9. Juli 2007 leitete die EU-Kommission u.a. ein Verfahren gegen den Flughafen Dortmund ein.

Was hilft das alles? Vermutlich nicht viel, denn das Grundproblem ist der Kunde, der Passagier. So lange "billig" das Maß der Dinge ist, wird der Kunde auch weiter fliegen oder besser er läßt fliegen z.B. den Handwerker ...

Gruß Johannes Kleinschnittger


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Jan Knoll
Jan Knoll (Jan_Knoll) - 14.07.2007 13:12 Uhr

Natürlich ist es eine soziale Errungenschaft

Die Form des Billigfliegens ist selbstverständlich eine soziale Errungenschaft und stellt keinesfalls eine zwei Klassengesellschaft dar. In obigem Artikel wurde nicht nur fadenscheinig davon ausgegangen, dass Flüge wirklich 10 Euro kosten - was sie de facto nicht tun - sondern auch argumentiert, dass Menschen sich nunmehr Flüge leisten könnten, die es früher nicht konnten. Gerade das jeoch spiegelt den gesellschaftlichen Gewinn dar. Die durch das Billigfliegen gewonne Toleranz gegenüber anderen Kulturen bleibt ncht mehr dem oberen Drittel der Gesellschaft vorbehalten. Insofern ist das Billigfliegen ein integraler Bestandteil eines Kontinents, der für sich eine eigene Verfassung beansprucht.
Diejenigen die Bremen in Touristenmassen unterzugehen ahnen, müssen sich daher die Frage stellen, ob ein Umzug nach Texas vielleicht nicht besser wäre.

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Christian Hufnagl

Brigitte Scherer, Billigflieger

Schlechter Artikel:

Hier ist die Klassengesellschaft komplett aufgehoben, den wir finden in den Schlangen nach Mallorca alle Schichten, die sich alle den Regularien unterwerfen.

Das Platzangebot ist Schwachsinn, aber dem Preis (fast) angemessen. Der Service ist meist sehr gut.

Die Subventionen mancher Flughäfen MÜSSEN aufhören, die Teuerung dafür ist minimal. Der Hinweis auf Klimaschutz ist falsch, bedenkt man, dass der Mensch am Klimawandel kaum ursächlich teilnimmt und nur Politiker und aus Geschäftsgründen das Thema hochhalten.

Ihr Artikel Frau Scherer ist ein reiner Neidartikel. Lassen Sie den Menschen ihre Freude.

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Heiko Strauss

Elitäres Gerede

Dieser Artikel ist eine Ohrfeige für die Menschen in Deutschland.
1.) Die Qualität der sog. Billigflieger ist nicht wirklich anders als die der anderen Fluggesellschaften. Nein es gibt keine Holzsitze und man kann sogar Getränke und Essen an Bord bekommen. Auch sind die lederbezogenen Sitze zB. von Germanwings edler als die so mancher "grosser" Fluggesellschaften.
2.) Es geht der Autorin offenbar darum zu zeigen, dass Sie nicht der "Holzklasse", dem dritten Stand angehört. Sie ist etwas besseres. Bravissimo !! Das ist das "alte", monarchistische Denken aus vor-demokratischer Zeit. 3.) "Billiges" fliegen - na und ? Finden sich an den Bus- und Bahnhöfen dieser Welt nicht genau diese Phänomene wieder ? Gedränge und Schlangen?

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Frank Frei

blödsinn

so kann nur jemand schreiben, der sich das Reisen ohnehin schon immer leisten konnte und der es "unter seiner Würde" findet, sich einer Sicherheitskontrolle zu unterziehen. Selbstverständlich ist es eine soziale Errungenschaft. Könnte es sein, daß die Autorin sich daran stört, daß es sich um eine Errungenschaft des Marktes handelt?

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Martin Rostek

Klasse Beitrag

Wir verbieten den armenSchluckern einfach das Reisen. Arme Menschen, Looser und Hartz IV Empfänger vermiesen den Reichen, wie beschrieben, ja schon durch ihre Anwesenheit die angeneme Reise in halbleeren First Class Jets. Wir sollten den armen Leuten die Autos wegnehmen, das wäre doch genialer Klimaschutz, denn: Müssen eigentlich Leute Autofahren, die es sich früher nicht leisten konnten, denen früher ein VW-Käfer schon zu teuer war.
Wann darf ich mal einen Artikel für die FAZ schreiben? Sinnvolle Artikel meine ich.

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Jan Klingelhoefer

Keine Argumente

Was soll dieser Artikel? In der Sueddeutschen wuerde er mich nicht wundern, aber in der FAZ?

Warum muessen aermere Menschen denn Autofahren? Ist vermutlich auch viel zu billig. Da fahren sie dann noch in Staedte in die sie sonst nie gefahren waeren. Sollen sie doch zu Hause bleiben, dann sparen wir auch all die Subventionen fuer den Strassenbau.

So ein Unsinn. Mag schon sein, dass es ein paar nicht wuenschenswerte Subventionen gibt und es waere wohl auch sinnvoll, Flugbenzin zu besteuern. Das aendert alles nichts daran, dass die Freiheit, die viele Menschen durch die Moeglichkeiten billigerer Fluege gewonnen haben hoechst wuenschenswert ist.

Und was soll der Unsinn mit der Zweiklassengesellschaft? Wenn aermere Menschen gar nicht bzw. weniger fliegen wueden waere das dann weninger Klassengesellschaft? Na danke!

Apropos Subventionen: Da steht die Bahn wohl an erster Stelle.

Freiheit statt Sozialismus!

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Bernhard Krug
Bernhard Krug (bkrug) - 14.07.2007 04:18 Uhr

und dafür einen Flughafen ausbauen??

Sie haben einen sehr guten Artikel verfasst! Sie bringen das Problem auf den Punkt. Warum ist eine Flugreise auf eine spanische Insel teurer als eine Autoreise in die französische Schweiz?

Wenn man bedenkt, daß wegen angeblich steigender Flugbewegungen ein Flughafenausbau gerechtfertigt wird (z.B. Frankfurt/Main), kann einem diese Gesellschaft nur leid tun!

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Carl Göbel
Carl Göbel (gobelge) - 14.07.2007 01:56 Uhr

Hervorragender Artikel!

Frau Scherer, Sie treffen es mit dem hervorragend recherchierten Artikel haarscharf auf den Punkt.

Ich selbst pendle regelmäßig zwischen Deutschland und Großbritannien, wo ich studiere. Die Sicherheitsabfertigung ist in der Tat entwürdigend, insbesondere in Großbritannien. Als ich kürzlich vergaß, meine Handgepäcksflüssigkeiten in eine Plastiktasche zu trenne und nach 30-minütigem Schlangestehen an der Sicherheitskontrolle dies bemerkte, verbot mir die diensthabende Sicherheitsangestellte die Plastiktüte des Vorgängers zu benutzen (der sie mir freundlicherweise anbot um sie nicht in den Mülleimer zu werfen) und bestand darauf, dass ich nochmals ins Terminal gehen müsste, um mir dort eine Tüte zu holen (die andere Tüte riss sie mir aus der Hand, mit dem Argument, sie gehöre mir nicht).

Ich bin daher immer froh, wenn ich die im Vergleich dazu willkommene Atmosphäre der Ryanair-Maschine erreiche, denn hier hatte ich nach weit über 20 Flügen noch nie negative Erfahrungen gesammelt.

Unter dem Strich bin ich persönlich dennoch sehr glücklich über die günstigen Preise, denn erlauben sie mir ein flexibles und frequentes Pendeln zwischen meinem Studien- und Heimatland. Die angesprochene Klassenspaltung ist aber definitiv existen

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Klaus Schönborn
Klaus Schönborn (ksk03) - 14.07.2007 00:34 Uhr

Wir Billigflieger

Ich glaube die sogenannten Billigflieger haben für Europa
mehr getan als unsere Politiker. Hier kommt doch etwas
an beim "Kleinen Mann"

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Jahrgang 1943, freie Autorin im „Reiseblatt“.

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