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Reformkritik Deutschland darf nicht stehenbleiben

 ·  Der deutschen Wirtschaft geht es gerade sehr gut. Darüber dürfen wir uns freuen. Aber nun droht Selbstgefälligkeit - denn die Welt bleibt nicht stehen.

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Die Energiewende ist zu teuer, der deutsche Reformeifer erlahmt. Die energieintensive Produktion in Deutschland ist gefährdet. Die Substanzbesteuerung sollte nicht ausgedehnt, auf die Vermögensteuer verzichtet werden. Zeitarbeit und Werkverträge sollten nicht noch weiter reguliert werden. Das sind nur einige der Wünsche, die deutsche Tochtergesellschaften großer amerikanischer Unternehmen an die nächste Bundesregierung haben.

Das mag in der Aufzählung recht selbstbewusst daherkommen. Doch manchmal ist es ganz gut zu hören, was die anderen sagen. Bevor man in Deutschland ob des wirtschaftlichen Erfolgs der vergangenen Jahre also zu selbstgefällig wird, gilt es darüber nachzudenken, dass nur noch 22 Prozent der amerikanischen Manager in Deutschland glauben, dass die kommende Bundesregierung in der Lage sein wird, umfassende Reformen der Wirtschafts- und Sozialpolitik umzusetzen.

Daran kann man sehen: Im Wahlkampf wird eindeutig zu wenig über die Wirtschaft geredet. Den Deutschen geht es in dieser Hinsicht derzeit offenbar zu gut. Das sind Erfolge der Vergangenheit, über die man sich zu Recht freuen darf. Aber die Welt bleibt eben nicht stehen.

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06.09.2013, 15:25 Uhr

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