Home
http://www.faz.net/-gqg-vxfi
Mehr Angebote
| Abo|Hilfe
Freitag, 17. Februar 2012
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Recycling Glos will den Grünen Punkt abschaffen

08.10.2007 ·  Der Grüne Punkt und die Gelbe Tonne sind ökologisch und ökonomisch überholt. Das meint zumindest Bundeswirtschaftsminister Glos und will das Recyclingsystem abschaffen. Denn das wird kräftig von Trittbrettfahrern genutzt.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (1)

Bundeswirtschaftsminister Michael Glos erwägt die Abschaffung des Recyclingsystems mit dem Grünen Punkt. Es stelle sich die Frage, ob diese Art der getrennten Müllsammlung noch sinnvoll sei oder die dafür notwendigen Milliarden nicht besser verwendet werden könnten, sagte der CSU-Politiker in Berlin. In seinem Haus, aber auch der Wirtschaft werde darüber diskutiert. Glos bestätigte damit in Teilen einen Bericht des Magazins „Capital“, nach dem in einem internen Bericht seines Ministeriums der Grüne Punkt und die Gelbe Tonne als ökologisch und ökonomisch überholt bezeichnet werden.

Das Dualen Systems Deutschland GmbH (DSD) für Verpackungsrecycling hatte in der Vergangenheit immer wieder über wirtschaftliche Schwierigkeiten geklagt, da es von Trittbrettfahrern genutzt wird, die für die Kosten der Verwertung ihrer Verpackungen nicht aufkommen. Es müsse erlaubt sein, das System zu überprüfen und auf seine Sinnhaftigkeit zu hinterfragen, betonte Glos. „Es gibt aber keinen konkreten Vorschlag.“ Das DSD wollte sich nicht zu Glos' Überlegungen äußern.

Alle Hersteller sollen zahlen

Laut „Capital“ plant das Ministerium als Alternative ein System analog zur Entsorgung von Elektro- und Elektronikschrott. Dann würde ein kommunales Unternehmen den Verpackungsmüll abholen und ihn einer privaten Entsorgungsfirma übergeben, die ihn nach Werkstoffen trennen würde. Das neue System könne durch einen Fonds finanziert werden, in den alle Hersteller und Händler je nach Verpackungsart einzahlen würden, berichtete das Magazin.

Während die Entsorger 2006 rund 5,24 Millionen Tonnen Verpackungsmüll eingesammelt hätten, ging die Zahl der vom DSD lizenzierten Menge auf 3,57 Millionen Tonnen zurück, hatte der Entsorger mitgeteilt. Für rund ein Viertel aller in Verkehr gebrachten Verkaufsverpackungen zahlten die Hersteller nicht mehr für die Entsorgung in Form der Lizenzentgelte für den „Grünen Punkt“.

Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen

Abschied ohne Schock

Von Holger Steltzner

Der griechische Staatspräsident hat sich in Rage geredet: Wolfgang Schäuble habe sein Land beleidigt. Was genau meint Papoulias damit? Mehr 3 56

16.02.2012 17:45 Uhr
  Vortag
Dax 6.751,96 −0,09%
 OK
Umfrage

Sollen Kinderlose einen „Solidarzuschlag" zahlen?

Alle Umfragen

Bitte aktivieren Sie ihre Cookies.

17.02.2012
Name Kurs Prozent
DAX 6.751,96 −0,09%
FAZ-INDEX 1.505,26 −0,19%
TecDAX 772,73 −1,05%
MDAX 10.296,70 −0,54%
SDAX 4.989,81 −0,62%
REX 423,38 +0,51%
Eurostoxx 50 2.489,35 −0,18%
F.A.Z. EURO INDEX 80,46 −0,11%
Dow Jones 12.904,10 +0,96%
Nasdaq 100 2.592,29 +1,42%
S&P500 1.358,04 +1,10%
Nikkei225 9.392,51 +1,67%
EUR/USD 1,3130 +0,01%
Rohöl Brent Crude 120,35 $ +0,25%
Gold 1.713,00 $ −1,15%
Bund Future 138,72 € −0,24%