19.06.2012 · Die französische Regierung will die Gewinnausschüttung der Unternehmen besteuern, damit diese mehr investieren oder die Löhne erhöhen. Die französische Arbeitgeber-Präsidentin Laurence Parisot warnt vor einem „Würgegriff“ durch die Regierung.
Von Christian Schubert, ParisRichtlinien für Lesermeinungen
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Nicht Einnahmen rauf hilft. Ausgaben und Lebenshaltungskosten runter hilft.
In der EU ist eine Verelendung im Gange. Volkswirtschaften mit geringer Zahl globaler Unternehmen sind besonders betroffen. Von chinesischen Preisen profitieren die Gewinner der Globalisierung. Wer Freihandel akzeptiert, der verelendet. Dies geschieht außerhalb dieser globalen Konzerne in der ganzen Breite. Das kommt auch auf Frankreich zu. Diese allmähliche Marktöffnung verelendet Frankreich maßlos. Sie akzeptieren den Euro und sind hoffnungslos hinten im Wettbewerb. Wie soll das ausgehen? Gerade die DM Killer werden immer mehr das Euro Opfer.
Dividendensteuer ist normal in Amerika
In den USA und Kanada wurden Dividenden schon immer besteuert.
Körperschaftssteuer: Auf Unternehmensebene besteuert Deutschland Dividenden mit 15% + Soli.
Die um diese Körperschaftssteuer reduzierte Ausschüttung wird
für den Anleger als sogenannte "Bardividende" sichtbar.
Die Bardividende wiederum wird dann auf Anlegerebene der
Abgeltungssteuer unterworfen (wahlweise dem individuellen Steuersatz ).
Da die geleistete Körperschaftssteuer nicht auf die Ertragssteuern
des Anlegers angerechnet werden kann, resultiert in Deutschland eine Doppelbesteuerung.
( Für Gesellschaften als Aktionäre gibt es Entlastungsmodelle).
Der französische Vorschlag zielt auf die Ebene der
Unternehmenssteuern.
Staatsanleihen zahlen entweder kaum noch Rendite oder sind zu risikobehaftet, Aktiendividenden werden hoeher besteuert, Lebensversicherungen sind fast schon Negativinvestitionen, Immobilien koennen jederzeit besteuert, Gold jederzeit konfisziert werden. Das, was der Staat an Geld mit beiden Haenden zum Fenster hinauswirft, wird letztlich von allen bezahlt, die irgendwie noch produktiv sind und selber fuer schlechtere Zeiten vorsorgen.
Bravo, Mr. Hollande! Weiter so! Vielleicht kann Ihnen Deutschland noch
mit ein paar ehemaligen Mitgliedern aus dem Politbüro der
untergegangenen DDR als Berater aushelfen. Die können Ihnen
aufzeigen, wie das Projekt realer Sozialismus am schnellsten in den
– von Ihnen offenbar angestrebten – Ruin führt.
PS: Die Sanierung der DDR kostete bis heute 2000 Milliarden Euro.
Für Frankreich wird das noch etwas teurer. Und Sie haben keine
reichen Verwandten, die für die Rechnung aufkommen werden.
Der Sozialismus in vollem Lauf
Es ist schon deprimierend zu beobachten, wie unser Nachbarland - mit
wahlkämpferischer Vorankündigung - ins sozialistische Elend
abgleitet. Aktive Unternehmervertreibungspolitik ist das. ganz im Sinne
der ehemals real existierenden Sozialisten, denen ihr damaliger Chef zum
40. Jubiläum der ehemaligen DDR an die Sohlen heftete: "Den
Sozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf".
Hollande könnte das ummünzen in: "Dem Sozialismus in
seinem Anlauf gibt der gallische Hahn erst richtig Schwung".
Diesen Abschwung ins wirtschaftlich bBdenlose müssen wir Nachbarn
nun mitansehen - und mitbezahlen über ESM und ähnliche
Verlockungen. SPD und Grüne lassen für 2013 grüßen!
Paris will Dividenden der Unternehmen besteuern
Täglich neue Horrorinformationen von unseren europäischen
Staatslenkern, kongruent zu denen aus Brüssel.
Kompetenz in Wirtschaftsfragen, Fehlanzeige, Präsident Hollande
negiert desolate Wirtschaftsstrukturen Frankreichs,
mittelständischen Industrie, im Würgegriff 35 Stundenwoche,
überbordenden Bürokratie, und nun Großkonzerne mit
Besteuerung der Dividende an Aktionäre.
Der größte Witz : Ausschüttung der Dividenden - sind
alle Aktieninhaber wohlhabende Bürger ? - soll umgewandelt werden
in höhere Löhne, relevante Großbetriebe wie Renault
etc.sind doch bereits fest in Gewerkschaftshand, allzeit bereit das Streikpotential.
Noch nie von Erhöhung der Afa gehört, BWL 1.Semester !!!
So treibt man Arbeitsplätze weiter ins Ausland, Globalisierung ist
existent, Unternehmenslenker reine Patrioten ? Wer ehrliches, hart
erarbeitetes Geld nicht vor Fiskus, Quasi-Enteignung z.B. nach GB in
Sicherheit bringt, das ist bei dieses Prämissen logisch,David
Camero winkt einldend.
Alles vergebliche Werke
Noch nie sind irgendwo Sozialisten mit den vorhandenen Mitteln ausgekommen.
Der Vielfraß Vati Staat wird nie genug bekommen.
Keine Wirtschaft der Welt kann soviel abwerfen, um die Geldgier des
Staates zu befrieden.
... mithilfe derer die Politik irgendwelche Subventionen oder Ausgaben steigern kann, die aber leider Gewinnabhängig ist und in schlechten Zeiten dafür sorgt, dass der Staat dann noch mehr Schulden macht, weil er ja die Subventionen und Ausgaben nicht plötzlich vermindern kann. Die Einführung von Relativ-Steuern wie dieser finde ich absolut riskant und unverantwortlich. Unternehmern kann der Staat auch auf andere Weise Investitionen schmackhaft machen, ohne wertvolle Unternehmensgelder für sich selbst abzuschöpfen.
wird den sozialistischen Unfug der Franzosen natülich wer ? -
Deutschland ,die Deutschen !
.
Wenn die mithin schon stark kränkelnde französische Wirtschaft
noch weiter abfällt,in der Folge dann vermehrte
Arbeitslosigkeit,Steuermindereinahmen und wachsende französische
Staatsverschuldung das Bild bestimmen,werden die Franzosen den Griff in
die ESM-Kasse natürlich nicht scheuen .
.
Und die Kasse des ESM -"Europäische Schulden-Macher" -
wird doch in der Hauptsache von Deutschland bestückt werden !
.
Alors,Monsieur Hollande en route !
Wer glaubt denn noch ernsthaft,
daß auch nur ein einziges EU-Land seine Schulden jemals zurückzahlen wird - außer eventuell mit inflationär entwerteter Währung? Betrogen werden die Sparer, soweit sie nicht in der Lage sind, in Sachwerte zu flüchten. Zu bedauern ist in erster Linie die junge Generation, die heute angehalten wird, durch Riester-Rente etc. für's eigene Alter vorzusorgen.
Sie sollten sich eher darum kümmern,
wie Deutschland selbst seine Schuld bezahlen wird, anstatt jede Einzelheit der französichen Politischen Aktion immer negativ zu kommentieren. Es gibt auch bei Ihnen so viel zu tun denke ich. Sie geben Deutschland auch eine zu grosse Bedeutung wenn sie denken dass die Rechnung ihrer ungeliebten Nachbarn am Ende von Deutschland durch ESMs bezahlen wird. ESM an dem, darf ich mal erinnern, Frankreich zu 20% beteiligt ist.
"Die französische Regierung will die Gewinnausschüttung
der Unternehmen besteuern, damit diese mehr investieren oder die
Löhne erhöhen."
Leistungslose Einkommen wie Dividenden zu belasten ist von der Grundidee
gesehen nicht schlecht. Im Gegenzug sollten allerdings Einkommen denen
eine Leistung gegenübersteht (z.B. Einkommenssteuer) gesenkt werden.
Kapital und Personal (Lohn)
Die unternehmerische Leistung kommt von dem zur Verfügung gestellten Kapital sowie der Leistung der Mitarbeiter. Marx und Lenin sind schon lange gewesen und die kommunistischen Ideen haben ihre Fehler weltweit gezeigt. Aktien sind gespartes Geld, wie die "Spargroschen". Die Dividenden sind der Unternehmenserfolg.
Leistungslos?
In welcher Welt leben Sie, Herr Neubert? Ist das Ausleihen von Geld, die
Zurverfügungstellung von Kapital in Ihren Augen tatsächlich
leistungslos? Mit welcher Motivation sollten Anleger weiterhin
Unternehmen und die öffentliche Hand finanzieren, wenn ihr
Geldausleihen gesellschaftlich als leistunglos gelten würde? Sie
würden es besser behalten - horten wie Onkel Dagobert oder
verprassen wie der Verlorene Sohn.
Unsere Gesellschaft aber ginge daran zugrunde.
@Christoph Look
Das ist ja alles richtig, was sie da schreiben. Die Frage ist nur, wo
sollte man einen größeren Anreiz setzen.
Leistungslos? - Kenntnislos ob wirtschaftlicher Zusammenhänge...
Dividendenerträgen sind in der Tat "leistungslos", wenn man nur in dem begrenzten Rahmen persönlicher, individueller Arbeitsleistung denkt. Nur leider ist die Welt nicht so einfach. Der Kauf einer Aktie stellt einem Unternehmen (im Grundsatz) Kapital zur Verfügung. Diese Handeln ist aber nicht risikolos (-> mögliche Pleite), so dass die Dividende eine Beteiligung an den erwirtschafteten Erträgen und damit auch eine Kompensation für das eingegangene Risiko ist. Die "Leistung" die hier vergütet wird, ist die Bereitstellung von Kapital und das Eingehen eines Risikos.
seine Inkompetenz wird nur von seiner Arroganz übertroffen...
werden sehr bald merken wie das Kapital die einfältigen Sozialisten ausbremst. Es gibt bald 9 Milliarden Menschen auf der Welt, alle sind potentielle Arbeitnehmer, jeder braucht Kapital: Es wird dorthingehen, wo die Rendite am höchsten ist. Und das wird in Zukunft noch weniger Frankreich sein als bisher. Leider ist es so und Herr Hollande wird dies nicht ändern und Herr Treczoks auch nicht.
Was ist das für ein Unsinn? Frankreich besteuert (wie D) Dividenden doch schon längst ..
und zwar für Inländer in der Einkommensteuer und für Ausländer mit 15% Quellensteuer...
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.06.2012 10:25 UhrNa ja, da ist schon ein Unterschied,
wenn ich Dividenden vor der Ausschüttung an die Aktionäre versteuere, dann erhalten die Aktionäre eine geringere Dividende, die dann ebenfalls zu versteuern ist. Da die Ausschüttung je Aktionär aber geringer ist, wird in der Summe für den Staat nicht viel herauskommen. Das ist wieder typisches sozialistisches Gebahren, das den dummen Wählern nur Sand in die Augen streut. Es sei denn, ich möchte verhindern, dass es überhaupt noch welche gibt, die sich an Firmen in Form von Aktien beteiligen wollen. Da viele Unternehmen in Frankreich in Staatsbesitz sind, könnte dies durchaus ein sozialistisches Fernziel sein. Mit der Wettbewerbsfähigkeit ist es dann allerdings wohl nicht weit her. Die Folgen für unseren Nachbarn sind jetzt schon evident.
1. Warum erst jetzt?
2. Warum nur 3%?
3. Wann kommt das endlich auch in anderen Ländern?
@Christian Treczoks
Ihre Frage zum Prozentsatz ist berechtigt: warum nur 3%?
Antwort: Man muss klein anfangen. Man muss ja nicht gleich sagen, dass
man eigentlich 100% oder noch besser 120% haben will. Das Ende einer
solchen Politik können Sie inzwischen in den Geschichtsbüchern
nachlesen (Untergang der DDR).
Die DDR ist übrigens nicht wegen der Montagsdemonstrationen
untergegangen, sondern weil sie schlicht pleite war.
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