20.12.2012 · Eine gewisse Ungleichheit ist gut, wenn sie auf Leistung beruht: So argumentiert der Politologe Klaus Schroeder. Hinter der Diskussion über Armut und Reichtum sieht er auch politische Interessen.
Richtlinien für Lesermeinungen
Die FAZ.NET-Redaktion bietet allen registrierten und eingeloggten Nutzern die Möglichkeit, sich mit den aktuellen Beiträgen auf FAZ.NET konstruktiv und kritisch auseinanderzusetzen und eigene Leser-Kommentare zu veröffentlichen. Für jede Meinungsäußerung stehen 1000 Zeichen zur Verfügung. Voraussetzung für eine Veröffentlichung ist, dass die Verfasser und Verfasserinnen ihren wirklichen Namen nennen, d.h. in ihrer FAZ.NET-Registrierung den korrekten Vor- und Nachnamen eingetragen haben. Im Falle der Veröffentlichung des Leser-Kommentars weisen wir am Beitrag sowohl den Klarnamen als auch den Nickname des Lesers aus. Unter Pseudonym oder anonym verfasste Texte können nicht berücksichtigt werden.
Veröffentlicht werden nur Beiträge, die auf den jeweiligen Artikel und sein Thema seriös und sachbezogen eingehen. Links- und rechtsradikale, pornographische, rassistische, beleidigende, verleumderische sowie ruf- und geschäftsschädigende Inhalte können nicht berücksichtigt werden, ebenso wenig sachlich falsche oder in angemessener Zeit nicht nachprüfbare Behauptungen. Links sind in den Leser-Kommentaren von FAZ.NET nicht gestattet. Die Redaktion behält sich vor Leser-Kommentare zu kürzen oder zu modifizieren. Jeder verfasste Beitrag wird von der Redaktion geprüft und schnellstmöglich veröffentlicht, sofern er diesen Richtlinien für FAZ.NET-Lesermeinungen nicht zuwiderläuft. Nutzern, die wiederholt versuchen, den Richtlinien nicht entsprechende Beiträge zu veröffentlichen, kann die Registrierung entzogen werden.
Für veröffentlichte Meinungsbeiträge gewähren Sie uns das unentgeltliche, zeitlich und örtlich unbegrenzte und nicht ausschließliche Recht, diese Aussagen ganz oder teilweise zu nutzen, zu vervielfältigen, zu modifizieren, anzupassen, zu veröffentlichen, zu übersetzen, zu bearbeiten, zu verbreiten, aufzuführen und darzustellen, Dritten einfache Nutzungsrechte an diesen Aussagen einzuräumen sowie die Aussagen in andere Werke und/oder Medien zu übernehmen.
Wir möchten Sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass der gesamte Auftritt von FAZ.NET von verschiedenen Suchmaschinen intensiv ausgewertet wird und die Inhalte dort auch gelistet werden. Das schließt die Leser-Kommentare automatisch ein, so dass diese auch über FAZ.NET hinaus im Internet jederzeit recherchierbar sind.
Wenn ich von einem "Armutsbericht aus Deutschland" höre,
bildet sich bei mir zunächst ein großes Fragezeichen. Laut
Wikipedia bezeichnet Armut primär den Mangel an lebenswichtigen
Gütern z. B. Nahrung, Obdach, Kleidung - ergo: Es gibt in
Deutschland keine Armut!
Unser Sozialsystem vermeidet grundsätzlich Armut, da jedem Menschen
in Deutschland sein Obdach gezahlt wird, sofern er selbst nicht dazu in
der Lage ist, ebenso erhält er Geld oder Gutschein für Nahrung
und Kleidung.
Ein "Armutsbericht aus Deutschland" ist blanker Hohn für
alle die wirklich arm sind. Dieser Titel ist Politik in reinform,
insofern vielen Dank für diesen Bericht!
ist eigentlich eine Tautologie. schröder führt den Beweis. Aber vernünftige Leute werden ja nicht gehört.
Der Unterschied zwischen Zukunft und Untergang
liegt in der Geldschöpfung.
Würde nämlich der Staat, alles Geld dass er braucht, um
Schulen, Krankenhäuser, Kindergärten, Straßen,
Brücken etc. zu errichten und zu unterhalten, würde
nämlich der Staat dieses Geld selber aus der Luft schöpfen
(Fiat Money) wie es die Privatbanken machen, dann bräuchte er doch
keine Kredite aufnehmen, keine Zinsen zu zahlen, wäre nicht
verschuldet und wir bräuchten deswegen keine Steuern zu zahlen?
Wir könnten all unsere Arbeitsleistung, unsere Fähigkeiten,
unsere Fertigkeiten, all unser Wissen und unsere Kraft in die
Bewältigung der Probleme zu stecken, die wir durch das derzeitige
Schuldzinsgeldsystem erst bekommen haben. Wir könnten wirkliche
Bildung finanzieren, alle Mütter oder Väter könnten zu
Hause bei Ihren Kindern bleiben. Wir könnten eine wirklich
lebenswerte Welt erschaffen.
Es gibt kein leistungsloses Einkommen
An Konrad Betzl
Der Begriff des leistungslosen Einkommens, den wir auch hier in den USA
als "unearned income" kennen, ist voellig gegenstandslos. Denn
hohe Gewinne durch erfolgreiche Investitionen sind die Folgen einer
treffsicheren Strategie die selbst eine Leistung darstellt.
geht´s vielleicht doch ein wenig differenzierter?
Selbstverständlich gibt es *leistungslose Einkommen*, wobei ich den
Begriff *leistunglos* lieber daran gemessen sähe, was Leistung
für die Gesellschaft betrifft!
Selbst wenn wir die *Erben* mal ausser acht lassen und auch die, die
zuhause selbst entscheiden in was sie investieren, bleibt noch ein ganze
Industrie von Dienstleistern, die mit zum Teil dubiosen, kriminellen und
gesellschaftsverachtenden Methoden die wundersame Geldvermehrung
für sich und andere betreiben!
Wenn natürlich der Zweck die Mittel heiligt, können selbst
Kriminelle gesellschaftliche Achtung erfahren?
Nicht die Dinge beunruhigen die Menschen, sondern ihre Meinungen
über die Dinge.
Epiktet, Die Kunst vernünftig zu leben 3-5 (27)
...dass Norbert Bolz mit seinem lesenswerten Buch "Traktat über die Ungleichheit" eigentlich schon alles dazu gesagt hätte. Schön, zu sehen, dass Klaus Schroeder jetzt doch noch neue Facetten dieser sehr grundsätzlichen Diskussion aufzeigen kann ....
Der Unterschied zwischen arm und reich
besteht in der Erwerbsmöglichkeit von materiellen und der Teilhabe
an kulturellen Gütern. Die hier real existierenden extremen
Ungleichheiten können von keiner Interpretation und von keiner
Statistik weggezaubert werden (oder von jeder).
Sie sind im Marktsystem natürlich zwangsläufig, da die
Marktteilnehmer selbst ungleich sind. Die demokratische Gesellschaft
hält sie solange aus, wie sie mehrheitlich in der Illusion lebt,
daß jeder durch 'harte Arbeit reich werden kann'; ersatzweise
durch Kreativität bei den Finanzen und Steuern.
@Hans Edelmann
Und welchem Zwck sollen diese Allgemeinplätze dienen?
Soziale Teilhabe und persönliches Glück hängen nicht unbedingt vom Wohlstand ab.
Kultur ist keine Frage des Reichtums. Viele Dichter und Denker waren
materiell sehr arm,
hatten trotzdem großen Anteil an kulturellen Gütern oder
haben solche sogar geschaffen.
Armut kann Würde verleihen, und Reichtum eine schwere Bürde
darstellen. Die Menschen,
ob reich oder arm, können allerdings auch besaufen und berauschen,
um ihr vermeintliches Unglück zu vergessen oder
herbeizuführen.
Ablenkung vom eigentlichen Grund
Seit Jahrzehnten steigen die Sozialausgaben und damit Steuern und Abgaben. Waere es tatsaechlich moeglich, durch hoehere Steuern und Abgaben “die Armut” zu bekaempfen, muesste diese in Deutschland ruecklaeufig sein. Diesem ist nicht so, eine kritische Analyse, einschl. der Auswirkungen immer hoeherer Steuern und Abgaben, bleibt aus. Stattdessen wird ein Armutsbericht erstellt, der statistisch fragwuerdig ist und wichtige Aspekte einfach weglaesst, aber durch Schuerung des Sozialneides die Erhebung weiterer Steuern vorbereitet. Das Problem sind nicht die Einnahmen, sondern die Ausgaben; dass ein Kind im Schnee in Sandalen und uebergrossem Anorak herumlaeuft hat nichts damit zu tun, dass in Deutschland keine Vermoegenssteuer erhoben wird, seine Situation wird sich auch durch hoehere Steuern nicht verbessern. Nur laesst sich “Armutsbekaempfung” besser verkaufen als “wir koennen mit dem Geld anderer Leute einfach nicht umgehen, deswegen brauchen wir mehr davon.”
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 26.12.2012 23:06 UhrUmverteilung + Zinseszins
Es mag sich ja zu kommunistisch anhören, aber es sind eben nicht die Ausgaben, die das Problem sind. Suchen Sie bei youtube nach Dirk Müller und der Erklärung des Zinseszinssystems. Erleuchtend der "Josefpfennig". Das System führt immer dazu, dass irgendwann zuviel Reichtum bei Wenigen kumuliert, das wird dann immer ausgeglichen. Entweder der Staat sorgt über die Steuern für eine angemessene Umverteilung von oben nach unten oder die Natur sucht sich ihren Weg, Inflation Bürgerkrieg Revolution Währungsreform... Ich finde da sind Abgaben der vorzugswürdigste Weg. Aus meiner Sicht müsste der Staat allerdings die großen Vermgen viel stärker belasten und weiter unten viel mehr Freiräume lassen.
"Arm und Reich" - Gehirnwäsche
Klaus Schroeders Aufklärung ist eine Wohltat in der unsäglich um sich greifenden "Arm und Reich" - Debatte, die mittlerweile den letzten Stammtisch in Hintertupfingen erreicht hat. Dahinter steckt System: meist linke Politiker (SPD, Grüne. Linke, Piraten) und linke Medien (FR, taz etc.) betreiben gründlich Gehirnwäsche, und das immer wieder, damit sich Steuererhöhungen politisch leichter durchsetzen lassen (siehe die Grünen-Forderung Jahreseinkommen ab 80 000 brutto (!) mit 47 % (!!) zu besteuern. Damit wird die Neiddebatte zusätzlich angeheizt. "Umverteilung" heißt der Deckmantel, der verbirgt, was dahinter steckt. Der Zeitpunkt kommt, dass uns unsere Politikerintelligenz all das demnächst als "alternativlos" erläutern wird. Zusätzliche Steuerabgaben werden besonders der Mittelschicht (!) abgeknöpft , damit unsere Politikerintelligenz unter anderem auch auf dem Abenteuerspielplatz "Europa" noch genügend Spielgeld zum Zocken hat. Schließlich müssen die Milliarden ja irgendwoher kommen.
Mit zwei Millionen Beschäftigten
ist die Helferindustrie der größte Arbeitgeber in der
Bundesrepublik. Sie macht einen Umsatz zwischen 115 und 140 Milliarden
Euro.
Dazu kommen tausende Diplomarbeiten, Promotionen, Assistentenstellen und
Leerstühle in Armutswissenschaften.
Und als nettes Add-On ist die Armut ein schöner Stichwortgeber
für Politiker, die was sagen wollen aber nichts zu sagen haben.
„Wir müssen was tun gegen die Armut“ ist heutzutage ein
nicht mehr wegzudenkender Redenfüllstoff wie etwa der Krampf gegen
Rechts oder die Unterstützung der Frauenbefreiungsfront.
Dies nur damit wir wissen, welchem Riesen Schröder auf die
Füße tritt. Dass die Nutznießer der Armutsindustrie
hier gegen Schröder Gift und Galle spucken zeigt nur, dass er mit
seiner Kritik uns Schwarze getroffen hat.
Kritik = Recht?
Und wie darf man die Position von jemandem kritisieren, ohne dass er dadurch automatisch Recht zugesprochen bekommt ?
meinetwegen könnten wir uns die gesamte Umverteilungsdebatte
ersparen und Sozialneid in alle Richtungen vermeiden, wenn wir -
Die unteren Schichten von diesen teils Menschen unwürdigen
Repressalien befreien
und der unteren Mittelschicht wieder faire Löhne zahlen würden!
So haben wir eben ein System, in dem sich einige daran bereichern,
andere auszunutzen und das auch noch politisch legitimiert!
Das erzeugt auf Dauer massive Unzufriedenheit und die wirtschaftliche
Notwendigkeit dieser Legitimierung ist bei exorbitanten Gewinnen vieler
Grossunternehmer nicht mehr zu erklären!
Wir brauchen keine Gleichschaltung, aber faire Chancen und Verhältnisse
Leben und Leben lassen!
Aus christlicher Sicht: FREIHEIT am Arbeitsmarkt! Ohne Radikal-Reform geht es nicht!
Das Problem Deutschlands ist der sozialistisch organisierte
Arbeitsmarkt. Daß die Bürger an ihm festhalten, ist ein Indiz
für Vormodernes Denken und Spießbürgertum.
Die Wirtschaft braucht aber FREIHEIT. Und das auch am Arbeitsmarkt.
Anstelle der Tarifautonomie muß auch am Arbeitsmarkt die
VertragsFREIHEIT treten. Es muß möglich sein, daß
Löhne, aber auch Fragen der Befristung von
Arbeitsverhältnissen, Urlaubsansprüche und vor allem Fragen
des Kündigungsschutzes individuell zwischen dem Arbeitgeber und dem
einzelnen Arbeitnehmer ausgehandelt werden. Unternehmen erhalten dadurch
ein Mehr an Flexibilität und ein mehr an FREIHEIT. Für den
Staat bedeutet dies eine deutliche Kostenersparnis, da die
Arbeitsgerichte obsolet werden und für juristische Fragen die
ordentliche Zivilgerichtsbarkeit zuständig wird.
Auch aus christlicher Sicht ist die vollständige Deregulierung des
Arbeitsmarktes sinnvoll. An einem FREIEN Markt können sich Gott und
die Prinzipen der Bibel frei entfalten.
Herr Meyer!
Freiheit ist ein schönes Wort!
Die Freiheit eines Einzelnen oder einer Gruppe muss aber da Grenzen
erfahren, wo sie die Freiheit anderer beeinflusst oder nimmt!
Das gilt ganz besonders auch am Arbeitsmarkt, wo die Freiheit der
Arbeitgeber Löhne zu reduzieren um selber mehr Gewinn zu generieren
die Lebensqualität ganzer Volksgruppen beeinflusst oder nimmt!
Hier nicht zu regulieren, würde eine so immens ethisch gesunde
Grundhaltung der Unternehmen gegen eigene Egoismen oder Verantwortung
der Aktionäre gegenüber bedeuten, dass ich dies leider in den
Bereich des Wunschdenkens verbannen muss!
Mit Wunschdenken aber wird das Volk nicht satt und die Bürger nicht zufrieden.
Für ein friedliches Miteinander einer Gesellschaft müssen aber
möglichst viele zufrieden sein, nicht nur die Unternehmer und Arbeitgeber!
Das alles hat für mich mehr mit gesundem Menschenverstand als
politischen Grundhaltungen zu tun!
@Ottfried Meyer
Man muß wahrlich kein Linker sein, um Ihre abstrusen - auch noch
christlich begründeten Gedanken - abzulehnen. Was Sie fordern, ist
der reine Manchester-Kapitalismus, wie ihn z.B. die Näherin in
Bangladesch noch erlebt. Über dieses Stadium sollten Sie eigentlich
hinaus sein.
Wenn Sie hier von "vormodernem Denken"der Bürger reden,
dann trifft das am ehesten auf Sie zu. Extremmeinungen, wie Sie das hier
tun, sind selten hilfreich.
deshalb gehört der Armutsbericht auch auf den Müllhaufen
Es ist schon erstaunlich, dass aus der Aussage "Die Gesellschaft unterschätzt die Produktivität einer gewissen leistungsbezogenen Ungleichheit" die Überschrift "Die Gesellschaft unterschätzt die Ungleichheit" gemacht wurde. Das entsellt meines Erachtens komplett den Sinn der Aussage. Von der F.A.Z. hatte ich so etwas nicht erwartet.
Ob gut oder schlecht, es geht den Staat nichts an
Kein Bürokrat, kein Vertreter der Staatsverwaltung, hat das Recht, nach seinem Gusto dem Einen etwas weg zu nehmen um es jemand Anderem zu geben, egal, ob es sich bei dem um einen Armen oder um einen Lobbyisten handelt. Nur derjenige, der das Geld erarbeitet hat, hat auch das recht, über dessen Verwendung zu entscheiden. Gerechtigkeit ist eine Sache der Zwischenmenschlichkeit, keine Kategorie einer Bürokratie, die letzten Endes immer nur ihren eigenen Machterhalt im Sinn hat.
Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 27.12.2012 16:45 Uhr@Konrad Betzl
Sie denken in übergeordneter Kategorisierung und Regulierung, so
wie es der Staat tut.
Die Antwort ist, es gibt niemanden, der übergeordnet von Aussen
etwas entscheidet oder einordnet oder bestimmt. Alles entscheiden die
Marktteilnehmer selber, nach ihren eigenen Urteilen und
Möglichkeiten in freien Verhandlungen untereinander. Das Geld
wechselt nur von privater Hand zu privater Hand. Wenn dadurch soziale
Not entstent, ist jeder mitfühlende Mensch aufgerufen zu helfen,
so, wie es immer schon war. Alle Marktteilnehmer haben sich an die
grundsätzliche zivilistorische Ordnung zu halten, was heiß,
das Eigentum des Gegenüber zu achten, nicht zu betrügen und
nicht zu morden, so wie es immer schon war. Handel basiert auf
Freiwilligkeit. Darüber hat der Staat zu wachen, über die
Einhaltung der Verträge, über sonst nichts.
@Konrad Betzl
Sie denken schon wieder in übergeordneten Ordnungen der
Kategorisierung und Regulierung, so wie es der Staat tut.
Die Antwort ist, es gibt niemanden, der übergeordnet von Aussen
etwas entscheidet oder einordnet oder bestimmt. Alles entscheiden die
Marktteilnehmer selber, nach ihren eigenen Urteilen und
Möglichkeiten in freien Verhandlungen untereinander. Das Geld
wechselt nur von privater Hand zu privater Hand. Wenn dadurch soziale
Not entstent, ist jeder mitfühlende Mensch aufgerufen zu helfen,
so, wie es immer schon war. Neu wäre, daß auch der Staat sein
Geld nur für eine Gegenleistung erhält und auf Basis eines
Vertrages. Das wäre gerecht.
"...der such das Geld erarbeitet hat..."
Da gibt es mindestens 2 unterschiedliche Fälle: 1) Wie sollen die Einkommen behandelt werden, die aus leistungslosem Einkommen entstehen? Hier wurde nichts erarbeitet! Ihrer Aussage nach haben die über die Verteilung dieses Einkommens keine Verfügung. 2) Wie wissen wir, ob die Bezahlung einzelner Tätigkeit dem Beitrag zum gesellschaftlichen Wohl entspricht? Es kann darüber diskutiert werden, wer für die allgemeine Gesundheit der Gesellschaft wichtiger ist - der Müllmann oder der Gesundheitsminister. Wenn es nur nach dem "Erarbeiten" geht, dann sollte der Bankräuber entsprechend Ihrer Aussage auch das Verteilungsrecht über seine in der ERwerbsarbeit erwirtschafteten Einkünfte haben. Vielleicht wäre es doch besser, sich die Konsequenzen der eigenen (plakativen, nach Zustimmung wenig Denkender heischend) Aussagen zu überlegen, bevor man sie vom Stapel lässt!
Das ist eine sehr scharfsinnige Analyse
Eine scharfsinnige Analyse von Herrn Schröder. Besonders bedenklich ist aber, dass viele Leser offenbar das politische Wirken von Frau v.d.L. nicht einzuordnen vermögen. Dabei hat sie in den letzten Jahren als bundespolitische Supernanny doch ihr etatistisches Weltbild immer wieder deutlich gemacht bzw. verwirklicht. Die Uschi denkt an die Menschen - also diejenigen, die nicht auf einem Landgut ihr Dasein fristen müssen - und daher im Hamsterrädchen ihre Runden drehen sollen. Die Politikerin v.d.L. hat dann am Ende Ihrer Karriere etwas erreicht und wir können uns mit den Hinterlassenschaften herumärgern. Der Lokalpolitiker baut die neue Mehrzweckhalle, der Bundespolitiker führt eine neue Sozialleistung "Elterngeld" ein. "Wir haben den neuen Anspruch auf ... eingeführt", heißt es dann. Im Jahre 1988 war der Militärhaushalt der großte Einzelposten im Etat, dann kam der Mauerfall. Die Verteidigungskosten konnten gesenkt werden. Wo ist eigentlich das ganze Geld geblieben?
Arme und Reiche sind nicht das Problem
Das Problem sind weder die Reichen noch die sogenannten Armen. Für die Armen wird der Sozialstaat immer sorgen, wenn man sich auch streiten kann ob der Hartz4-Satz ausreichend und ein Mindestlohn erforderlich ist. Die Reichen verdanken ihren Wohlstand vor allem unternehmerischer Tätigkeit, daher profitieren von ihrem Erfolg alle. Man sollte jedoch überlegen, ob man leistungsloses Einkommen, wie Erbschaften und Kapitalerträge, stärker belastet. Das Hauptproblem ist jedoch die Mittelschicht, denn wenn irgendwelche Steuern für Gutverdiener gefordert werden, ist diese meist voll getroffen. So haben Familien der Mittelschicht oft trotz harter Arbeit kaum mehr Einkommen als Hartz-4-Empfänger, die vielleicht noch etwas schwarz arbeiten. Das ist das eigentliche Problem.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 26.12.2012 18:40 UhrWer in der Vergangenheitsform denkt, versteht die Gegenwart nicht vollständig.
Reichtum entsteht in der Gegenwart prinzipiell nicht mehr durch
Kapitalerträge, sondern durch Anlegen zusätzlicher
Beträge aus hohen Unternehmerlohn- und Arbeitseinkommen.
Kapitalerträge hingegen wie Zinsen und Zinseszinsen werden heute
regelmäßig über den
Zugriff der Inflation auf das Kapital schon vollständig aufgezehrt.
Darüber hinaus auch
noch erhobene Steuern mindern bereits die Kaufkraft des gesparten
Kapitals samt Zins
und Zinseszinsen. Allein der Staat profitiert dabei im Ergebnis jetzt
aus dem sogenannten
"leistungslosen Einkommen" und nützt die Sparsamkeit
seiner Bürger für sich aus.
Sparer sind daher heutzutage die Dummen und werden vom Staat einfach nur
noch
ausgenützt.
Wenn der Michel sich, angeleitet von vielen Ratgebern, fürs
Finanzamt so erbarmungswürdig wie nur möglich darstellt, gilt
das als verwerflich: "Der rechnet sich arm".
Wenn dasselbe mit fast identischen Methoden durch Politinstitute und
interessierte Verbände geschieht, dann gilt das als wirklich
notwendige Aufklärung. "Die Wahrheit".
Den (wenigen) wirklich Armen ist damit aber nicht geholfen und es ist
schon verwunderlich, wenn seit 1991 eine "Nationale
Armutskonferenz" glaubt tagen zu müssen.
Dadurch werden alle eigentlich erfreulichen Verbesserungen und
Unterstützungen zu elementaren Nothilfen. Das Mindeste quasi. Ein
Hohn für die wenigen wirklich Bedürftigen.
Bauchrednerpuppe der Bilderberger
Orwellsche Umdeutungen im Interesse der Reichen und Mächtigen unter
dem Gewand von Pseudo-Wissenschaft: Arm ist Reich, Spaltung ist Einheit,
Wahrheit ist Lüge, Frieden ist Krieg... Ich hoffe die Bilderberger
bezahlen Sie wenigstens gut, Herr Schroeder.
WIR wissen am Tag X für welche Seite SIE geredet haben.
Herr Kolberg, es gibt viele, die die Realitäten nicht sehen wollen.
Glauben Sie nicht auch, dass das wesentliche Streben der Politiker die
eigene Wiederwahl ist? Und wer hat die meisten Stimmen? Die wenigen
Reichen oder die vielen Armen? Also für wen arbeiten die Politiker?
Der einzige Grund für einen Politiker, etwas für die Reichen
zu tun, ist, wenn anderenfalls der Wagen gegen die Wand fährt. Mit
Umdeutung hat das nichts zu tun. Von "Arm" und
"Reich" zu reden, während die "Armen" eine
bessere medizinische Versorgung genießen als ein gesetzlich
Versicherter, ist übrigens ein Teil der Umdeutung, der Sie
aufgesessen sind.
Alles Gute, viel Spaß beim Warten auf den Tag X!
Leider kann ich nicht ein Argument in ihrem Beitrag erkennen
Lediglich dumme Sprüche.
Arm und Reich - Einkommen, Vermögen, nicht monetär Werte, Scheineliten und öffentliche Gelder
In dem Interview mit Klaus Schröder sind einige interessante Punkte
- insbesondere die höhe des Mindestlohnes - enthalten.
Zu kurz kommt aber Einkommen,Vermögen, die schlechte
Durchlässigkeit im System, das äußerst wichtige
unterstützen der Leistungsträger als auch das Auffangen derer
die in eine Schieflage geraten sind.
Der Gini-Koeffizient der Einkommernsverteilung ist ein gutes Maß.
Bereits beim miserablen, sonderfallorientierten Steuersystem aber auch
bei der Absicherung der Menschen versagt Deutschland. In kaum einem
anderen reichen Land in Europa ist der einzelne in der Gesellschaft so
unwichtig wie hier. Menschenwürde, Mindesteinkommen,
Ausbildungschancen, von den Beschäftigungsverhältnissen in den
Rotlichbereichen ganz zu schweigen.
Noch viel schlimmer sind aber die Teile der Gesellschaft welche es
schaffen, sei es durch Posten in den (Kommunal-)Parlamenten als auch
durch Lobbyismus, sich hart erarbeite öffentliche Gelder zum
persönlichen Nutzen unter den Nagel zu reissen.
| Name | Kurs | Änderung | |
|---|---|---|---|
| F.A.Z.-Index | -- | -- | |
| Dax | -- | -- | |
| Dow Jones | -- | -- | |
| Euro in Dollar | -- | -- | |
| F.A.Z.-Anleih… | -- | -- | |
| Gold | -- | -- | |
| Rohöl Brent | -- | -- | |
| Bund Future | -- | -- | |